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LGT Medienpreis 2017 geht an Elisabeth Woditschka von Forbes

22. Februar 2017

Drei junge Wirtschaftsjournalisten wurden am 21. Februar 2017 im Stadtpalais Liechtenstein in Wien mit dem LGT Medienpreis 2017 für hochwertige Wirtschaftsberichterstattung ausgezeichnet. S.D. Prinz Philipp von und zu Liechtenstein , Chairman LGT, überreichte den Gewinnern einen Siegerpreis und zwei Anerkennungspreise.

 

(v.l.n.r.) LGT Medienpreis 2017 mit S.D. Prinz Philipp von und zu Liechtenstein (Chairman LGT), Elisabeth Woditschka (Forbes), Gerald Gartner (Der Standard), Stefanie Kompatscher (Die Presse), Dietmar Baumgartner und Meinhard Platzer (Co-CEOs LGT Bank Österreich)
(v.l.n.r.) LGT Medienpreis 2017 mit S.D. Prinz Philipp von und zu Liechtenstein (Chairman LGT), Elisabeth Woditschka (Forbes), Gerald Gartner (Der Standard), Stefanie Kompatscher (Die Presse), Dietmar Baumgartner und Meinhard Platzer (Co-CEOs LGT Bank Österreich)

Der Siegerpreis ging an Elisabeth Woditschka von Forbes für ihren Beitrag "Der Wert der Autonomie" (PDF). Die Autorin beschäftigt sich darin mit innovativen Technologien im Bereich der Medizintechnik zur Mobilisierung von Menschen mit Querschnittslähmung. Woditschka thematisiert nicht nur das medizin-technisch Mögliche und dessen Vor- und Nachteile, sondern geht auch intensiv auf die Probleme der Finanzierung durch die Solidargemeinschaft der Versicherten ein. Die hochkarätige Jury ist der Ansicht, dass Elisabeth Woditschka das Thema unter allen Wettbewerbsteilnehmern am besten aufbereitet hat. Der Artikel sei umfassend und beschäftige sich vielschichtig mit dem Thema.

Den ersten Anerkennungspreis erhielt Stefanie Kompatscher für ihren Beitrag "Estland: ein Staat auf Dauerdiät" (PDF), der in "Die Presse" publiziert worden war. Die Jury des LGT Medienpreises würdigte die ausgewogene Darstellung und gründliche Recherche zur aktuellen Lage in Estland. Kompatschers Artikel zeichnet das Bild eines Staates, der als liberaler Musterschüler der Europäischen Union gilt. Jeder Bürger habe dort eine digitale Identitätskarte, Unternehmen könnten in 15 Minuten gegründet werden, für eine Steuererklärung benötige man gerade drei Minuten. Sparsamkeit des Staates sei das oberste Gebot. Für die Bevölkerung bringe dies, so Kompatscher, nicht nur positive Konsequenzen, sondern erzeugt auch soziale Verwerfungen.

Der zweite Anerkennungspreis ging an Gerald Gartner von "Der Standard" für seinen Beitrag "Alter, Bildung, Geschlecht: Wer wieviel verdient" (PDF). Der Beitrag biete eine gründliche Aufarbeitung von Daten, bestätige bzw. wiederlege Vorurteile und biete damit dem Leser einen echten Informationsgewinn, so die Jury. Gemeinsam mit Co-Autor Markus Hametner beleuchtet Gerald Gartner die allgemeine Unzufriedenheit mit dem persönlichen Einkommen. Anhand einer Lohnsteuerstatistik, die vom Forschungsinstitut für Ungleichheit der Wirtschaftsuniversität Wien ausgewertet wurde, zeigen die Autoren auf, wie sich die Einkommen tatsächlich verteilen. 

Der LGT Medienpreis wurde in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal von der LGT Bank Österreich verliehen. "Mit dem LGT Medienpreis würdigen wir die Bedeutung, die ein engagierter und qualifizierter Journalismus für das Verständnis wirtschaftlicher Strukturen und Entwicklungen hat. Journalisten, die schon in jungen Jahren in der Lage sind, diese Herausforderungen zu meistern, will die LGT Bank Österreich mit diesem Preis honorieren und fördern", so Meinhard Platzer, Co-CEO der LGT Bank Österreich bei seiner Begrüßungsrede.

Die Preise wurden von S.D. Prinz Philipp von und zu Liechtenstein, Chairman LGT, im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Stadtpalais Liechtenstein überreicht. Die fünfköpfige unabhängige Jury bestehend aus fünf führenden Experten aus Forschung und Lehre, der Wirtschaft und der österreichischen Medienlandschaft bewertete alle Wettbewerbsbeiträge in anonymisierter Form. In einer ersten Runde nominierte die Jury aus allen Beiträgen neun Artikel. Aus dem Kreis dieser Nominierten prämierte die Jury einen Artikel mit dem LGT Medienpreis und zwei weitere mit Anerkennungspreisen. Der LGT Medienpreis ist insgesamt mit 6.000 Euro dotiert. 

Die Ausschreibungsmodalitäten für den LGT Medienpreis 2018 werden im Sommer bekanntgegeben und sind hier abrufbar: LGT Engagement für Österreich