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LGT Navigator: Aktienbörsen bleiben angeschlagen

9. Mai 2022

Die Aktienmärkte haben sich Ende der letzten Woche nicht vom Einbruch am Vortag erholen können und setzten ihre Talfahrt mehrheitlich fort. Wurde der geldpolitische Entscheid der US-Notenbank zunächst positiv aufgenommen, zeigten sich Investoren nach der kurzzeitigen Rally äusserst nervös und die Börsenstimmung blieb angeschlagen. Am Freitag bekräftigten zudem das robuste Beschäftigungswachstum in den USA und der fortgesetzte Aufwärtsdruck auf die Löhne die Aussicht auf eine noch restriktivere Gangart der US-Notenbank.

Aktienbörsen bleiben angeschlagen

An der New Yorker Börse konnten sich die Indizes am Freitag nicht vom vorangegangenen Einbruch erholen und schlossen erneut im negativen Bereich. Ein anhaltend solides Jobwachstum in den USA bekräftigte die Aussicht auf weiter kräftig und schnell steigender Zinsen und die Befürchtung eines Konjunktureinbruchs infolge der restriktiveren Geldpolitik. Der Dow Jones Industrial verlor zeitweise rund -1.5% und ging dann bei 32'899.37 Punkten (-0.3%) ins Wochenende. Der S&P 500 gab um -0.57% auf 4'123.34 Punkte nach. Am stärksten waren die Verluste erneut an der Technologiebörse Nasdaq, wo die Indizes rund -1.2% tiefer notierten als am Vortag. An Anleihenmarkt kletterte unterdessen die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihene bis auf 3.13%.

US-Arbeitsmarkt bleibt robust

In den Vereinigten Staaten sind im April in der Gesamtwirtschaft 428'000 neue Arbeitsplätze entstanden. Der Jobzuwachs sei auf breiter Front zu beobachten gewesen. Damit wurden die Markterwartungen von 380'000 «Non-Farm-Payrolls» klar übertroffen und die Konjunktursorgen der Investoren etwas entschärft. Gleichzeitig stagnierte die Arbeitslosenrate bei 3.6% auf tiefem Niveau. Die Löhne steigen unterdessen weiter. Im April legten die Gehälter im Schnitt gegenüber dem Vormonat um +0.3% und auf Jahressicht um +5.5% zu. Insgesamt dürfte sich die amerikanische Zentralbank in ihrer derzeitigen geldpolitischen Ausrichtung bestätigt sehen.

Bundesbankchef plädiert für zeitliche Zinswende

Bundesbankpräsident Joachim Nagel ist optimistisch, dass die EZB die hohe Inflation im Euroraum in den Griff bekommen wird. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung meinte der höchste deutsche Notenbanker: die EZB könne zwar bestimmte Faktoren mit ihrer Geldpolitik nicht steuern, aber sie könne die Inflationserwartungen beeinflussen. «Wir dürfen jedoch nicht zu lange zuwarten», betonte Nagel. Im Vorfeld hatten einige EZB-Spitzenvertreter eine mögliche Zinswende bereits im Juli angedeutet.

Vorerst keine Einigung auf EU-Ölembargo gegen Russland

Die Europäische Union konnte sich nach tagelangen Verhandlungen immer noch nicht auf ein Öl-Embargo gegen Russland einigen. Streitpunkt bleiben vor allem Ausnahmeregelungen für Länder wie Ungarn, Tschechien, Slowakei oder Bulgarien, die stark von russischem Öl abhängig sind. Diese EU-Länder pochen auf Garantien für die Versorgungssicherheit, hiess es aus Brüssel. Damit das Sanktionspaket gegen Russland umgesetzt werden kann, benötigt es die Zustimmung aller EU-Länder.

Wirtschaftskalender 9. Mai 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:30 EZ Sentix Konjunkturperspektiven (Mai) -18.0

Unternehmenskalender 9. Mai

Land Unternehmen Periode
DE Infineon Q2
DE BioNTech Q1 
NL PostNL Q1

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.