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LGT Navigator: Defensive Haltung vor richtungsweisenden Zentralbankenentscheiden

20. September 2022

Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Mitte dieser Woche und weiteren geldpolitischen Richtungsentscheiden im Laufe der Woche – beispielsweise der Bank of England und der Bank of Japan oder der Schweizerischen Nationalbank – blieben die Kapitalmärkte grösstenteils in Wartestellung. Angesichts der resistenter als erwarteten Inflation ist der Druck auf die Zentralbanken gestiegen. An den Aktienmärkten scheint der nächste Zinsschritt des Fed mit 75 Basispunkten nun aber eingepreist und so konnten sich die Indizes an der Wall Street und an Asiens Aktienbörsen vom jüngst vorherrschenden Abwärtsdruck lösen. Die Stimmung dürfte aber dennoch defensiv geprägt bleiben und eine noch kräftigere Zinserhöhung ist nicht auszuschliessen.

Defensive Haltung vor richtungsweisenden Zentralbankenentscheiden

Der Dow Jones Industrial schloss gestern +0.64% höher bei 31'019.68 Punkten, knapp unter dem Tageshoch, und der breite S&P 500 ging bei 3'899.89 Zählern (+0.69%) aus dem Handel. An der Nasdaq verbuchten die Indizes ein Plus von rund +0.8%. Am Anleihenmarkt kletterte die richtungsweisende Rendite für zehnjährige Treasuries zeitweise erstmals seit 2011 über 3.5%.

Im asiatisch-pazifischen Raum legten die Aktienindizes am Dienstag mehrheitlich zu. In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index nach der Feiertagspause am Montag um knapp +0.5%. Der Hang-Seng-Index in Hongkong legt um +1.3% zu und der Hang-Seng-Tech-Index stieg gar um +2.5%. Auf dem chinesischen Festland gewannen der Shanghai Composite +0.5% und der Shenzhen Component +0.9%. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum stieg heute um rund +1.1%.

Auch in Japan zieht Inflation kräftig an – Bank of Japan gefordert

Wie heute Morgen berichtet, kletterte die Kerninflation in Japan im August auf Jahressicht um +2.8% – die stärkste Steigerungsrate seit Ende 2014. Analysten hatten mit einem Anstieg von +2.7% gerechnet und im Juli waren die Verbraucherpreise, ohne Berücksichtigung von Energie- und Lebensmittelpreisen, im Jahresvergleich um +2.4 gestiegen. Die verstärkte Inflation bestärkte die Vermutung, dass der Preisdruck länger anhalten wird und die Bank of Japan schon bald Gegensteuer geben muss. 

Stimmung auf dem US-Immobilienmarkt stärker als erwartet eingetrübt

Der monatlich publizierte NAHB-Hausmarktindex deutete mit einem erneuten Rückgang um drei auf 46 Punkte – der tiefste Stand seit Mai 2020 – eine weitere Stimmungseintrübung auf dem amerikanischen Häusermarkt an. Damit hat sich die Lage am Immobilienmarkt bereits den neunten Monat in Folge verschlechtert, was die längste Serie seit 1985 darstellt. Die Rezession beim Wohnungsbau zeige keine Anzeichen für ein Abklingen, da Bauherren weiter mit erhöhten Baukosten und einer aggressiven Geldpolitik zu kämpfen hätten, kommentierte die «National Association of Home Builders».

Bundesbank erwartet zweistellige Inflationsrate und eine Rezession

Nach Einschätzung der deutschen Bundesbank muss in Deutschland in den nächsten Monaten mit einer anhaltend hohen Inflation gerechnet werden. Dabei dürfte die Teuerungsrate der Verbraucherpreise noch weiter steigen und den zweistelligen Bereich erreichen. Im August betrug die Inflationsrate in Deutschland +7.9%. Gleichzeitig warnt die Notenbank, dass sich für Europas grösste Volkswirtschaft die Anzeichen für eine Rezession verstärken und von «einem breiten und länger anhaltenden Rückgang der Wirtschaftsleistung» ausgegangen werden müsse. In erster Linie seien dies die Folgen des Ukraine-Kriegs und der dadurch drohenden Energiekrise, betonte die Bundesbank in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht.

  

Wirtschaftskalender 20. September

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Erzeugerpreise (August, J/J) +37.2%
09:00 CH Seco Konjunkturprognosen
14:30 USA Baustarts (August, M/M) -9.6%
14:30 USA Baugenehmigungen (August, M/M) -0.6%
19:00 EZ EZB Präsidentin Lagarde spricht

 

Unternehmenskalender 20. September

Land Unternehmen Periode
DE Henkel Kapitalmarkttag
GB Kingfisher H1

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

Risikohinweis (Disclaimer)
Bei dieser Publikation handelt es sich um eine Werbeunterlage/Marketingmitteilung. Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertenstellung und kein öffentliches Inserat und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Diese Publikation ist nur für den Empfänger bestimmt und darf weder in elektronischer noch in anderer Form an Dritte weitergeleitet, vervielfältigt oder veröffentlicht werden. Der Inhalt dieser Publikation ist von Mitarbeitenden der LGT verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen sind daher nicht so zu interpretieren, dass sich seit ihrer Publikation die Verhältnisse nicht geändert haben oder die Informationen immer noch aktuell seien. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheidungen getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher kein zuverlässiger Indikator für eine positive Performance in der Zukunft. Das Risiko von Kurs- und Fremdwährungsverlusten aufgrund einer für den Anleger ungünstige Wechselkursentwicklung kann nicht ausgeschlossen werden. Es besteht die Gefahr, dass die Anleger nicht den vollen Betrag zurückerhalten, den sie ursprünglich investiert haben. Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Im Falle von Simulationen wird darauf hingewiesen, dass sich die Zahlenangaben auf eine simulierte frühere Wertentwicklung beziehen und dass die frühere Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse ist.

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.