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LGT Navigator: Blick auf den US-Arbeitsmarkt

3. Juni 2022

Der monatliche Arbeitsmarktbericht aus den USA steht heute im Fokus der Kapitalmärkte. Setzt sich das solide Beschäftigungswachstum fort, wird dies die US-Notenbank in ihrer restriktiveren geldpolitischen Ausrichtung bekräftigen und die Wahrscheinlichkeit schneller und kräftiger Zinsschritte verstärken. Die gestern publizierten Daten von ADP lassen jedoch auf eine wieder schwächere Dynamik am US-Jobmarkt schliessen.

Blick auf den US-Arbeitsmarkt

An der Wall Street setzten sich am Donnerstag die Optimisten durch und sorgten für eine Erholung von den Verlusten der letzten Tage. Ein Grund könnte sein, dass Marktteilnehmer aufgrund der jüngsten Daten von ADP ein schwächeres Beschäftigungswachstum in den USA erwarten. Dies könnte die US-Notenbank etwas weniger «aggressiv» agieren lassen, respektive das Fed könnte den Leitzins eventuell in kleineren Schritten anheben. Der offizielle Arbeitsmarktbericht wird heute Nachmittag um 14:30 Uhr (MEZ) diesbezüglich für mehr Klarheit sorgen. Einen weiteren positiven Impuls lieferte der Rückgang der Erdölpreise nachdem die Opec+ gewillt ist, ihre Fördermenge deutlich zu erhöhen. Der Dow Jones Industrial schloss +1.33% höher bei 33'248.28 Punkten und der marktbreite S&P 500 legte noch kräftiger um +1.84% auf 4'176.82 Zähler zu. Am stärksten war die kurzfristige Erholung an der Technologiebörse Nasdaq, wo die Indizes einen Tagesgewinn von rund +2.75% einfuhren.

In Asien vermochten die meisten Aktienindizes von den positiven Vorgaben aus Übersee zu profitieren. In Tokio gewinnt der Nikkei 225 rund +1.2%. In Hongkong und Shanghai wurde aufgrund eines Feiertages nicht gehandelt und in London bleibt die Börse heute ebenfalls geschlossen.

US-Jobmarkt hat laut ADP etwas an Dynamik eingebüsst

Der Bericht des US-Arbeitsmarktdienstleister ADP zeigte ein schwächeres Stellenwachstum in der amerikanischen Privatwirtschaft. Im Mai entstanden +128'000 neue Jobs, deutlich weniger als erwartet. Analysten hatten eine Zunahme um 300’000 neue Stellen prognostiziert. Mit Spannung wird heute der offizielle Arbeitsmarktbericht aus Washington erwartet. Der Marktkonsens geht ebenfalls von einer gewissen Entschleunigung, respektive weniger geschaffenen Jobs in der Gesamtwirtschaft aus. Prognostiziert werden im Mai 325'000 Non-Farm-Payrolls verglichen mit +425'000 im April.

Teuerungsdruck auf Erzeugerebene im Euroraum verstärkt sich weiter

In der Eurozone steigen die Erzeugerpreise weiter im Rekordtempo. Auf Jahressicht erhöhten sich die Produzentenpreise im April um +37.2% – die höchste Steigerungsrate seit Einführung des Euro 1999. Für Energie mussten die Hersteller von Gütern knapp 100% mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Auch die Preise für Vorleistungsgüter legten weiter stark um +25% zu. Hintergrund sind auch nach wie vor die Probleme in den globalen Lieferketten sowie die geopolitischen Unsicherheiten. Die Entwicklung der Erzeugerpreise schlägt mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise durch.

China in Sachen Patenten auf der Überholspur

Einem Bericht des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) zufolge hat China im letzten Jahr in wichtigen Technologiebereichen die Zahl der Patentanmeldungen deutlich gesteigert und die USA überholt. Den Zahlen zufolge wurden in der Volksrepublik im Jahr 2021 4'308 Patente in der digitalen Kommunikationstechnik angemeldet, knapp +7% mehr als ein Jahr zuvor, während es in den USA 4'115 waren (-2.4%). Führend ist dabei der chinesische Mobilfunk- und Netzwerktechnikkonzern Huawei. In der audiovisuellen Technik nahmen die Patentanmeldungen aus China um +42% auf 1’055 zu, während amerikanische Firmen 1'234 Patente angemeldet haben (+10%). In der Computertechnik blieben die USA mit 5'943 Patentanmeldungen weiterhin führend – China kommt hier auf 2'017. Im Bereich Halbleiter und Chips ist nach wie vor Japan führend mit 1'020 Patentanmeldungen, gefolgt von den USA (884), Südkorea (820) und Taiwan (695).

Wirtschaftskalender 3. Juni 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Exporte (April, M/M) -3.3%
08:00 DE Importe (April, M/M) +3.4%
09:15 ESP Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Mai) 57.1
09:45 IT Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Mai) 54.5
09:50 FR Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Mai) 57.1
09:55 DE Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Mai) 54.6
10:00 EZ Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Mai) 54.9
11:00 EZ Einzelhandelsumsätze (April, M/M) -0.4%
14:30 USA Arbeitslosenrate (Mai) 3.6%
14:30 USA Beschäftigung (ex-Agrar, Mai) +428'000
14:30 USA Durchschnittliche Stundenlöhne (Mai, M/M) +0.3%
15:45 USA Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Mai) 53.8
16:00 USA ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister (Mai) 57.1

Unternehmenskalender 3. Juni

Land Unternehmen Periode
USA Amazon Aktiensplit (20:1)

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.