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LGT Beacon: Starke Abverkäufe und Zwischenwahlen sprechen für eine Erholung

16. November 2018

Im Rahmen unserer ausgewogenen Strategie bleiben wir für die kommenden Wochen positiv für Aktien. Das fundamentale Bild rechtfertigt keinen Abverkauf und auf US-Zwischenwahlen folgte historisch immer ein gutes Börsenjahr. Im Oktober hatten wir unsere Aktienquote antizyklisch erhöht. Diese Woche schlossen wir eine Short-Position im Pfund.

Die Aktienkurse haben begonnen, sich wieder zu stabilisieren, nachdem im Oktober der grösste Ausverkauf seit Jahren stattfand. Für US-Aktien war es der schlimmste Monat seit 2010. Der überzeugendste Auslöser dafür waren die geldpolitischen Signale der US-Notenbank (Fed).

“Make policy restrictive again“ –

Die Fed muss wieder strenger werden 

Die Talfahrt begann schliesslich am 3. Oktober, als Fed-Chef Jerome Powell die US-Geldpolitik als immer noch wachstumsunterstützend bezeichnete und spontan hinzufügte, dass sie noch “weit von neutral entfernt” sei und möglich-erweise wieder “restriktiv” werden müsse. Diese mögliche Haltungsverschärfung wurde mit der Veröffentlichung des letzten Fed-Sitzungsprotokolls am 18. Oktober bestätigt: Die Entscheidungsträger erwägen tatsächlich, die Geldpolitik bis Ende 2020 in den “restriktiven" Bereich zu führen.

Solche Überlegungen sind freilich nicht ganz neu und zudem von der weiteren Makroentwicklung abhängig. Vor allem sind sie aber die logische Konsequenz der überraschend robusten und damit möglicherweise stärker inflationären Konjunktur. Dennoch hat dieses Signal viele Anleger beunruhigt, insbesondere solche, die kurzfristige Strategien verfolgen, keine Grundüberzeugungen hegen und/oder eine niedrige Risikotoleranz haben.

Zusätzlich verstärkt werden diese Ängste dadurch, dass Investoren derzeit gleichzeitig mit erhöhten politischen Unsicherheiten (Handelskonflikte, Brexit, Italien etc.) konfrontiert sind und dies zu einer Zeit, in welcher der global zyklische Aufschwung von 2016-2017 im Laufe des Jahres ausserhalb der USA ohnehin bereits spürbar an Dynamik verloren hat. Viele Anleger befürchten nun, dass es fortan auch in den USA stetig bergab gehen wird.

In diesem Zusammenhang beleuchten wir heute den fundamentalen Hintergrund unserer relativ konstruktiven Einschätzung von Risikoanlagen und analysieren einige relevante historische Marktverhaltensmuster sowie aktuelle Marktsignale.

Die zyklische Abflachung könnte bald vorbei sein

Als Erstes zum Makrobild: Die im November veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe deuten darauf hin, dass die Abflachung der Konjunkturdynamik in den meisten grossen Volkswirtschaften bereits vorbei ist oder bald vorbei sein könnte (Grafik 1). Die Werte für die USA, Japan und die Schwellenländer (Emerging Markets, EM) sind wieder gestiegen. Die PMI für China, Indien, Brasilien, Russland und Südkorea, d.h. die fünf Schwergewichte im gezeigten EM-PMI, sind zuletzt ebenfalls alle gestiegen. Nur in Europa hält die bereits seit Anfang Jahr andauernde Verlangsamung weiter an. Alle PMI notieren aber weiterhin oberhalb der Wachstumsschwelle. So dürfte das Weltwirtschaftswachstum im kommenden Jahr schwächer ausfallen als 2018 eine weitere deutliche Verlangsamung von den heute indizierten Niveaus scheint jedoch zunehmend weniger wahrscheinlich.

Im Einzelnen schätzen wir diese Punkte wie folgt ein: Lesen Sie weiter im LGT Beacon

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Anmerkung: Die nächste Ausgabe des LGT Beacon erscheint voraussichtlich Mitte Dezember 2018.