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LGT Navigator: Börsen im eisigen Gegenwind

25. Januar 2022

Die stärker werdende Angst vor einer Eskalation und kriegerischen Auseinandersetzung im Ukraine-Konflikt sowie die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) liessen die Aktienkurse zu Wochenbeginn weltweit einbrechen. Den Börsen weht ein eisiger Wind entgegen und die Anlegerstimmung ist durch die sich verschärfenden Unsicherheitsfaktoren spürbar angeschlagen.

Börsen im eisigen Gegenwind

Nachdem der Wochenstart an Europas Aktienmärkten bereits tiefrote Aktienkurse zeigte - der EuroStoxx 50 verlor gut vier Prozent –, setzte sich der negative Trend gestern auch an der Wall Street zunächst fort und der Dow fiel um mehr als drei Prozent. Dann drehten die Indizes in New York aber im späten Handel noch knapp ins Plus. Einerseits traten Schnäppchenjäger auf das Börsenparkett, und andererseits sorgte die Ankündigung von direkten Gesprächen zwischen der Ukraine und Russland in Paris zur Lösung des Ukraine-Konflikts für Hoffnungen. Neben dem anstehenden geldpolitischen Richtungsentscheid der US-Zentralbank am Mittwochabend und dem schwelenden Konflikt zwischen dem Westen und Russland prägt auch die laufende Unternehmensberichtssaison das Börsenbild. Nach einem enttäuschenden Auftakt zur «Earnings Season» steht heute insbesondere das Quartalsergebnis des Softwarekonzerns Microsoft im Mittelpunkt.

Asiens Aktienmärkte standen ebenfalls in eisigem Gegenwind. In Tokio und in Hongkong verlieren die Indizes heute gut eineinhalb Prozent. Die Aktien in Festland-China fielen ebenfalls vor dem bevorstehenden chinesischen Neujahrsfest. In Shanghai verliert der Composite Index gut ein Prozent. Für Aufsehen sorgte eine überraschende Zinserhöhung der Zentralbank von Singapur. Erstmals seit sieben Jahren hat die Notenbank des Stadtstaats ihre geldpolitischen Zügel gestrafft, um dem steigenden Inflationsdruck entgegenzuwirken.

Ukraine-Konflikt spitzt sich weiter zu

Das westliche Militärbündnis NATO hat Überlegungen der USA zu einer Truppenaufstockung in Bündnisstaaten in Osteuropa bestätigt. Als Reaktion auf den russischen Truppenaufmarsch an den Grenzen zur Ukraine werden auch andere Alliierte wie Frankreich, Spanien, die Niederlande oder Dänemark ihre Präsenz verstärken, erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Die New York Times hatte zuvor berichtet, dass US-Präsident Joe Biden die Entsendung von bis zu 5’000 US-Soldaten sowie von Kriegsschiffen und Flugzeugen erwägt.

Omikron trübt Geschäftsklima auf beiden Seiten des Atlantiks

Neuste Umfragewerte der Londoner Marktforschungsfirma IHS Markit bestätigten, dass sich die Einschätzung der befragten Unternehmen im Dienstleistungs- und Industriesektor der Eurozone wie auch in Grossbritannien und den USA zu Jahresbeginn verschlechtert hat. Der Sammelindex (PMI Composite) für die US-Privatwirtschaft brach im Januar von 57.0 Punkten im Vormonat auf 50.8 Zähler ein und notiert damit nur noch knapp über der 50er Wachstumsschwelle. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten und der PMI für die Dienstleistungsbranche gab von 57.6 auf 50.9 ebenfalls deutlich nach und notiert nun auf dem niedrigsten Niveau seit eineinhalb Jahren. Laut IHS Markit bremst die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante vor allem den Dienstleistungssektor aus. Besonders betroffen sind Tourismus, Reisen und Freizeit. In der Industrie hat sich unterdessen die Situation wieder etwas verbessert. Positiv sei, dass sich die Lieferengpässe und der Kostendruck in der Industrie abgeschwächt habe, erklärte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Auch in der Eurozone signalisierte der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex eine Eintrübung des Geschäftsklimas. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 53.3 auf 52.4 Punkte (Konsens 52.6) den zweiten Monat in Folge und gab damit auf den tiefsten Stand seit knapp einem Jahr.

Ein ähnliches Bild zeigte sich in Grossbritannien. Der britische Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft gab im Januar um 0.2 auf 53.4 Punkte nach. Auch hier war es der Dienstleistungssektor, der unter den Pandemie-bedingten Unsicherheiten leidet.

  

Wirtschaftskalender 25. Januar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 DE Ifo Geschäftsklima (Januar) 94.7
15:00 USA S&P/CaseShiller Häuserpreise 20 Grossstädte (November, J/J) +18.4%
16:00 USA Verbrauchervertrauen (Januar) 115.8

 

Unternehmenskalender 25. Januar

Land Unternehmen Periode
KOR Hyundai Motor Q4
CH Logitech Q3
FR Remy Cointreau Q3 Umsatz
SWE Ericsson Jahreszahlen
USA Microsoft Q4
USA Johnson & Johnson Q4
USA Texas Instruments Q4
USA Visa Q4
USA Verizon Communications Q4
USA American Express Q4
USA 3M Q4

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.