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LGT Investorama: Die wirklich guten Anlagekonzepte überleben auch ohne Zeit-Raum-Maschine

5. Juli 2018

Kennen Sie «Dr. Who»? Diese Kultserie, mit der in Grossbritannien inzwischen drei Generationen gross geworden sind, lernte ich durch meinen Schwager, der gebürtiger Engländer ist, kennen und lieben. Die Hauptfigur Dr. Who kann in einer alten Polizei-Notrufzelle sowohl in der Zeit als auch im Raum reisen. Was hätte ich, der seit Ende der 1990er-Jahre in der Vermögensverwaltung tätig bin, wohl meinem vorherigen Selbst für sinnvolle Ratschläge gegeben, hätte ich wie Dr. Who eine Zeit-Raum-Maschine?

Erstens: Investiere nicht, wenn du etwas nicht verstehst. Die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende ist ein treffendes Beispiel. An den Börsen wurden für Technologie-Unternehmen der New Economy Preise gezahlt, welche die von ihnen erzielten Gewinne um ein Vielfaches überstiegen und jenseits der Realität waren. Auslöser des Booms waren die hohen Gewinnerwartungen und das Vertrauen in weiter steigende Kurse, die durch neue, teilweise exotische und daher schwer verständliche Produkte entfacht wurden. Zweitens: Bereinigungen – so schmerzhaft sie sein mögen – haben genauso ihre positive Seite. Oft haben spektakuläre Krisen, wie diejenige im Jahr 2008, einen Wendepunkt in der Börsenentwicklung markiert. Wie wenn man bei einem Auto radikal den Rost entfernt, entstehen zwar grosse Löcher, doch die gesunden Teile treten gestärkt hervor. Und wenn in Finanzkrisen selbst die Kurse gesunder Werte deutlich unter Druck kommen, können Anleger profitieren, indem sie dies zum antizyklischen Zukauf der Bestände zu nutzen. Drittens: Bleibe auch in schwierigen Zeiten diszipliniert. Dies ist einfacher gesagt als getan, insbesondere dann, wenn die Märkte längere Zeit gegen einen laufen. Wenn Frustration und Angst Überhand nehmen, ist die Versuchung gross, die zuvor festgelegte Strategie vorschnell über Bord zu werfen. Aaron Brown, Mathematiker und Pokerspieler, hat es in seinem Bestseller «The Poker Face of Wall Street» treffend auf den Punkt gebracht: «Eine nicht-dumme Strategie zu haben und an dieser festzuhalten, lässt einen bereits viel besser dastehen als die meisten Mitspieler.»

20, 118, 16. Leider ist dies nicht der Code für die Zeit-Raum-Maschine, obwohl ich als Anleger in der momentanen Spätphase des Bullenmarktes gerne einen Blick in die Zukunft werfen würde. Vielmehr stehen diese Zahlen für die Fürstliche Strategie, die dieses Jahr ihren 20. Geburtstag feiert. Über diesen Zeitraum hat die Fürstliche Strategie aktienähnliche Renditen erzielt – kumulierte 118% nach Abzug von Gebühren –, dies allerdings bei einem Risiko, das tiefer ist als für Aktien üblich. Sie wurde von einem stabilen und erfahrenen Expertenteam durch gute Zeiten und die vorher erwähnten Krisen navigiert. Die Mitglieder des Expertenteams sind durchschnittlich 16 Jahre bei der LGT, was in der heutigen schnelllebigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr darstellt. Was im Jahr 1998 als eine milliardenschwere Investition der Eigentümerfamilie begann und bald darauf für Kunden geöffnet wurde, ist heutzutage eine Flaggschiff-Anlagestrategie der LGT, die über USD 12 Mrd. verwaltet. Die Eigentümerfamilie und die Mitarbeiter halten eine bedeutende Beteiligung an der Fürstlichen Strategie und investieren über USD 3 Mrd. ihres eigenen Vermögens zusammen mit den Kunden. Dies gewährleistet eine starke Interessenübereinstimmung. Dasselbe verlangen wir von den externen Managern und legen grossen Wert darauf, dass sie sich in den für uns verwalteten Komponenten innerhalb der Fürstlichen Strategie ebenfalls mit einem beträchtlichen Teil ihres Vermögens engagieren. Bei der Umsetzung für die diversen Anlagekategorien sind wir der Meinung, dass ein Gleichgewicht zu finden ist zwischen aussergewöhnlichen Managern, sogenannten «Best-in-Class»-Managern und dem effizienten Zugang zu Marktengagements via kostengünstige passive Lösungen.

Diversifikation ist schliesslich der Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg der Fürstlichen Strategie. Eine angemessene Diversifikation der Risikofaktoren ist die erste und wichtigste Verteidigungslinie gegen heftige Verluste. Zudem wollen wir mit der Fürstlichen Strategie eine langfristige Anlagestrategie entwickeln, die sich unter den unterschiedlichsten Marktbedingungen als widerstandsfähig erweist. Aus diesem Grund machen Privatmarktanlagen und alternative Anlagen einen Grossteil der Strategie aus, weil mit ihnen zusätzliche Renditequellen (z.B. dank dem Einsatz von Private-Equity-Anlagen) bzw. wünschenswerte Diversifikationseigenschaften (z.B. dank der Berücksichtigung von versicherungsbasierten Anlagen) erschlossen werden können. Konrad Bächinger, der mittlerweile pensioniert ist, aber noch immer als Teil des «Princely Portfolio Teams» die Eigentümersicht in die Diskussion einbringt, sagt: «Einen derart langen Zeitraum überleben nur die wirklich guten Anlagekonzepte.» Und dies auch ohne Zeit-Raum-Maschine des Dr. Who!

Marcel Dillier
Co-Head Key Account Management

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