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LGT Navigator: Augenmerk auf positive News – Tech-Schwergewichte treiben Erholungsrally

29. April 2022

Gute Quartalszahlen einiger Tech-Schwergewichte sorgten an der Wall Street für Auftrieb und einige Erholung. Aus Konjunktursicht musste zwar zur Kenntnis genommen werden, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal geschrumpft ist, jedoch blieben der Privatkonsum und die Investitionen relativ solide. Heute stehen auch in Europa BIP- und Inflationszahlen im Mittelpunkt des Interesses. Die belastenden Faktoren wie der geldpolitische Straffungskurs, der anhaltend hohe Inflationsdruck, geopolitische Unsicherheiten, insbesondere der Krieg in der Ukraine, und Sorgen um die Energieversorgung bleiben aber bestehen – die Börsenstimmen werden deshalb zwischen Optimismus und Pessimismus schwanken.

Augenmerk auf positive News – Tech-Schwergewichte treiben Erholungsrally

Getrieben durch gut aufgenommene Unternehmensnachrichten legten die Aktienindizes der New Yorker Börse am Donnerstag kräftig zu. In recht volatilem Handel schloss der Dow Jones Industrial +1.85% höher bei 33'916.39 Punkten und der marktbreite S&P 500 ging gar mit einem soliden Plus von +2.47% bei 4'287.50 Zählern aus dem Tagesgeschäft. Die stärksten Zugewinne wurden an der Technologiebörse Nasdaq beobachtet, wo sich die Indizes von den Vortagesverlusten erholten und um rund +3.5% zulegten. Getrieben wurde die Erholung durch Quartalszahlen einiger Tech-Schwergewichte, wie beispielsweise des Facebook-Mutterkonzerns Meta. Die Aktie der Social-Media- Plattform legte zeitweise um rund +18% zu.

Apple berichtete nach Börsenschluss starke Quartalszahlen. Der iPhone-Konzern verdiente mit USD 25 Milliarden knapp +6% mehr als im Jahr zuvor und steigerte den Umsatz auf Jahressicht um +9% auf USD 97.3 Milliarden. Apple übertraf damit die Markterwartungen, jedoch drehte die Aktie im nachbörslichen Handel nach anfänglichen Zuwächsen um rund ein Prozent ins Minus.

Die positiven Vorgaben aus den USA sorgten auch an Asiens Aktienmärkten zum Wochenschluss für teilweise kräftige Gewinne. In Tokio legt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um rund +1.7% zu und in Hongkong gewinnt der Hang Seng-Index fast +4%.  

Negatives Auftaktquartal für die US-Wirtschaft, aber Konsumausgaben bleiben robust

Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in den ersten drei Monaten des Jahres überraschend mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von -1.4% geschrumpft. Verantwortlich war vor allem eine kräftige Ausweitung des Handelsbilanzdefizits, während der Konsum und die Unternehmensinvestitionen robust blieben. Ökonomen hatten eine annualisierte Wachstumsrate von zumindest +1.0% vorausgesagt. Im Schlussquartal war die US-Wirtschaft noch um knapp sieben Prozent gewachsen.

Schwedens Zentralbank erhöht Leitzins

Die schwedische Zentralbank strafft ihre Geldpolitik und hat den Schlüsselzins um einen Viertel Prozentpunkt auf +0.25% erhöht. Damit notiert der Leitzins erstmals seit 2014 wieder im positiven Bereich. Hintergrund ist der zunehmende Inflationsdruck. In Schweden erreichte die Jahresteuerungsrate im März das höchste Niveau seit den 1990er Jahren. Die Riksbank stellt deswegen auch weitere Zinserhöhungen in Aussicht.

Nochmals höhere Inflation in Deutschland

In Deutschland sind die Verbraucherpreise im April um +7.4% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr gestiegen. Damit lag die Teuerungsrate wegen der massiv verteuerten Energiepreise nochmals höher als im März mit +7.3%. Für Haushaltsenergie und Kraftstoffe mussten deutsche Privathaushalte im April rund +35% mehr berappen als im Vorjahresmonat. Die Preise für Nahrungsmittel verteuerten sich im Schnitt um +8.5%. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die Inflationsrate in Deutschland im Gesamtjahr 2022 über sechs Prozent betragen wird. Zum Vergleich: 2021 betrug die Teuerung in Deutschland im Jahresschnitt +3.1%.

Der stärker als vermutete Inflationsdruck im Euroraum erhöht auch immer mehr den Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) und heizt die Diskussion um den Zeitpunkt der Zinswende an. EZB-Präsidentin Christine Lagarde und weitere hochrangige EZB-Vertreter haben in jüngsten Aussagen eine erste Erhöhung der Leitzinsen im Sommer in Aussicht gestellt. Lagarde betonte, dass der Auftrag der EZB die Preisstabilität sei und die EZB mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem frühen Zeitpunkt ihre milliardenschweren Anleihenkäufe auslaufen lassen könnte, um die Preisstabilität zu garantieren. Dies sei dann der Zeitpunkt, eine Erhöhung der Zinsen zu erwägen.

Leichte Teuerungsentspannung in Spanien

In Spanien hat sich der Teuerungsdruck im April stärker als erwartet abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um +8.3%. Das ist deutlich tiefer als noch im März mit +9.8%. Analysten waren im Schnitt von einem Rückgang auf 9.0% ausgegangen. Hintergrund der leichten Entspannung waren etwas geringere Stromkosten.

Wirtschaftskalender 29. April 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
07:30 FR BIP Q1 (Q/Q)) +0.7%
08:45 FR Verbraucherpreise (April, J/J) +5.1%
09:00 CH KOF Konjunkturbarometer (April) 99.7
09:00 ESP BIP Q1 (Q/Q) +2.2%
09:00 AUT BIP Q1 (Q/Q) -1.5%
09:00 AUT Verbraucherpreise (April, J/J)  +6.7%
10:00 IT BIP Q1 (Q/Q) +0.6%
10:00 CH SNB Präsident Jordan spricht
10:00 DE BIP Q1 (Q/Q) -0.3%
11:00 IT Verbraucherpreise (April, J/J) +6.8%
11:00 EZ Verbraucherpreise (April, J/J) +7.4%
11:00 EZ Kern-Verbraucherpreise (April, J/J) +2.9%
11:00 EZ BIP Q1 (Q/Q) +0.3%
14:30 USA Konsumausgaben (März, M/M) +0.2%
14:30 USA Persönliche Einkommen (März, M/M) +0.5%
15:45 USA Chicago Einkaufsmanagerindex (April) 62.9
16:00 USA Konsumentenstimmung (April) 59.4

 

Unternehmenskalender 29. April 

Land Unternehmen Periode
DE BASF Q1 
FR Remy Cointreau Q1 Umsatz
IT Eni Q1
NL Signify Q1
NL KPN Q1 
ESP BBVA Q1
AUT OMV Q1 
AUT Erste Group Bank Q1
DNK Danske Bank Q1
SWE Electrolux Q1
SWE Vattenfall Q1
GB AstraZeneca Q1
GB Reckitt Benckiser Q1
USA Bristol Myers-Squibb Q1
USA Chevron Q1
USA ExxonMobil Q1
USA Colgate-Palmolive Q1

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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