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LGT Navigator: Anleger gehen vor Zentralbankentreffen in Deckung

23. August 2022

Wieder verstärkte Konjunktur- und Inflationssorgen setzten die Börsen zu Wochenbeginn weltweit unter Druck. Mit Blick auf das Ende dieser Woche in Jackson Hole stattfindende Treffen der Zentralbankspitzen aus der ganzen Welt brachten sich Aktienanleger erstmal in Sicherheit. Die Stimmung wurde zudem durch die Signale aus der EZB gedämpft. So forderte Bundesbankpräsident Nagel, dass die EZB die Zinsen weiter erhöhen müsse, auch wenn sich die Rezessionsrisiken in Deutschland verstärkt haben.

Anleger gehen vor Zentralbankentreffen in Deckung

An der New Yorker Börse dominierten zum Wochenauftakt Inflations- und Konjunktursorgen und sorgten für ein jähes Ende der jüngsten Rally. Der Dow Jones Industrial schloss bei 33'063.61 Punkten -1.91% tiefer als am Freitag und der S&P 500 verlor -2.14% – Schlussstand: 4'137.99 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq fielen die Indizes gar um rund -2.7%. Im Gegenzug kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 3.03%. Der Euro fiel gegenüber dem US-Dollar zu Beginn der Woche erstmals seit Mitte Juli wieder unter die Parität und erreichte zeitweise ein Tief von 0.9970, respektive den niedrigsten Wert seit mehr als fünf Wochen.

Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum folgten am Dienstag den negativen Vorlagen aus Übersee und tendierten mehrheitlich im negativen Bereich. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund -1.2% tiefer und in Hongkong verliert der Hang Seng-Index rund -0.3%. In Teilen Chinas sorgt unterdessen die seit Wochen anhaltende Dürre- und Hitzewelle für Stromknappheit. In der Folge mussten beispielsweise die meisten Einkaufszentren in der südwestchinesischen Metropole Chongqing ihre Öffnungszeiten verkürzen, um den Stromverbrauch von Klimaanlagen zu reduzieren.

Fed wird laut Reuters-Umfrage die Zinsen im September um «nur» 50 Basispunkte anheben

Die US-Notenbank wird an ihrem nächsten Treffen am 21. September die Zinsen um 50 Basispunkte anheben. So zumindest sieht es eine Mehrheit von Analysten in einer aktuellen Umfrage des Nachrichtendienstes Reuters, die vom 16. bis 19. August durchgeführt wurde. Hintergrund ist die Erwartung, dass die Inflation mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht haben könnte und die Rezessionssorgen zunehmen. Konkret prognostizieren 76 von 94 befragten Ökonomen einen «moderateren» Zinsschritt von einem halben Prozentpunkt, wogegen 18 Analysten nochmals eine Erhöhung um 75 Basispunkte antizipieren.

Bundesbank geht von weiterer Konjunkturabkühlung aus

Nach Einschätzung der deutschen Bundesbank haben sich die Aussichten für die deutsche Wirtschaft weiter eingetrübt und eine weitere Abschwächung im Winterhalbjahr sei «deutlich wahrscheinlicher geworden». In ihrem Monatsbericht verwies die Notenbank auf die ungünstige Entwicklung der Energiepreise und die hohe Unsicherheit hinsichtlich der Gasversorgung im kommenden Winter, was die Privathaushalte und Unternehmen stark belasten dürfte. Infolgedessen sei im Herbst in Deutschland mit einer Inflationsrate in der Grössenordnung von 10% zu rechnen.

Britische Wirtschaft verzeichnete 2020 stärksten Einbruch seit mehr als 300 Jahren

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 um -11% sorgte in Grossbritannien dem Office for National Statistics zufolge für den stärksten Einbruch des Bruttoinlandsprodukts seit 1709!

  

Wirtschaftskalender 23. August 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:15 FR Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (August) 51.7
09:30 DE Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (August) 48.1
10:00 EZ Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (August) 49.9
10:30 GB Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (August) 52.1
15:45 USA Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (August) 47.7
16:00 USA Veräufe Neubauten (Juli, M/M) -8.1%
16:00 EZ Konsumentenvertrauen (August) -27.0

 

Unternehmenskalender 23. August

Land Unternehmen Periode
DE Douglas Q3
USA Medtronic Q1
USA Nordstrom  Q2
USA Urban Outfitters Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.