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LGT Navigator: Boom am US-Arbeitsmarkt befeuert Börsenrally

9. August 2021

Der amerikanische Arbeitsmarktbericht ist im Juli besser als erwartet ausgefallen. In den Fokus rückt nun das Wirtschaftssymposium in Jackson Hole Ende August: Anleger erhoffen sich dann Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. In China kühlt sich die Wirtschaftsdynamik ab, wie die aktuellen Exportzahlen zeigen.

Jobs

Der starke US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hat der Wall Street neue Rekordwerte beschert. Der S&P 500 gewann +0.2% auf 4436.52 Punkte und der Dow Jones Industrial avancierte +0.4% auf 35'208.51 Zähler. Abwärts ging es dagegen für den Nasdaq Composite, der -0.4% verlor und bei 14’835.76 Punkten schloss.

Die asiatischen Börsen starten am Montag mit Gewinnen in die neue Woche. In Tokio gewinnt der Nikkei +0.3% und in Hongkong klettert der Hang Seng +0.6%. Der Shanghai Composite notiert +1% fester.

Chinesische Wirtschaftsdynamik kühlt sich ab

Die Konjunkturdynamik in China schwächt sich erneut ab, wie aktuelle Daten zeigen. Zwar sind die Exporte im Juli im Vorjahresvergleich mit +19.3% stark gewachsen, doch Analysten hatten einen noch grösseren Zuwachs erwartet. Zudem hat die Dynamik deutlich abgenommen, denn im Juni waren die Ausfuhren um +32.2% gestiegen. Auch die Importe blieben im Juli mit +28.1% hinter den Erwartungen zurück (Juni: +36.7%). Unterstützend für die Exporte wirkt nach wie vor die steigende Nachfrage aus den Industrieländern. Dagegen bremsen höhere Rohstoff- und Frachtkosten sowie logistische Probleme den Aussenhandel. Zu Beginn des Monats hat bereits der Caixin-Einkaufsmanagerindex signalisiert, dass sich das Wirtschaftswachstum abschwächt. China kämpft derzeit gegen die erneute Ausbreitung des Coronavirus. Die Behörden haben daher lokale Lockdowns verhängt und Reisebeschränkungen beschlossen.

Aufschwung am US-Arbeitsmarkt

Der amerikanische Arbeitsmarkt ist in glänzender Verfassung. Das zeigte am Freitag der Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli, den das Statistikamt BLS publizierte. Demnach hat die US-Wirtschaft +943'000 neue Stellen geschaffen, das ist der grösste Zuwachs seit August 2020. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von +860'000 gerechnet. Zudem sind im Mai und Juni +119'000 Arbeitsplätze mehr entstanden, als bislang angenommen. Insbesondere die Freizeitbranche und das Gastgewerbe haben im Juli neue Mitarbeiter angestellt, nachdem Hotels und Restaurants ihre Betriebe wieder öffnen konnten (+380'000). Die Arbeitslosenrate, die in einer separaten Studie erhoben wird, ist von 5.9% im Juni auf 5.4% gesunken und notiert damit auf dem niedrigsten Stand seit März 2020. Im April 2020 war die Quote auf 14.8% gestiegen, nachdem strenge Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das wirtschaftliche Leben stillgelegt hatten. Die Arbeitnehmer können sich zudem über höhere Löhne freuen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind gegenüber dem Vormonat um +0.4% gestiegen, im Vorjahresvergleich ergibt sich ein Plus von +4%.

Die grosse Frage wird nun sein, wie die US-Notenbank die jüngsten Arbeitsmarktdaten bewertet. Sie hat an der Zinssitzung vergangene Woche erklärt, die Erholung der US-Wirtschaft sei auf gutem Weg. Fed-Chef Jerome Powell betonte aber auch, er wolle noch weitere gute Zahlen vom Jobmarkt sehen, bevor ein geldpolitischer Kurswechsel zur Debatte stehe. Ins Zentrum rückt nun das Symposium in Jackson Hole, an dem sich die Wirtschaftselite treffen wird und das vom 26. bis 28. August stattfinden wird. Nachdem das Treffen im vergangenen Jahr virtuell durchgeführt wurde, soll es in diesem Jahr in kleinerem Rahmen wieder vor den Kulissen der Rocky Mountains stattfinden. Bereits in der Vergangenheit haben US-Notenbanker die Plattform genutzt, um Änderungen in der Geldpolitik anzukündigen.

Industrieproduktion Deutschland sinkt

Die Industrieproduktion in Deutschland ist im Juni überraschend gesunken. So wurden verglichen zum Vormonat -1.3% weniger Waren produziert, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das, nachdem bereits im Mai ein Rückgang von -0.8% resultierte. Analysten hatten dagegen mit einer Erholung der Produktion gerechnet. Auch im Jahresvergleich fielen die Zahlen enttäuschend aus. Zwar steigerte die Industrie die Leistung um +5.1%, doch Ökonomen hatten im Schnitt ein Plus von +7.9% prognostiziert. 

 

 

Wirtschaftskalender 9. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
03:30 China Verbraucherpreisindex (M/M, Juli) -0.4%
07:45 CH Arbeitslosenquote (Juli) 2.8%

 

Unternehmenskalender 9. August

Land Unternehmen Periode
USA Barrick Gold Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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