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LGT mit sehr gutem Geschäftsjahr und starkem Netto-Neugeldzufluss

15. März 2021

LGT erzielte im Geschäftsjahr 2020 erneut ein breit abgestütztes Wachstum und erwirtschaftete einen Konzerngewinn von CHF 291.5 Millionen. In diesem von ausserordentlichen Bedingungen geprägten Jahr verzeichnete die LGT einen starken Zufluss an Netto-Neugeldern von CHF 11.6 Milliarden (+5%). Die verwalteten Vermögen stiegen um 6% auf CHF 240.7 Milliarden per Ende 2020. Die LGT ist gut positioniert und zuversichtlich, auch im laufenden Jahr, in dem sie ihr 100-Jahr-Jubiläum feiert, weiteres profitables Wachstum zu erzielen.

Kennzahlen 2020

Im Jahr 2020 erzielte die LGT ein gutes Ergebnis, das die ausgezeichnete Position ihres Kundengeschäfts unterstreicht. In dem von der Corona-Pandemie auf allen Ebenen geprägten Marktumfeld legte die LGT höchste Priorität darauf, ihre Kunden jederzeit eng begleiten zu können. Dank ihrem stark verankerten und breit diversifizierten internationalen Kundengeschäft erwirtschaftete die LGT weiteres organisches Ertragswachstum. Im Oktober 2020 hat die LGT die letzte Phase der Übernahme von LGT Vestra abgeschlossen und die verbleibenden Anteile der Partner aufgekauft. LGT Vestra hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der führenden Wealth Manager Grossbritanniens entwickelt mit verwalteten Vermögen von CHF 21.0 Milliarden per Ende 2020, verglichen mit CHF 8.0 Milliarden per Ende Juni 2016 kurz nach Ankündigung der Akquisition.

Der Bruttoerfolg der LGT Gruppe stieg im Jahr 2020 insgesamt um 2% auf CHF 1.85 Milliarden. Dabei erhöhte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ebenfalls um 2% auf CHF 1.19 Milliarden, wozu höhere Einnahmen aus dem Brokerage-Geschäft und aus Vermögensverwaltungsmandaten beitrugen, während die performanceabhängigen Erträge tiefer ausfielen. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft ging vor dem Hintergrund des Negativzinsumfelds und eines geringeren Kreditvolumens um 19% auf CHF 230.7 Millionen zurück. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und sonstige Ertrag stieg um 19% auf CHF 437.2 Millionen, was höhere Erträge aus dem Kundenhandel mit Devisen und Derivaten widerspiegelt.

Der Geschäftsaufwand nahm gegenüber dem Vorjahr um 3% auf CHF 1.39 Milliarden zu. Der um 5% höhere Personalaufwand von CHF 1.12 Milliarden reflektiert einen leicht höheren Personalbestand sowie insbesondere die Earn-Out-Zahlung von CHF 59 Millionen im Zusammenhang mit der oben erwähnten vollständigen Übernahme von LGT Vestra; ohne diese einmalige Belastung wäre der Personalaufwand stabil geblieben. Der Sachaufwand sank um knapp 5% auf CHF 268.6 Millionen, was insbesondere auf tiefere Reise- und Veranstaltungskosten zurückzuführen ist, denen zum Teil höhere IT-Ausgaben gegenüberstanden. Die Position Wertberichtigungen, Abschreibungen, Rückstellungen betrug CHF 131.2 Millionen im Vergleich zu CHF 117.2 Millionen im Vorjahr, in dem Auflösungen vorgenommen werden konnten.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis blieb weitgehend stabil mit 75.0% per Ende 2020 gegenüber 74.1% per Ende 2019. Insgesamt fiel der Konzerngewinn für das Jahr 2020 mit CHF 291.5 Millionen um 5% tiefer aus als im Vorjahr; ohne Berücksichtigung des Einmaleffekts aufgrund der vollständigen Übernahme von LGT Vestra wäre der Gewinn um 14% angestiegen.

Die LGT ist mit einer Kernkapitalquote (Tier 1) von 21.9% per Ende 2020 sehr gut kapitalisiert und verfügt über eine hohe Liquidität.

Beschleunigung des Netto-Neugeldzuflusses im zweiten Halbjahr

Bei der Erwirtschaftung von Nettoneugeldern konnte die LGT an ihre starke Performance der Vorjahre anknüpfen. Der Netto-Neugeldzufluss belief sich 2020 auf CHF 11.6 Milliarden, entsprechend einer Wachstumsrate von 5%, dies nach CHF 13.9 Milliarden (+7%) im Vorjahr. Nachdem im ersten Halbjahr 2020 vor allem Kreditrückzahlungen aufgrund der Marktturbulenzen im Frühjahr die Netto-Neugeldentwicklung belasteten, beschleunigte sich der Nettozufluss im Laufe des zweiten Halbjahrs markant. Zum erfreulichen Jahresergebnis trugen Netto-Neugelder aus allen Regionen und aus dem Private Banking wie auch dem Asset Management bei.

Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende 2020 auf rekordhohe CHF 240.7 Milliarden. Der Anstieg um 6% gegenüber Ende 2019 reflektiert die Netto-Neugeldzuflüsse, negative Währungseffekte sowie eine positive Markt- und Investmentperformance.

Strategie und Ausblick

Die LGT verfügt über eine starke internationale Präsenz, die sie über die vergangenen Jahre gezielt ausgebaut hat, sowohl in reiferen als auch in Wachstumsmärkten. In Asien war der letzte Ausbauschritt die Niederlassung in Bangkok, die sich seit der Eröffnung 2019 gut entwickelt hat und mittlerweile ein Team von 24 Mitarbeitenden umfasst. In Europa unterzeichnete die LGT im Dezember 2020 eine Vereinbarung mit UBS Europe SE, um deren Wealth-Management-Geschäft in Österreich mit rund CHF 4 Milliarden an verwalteten Vermögen sowie gut 60 Mitarbeitenden zu übernehmen; der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2021 erwartet. Durch diesen Schritt festigt die LGT ihre Stellung in Österreich, einem ihrer europäischen Kernmärkte, und wird zur führenden Privatbank im Land. Im Weiteren strebt die LGT wieder eine Präsenz in Deutschland vor Ort an und prüft diesbezüglich verschiedene Optionen. Bei der in Vaduz ansässigen LGT Bank AG wird wie angekündigt der derzeitige CEO Roland Schubert per Anfang 2022 als neues Mitglied in den Verwaltungsrat wechseln, und seine Nachfolge als CEO wird Roland Matt antreten, der zuletzt seit 2012 Group CEO der Liechtensteinischen Landesbank war.

Plangemäss schreitet auch die Umsetzung der im Mai 2020 angekündigten neuen Strukturen voran, damit die drei LGT Geschäftsbereiche Private Banking, Asset Management und Impact Investing ab Anfang 2022 als eigenständige Unternehmen auftreten und fokussierter und flexibler ihre Märkte adressieren können. Bereits Anfang 2021 in Kraft getreten sind die neuen Managementstrukturen: LGT Private Banking wird von Olivier de Perregaux, seit 2001 CFO der LGT Group, als CEO geführt, und LGT Capital Partners wird unverändert von CEO Roberto Paganoni geleitet. Ihre direkten Impact-Investing-Aktivitäten hat die LGT wie im Februar 2021 mitgeteilt in die neue Einheit Lightrock integriert, die von CEO Pal Erik Sjatil geführt wird. Als eigenständiges Unternehmen wird Lightrock künftig LGT Privatkunden und anderen Anlegern Co-Investitionen zusammen mit der Fürstlichen Familie von Liechtenstein ermöglichen. Damit unterstreicht die LGT ihr Engagement im weltweiten Impact Investing, in dem sie als Pionier mehr als 14 Jahre Erfahrung hat. Für die LGT mit ihrer langfristig orientierten Unternehmensphilosophie bilden nachhaltige Investments seit langem ein strategisches Kernthema. Die LGT hat dies auch mit der Unterzeichnung der Principles for Responsible Banking der Vereinten Nationen im Januar 2021 erneut zum Ausdruck gebracht.

Die LGT, die 2021 ihr 100-Jahr-Jubiläum feiert, sieht sich sehr gut aufgestellt, um mit ihrer starken Marktstellung nachhaltig Wert für ihre Kunden, Mitarbeitenden und weiteren Stakeholder zu schaffen. Sie ist zuversichtlich, auch im laufenden Jahr, in dem das Marktumfeld angesichts der Corona-Pandemie anspruchsvoll bleiben dürfte, weiteres profitables Wachstum zu erzielen.

S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, Chairman LGT: "2020 war ein herausforderndes Jahr, in dem wir ein gutes Ergebnis und erhebliche strategische Fortschritte erzielt haben. Ich danke unseren Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen, und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, mit dem sie die LGT als zuverlässigen, langfristig denkenden Partner präsentieren. In unserem Angebot an Beratung und Anlagelösungen werden wir weiter ein starkes Gewicht auf Nachhaltigkeit legen, wo wir unsere Pionierrolle auch 2021 unter Beweis stellen werden. Wir haben 2020 wichtige Weichen gestellt, um durch unsere neue Organisationsstruktur unsere Schlagkraft zu erhöhen, und wir werden in diesem Jahr konsequent an der Umsetzung weiterarbeiten. Dass wir dieses Jahr unser 100-Jahr-Jubiläum feiern dürfen, ist uns ein zusätzlicher Ansporn, die Stärken der LGT für die Zukunft zu schärfen und bleibende Werte für Kunden, Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen."