Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Delta-Variante dämpft an und für sich solide Börsenstimmung

29. Juni 2021

Während derzeit der Konjunkturoptimismus die Inflationssorgen der Anleger zu übertreffen scheint, schleicht sich nun zunehmend wieder die Angst vor steigenden Corona-Infektionszahlen ein. Trotz Fortschritten bei der Impfkampagne sorgt die die Delta-Variante weltweit für Besorgnis. Die Aussicht auf eine mittelfristig anhaltende expansive Geldpolitik und weitere Unterstützung durch das US-Infrastrukturpaket sorgen aber dennoch für eine weiterhin positive Grundstimmung an den Aktienbörsen. Positiv dürften auch die Dividendenerhöhungen der grossen US-Banken aufgenommen werden.

Delta-Variante dämpft an und für sich solide Börsenstimmung

Abgesehen vom Dow Jones Industrial setzten am Montag die US-Aktienindizes ihren Rekordlauf fort. Der breite S&P 500 schloss +0.23% höher bei 4'290.61 Punkten und an der Nasdaq legten die Indizes gar um gut ein Prozent zu und erreichten neue Rekordmarken: Der Nasdaq 100 ging zum Wochenauftakt mit einem Gewinn von +1.25% bei 14'524.98 Zähler aus dem Tagesgeschäft. Der Dow gab hingegen um -0.44% auf 34'283.27 Punkte nach. In Asien dämpften die Pandemiesorgen vor dem Hintergrund der sich weltweit ausbreitenden Delta-Variante die Investorenstimmung und die meisten Aktienindizes notieren leichte Verluste. In Tokio verbucht der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Minus von knapp einem Prozent.

Führende Wall Street-Banken wollen Dividenden aufstocken

Die grössten US-Banken wollen nach bestandenen Stresstests die Ausschüttungen an ihre Aktionäre erhöhen. JPMorgan kündigte an, die Dividende im dritten Quartal von 90 Cent auf einen US-Dollar anzuheben und Morgan Stanley will die Quartalsdividende auf 70 Cent verdoppeln. Bank of America plant ebenfalls, die Dividende um 17% aufzustocken und Goldman Sachs will nun anstatt USD 1.25 neu USD 2 Dividende je Aktie ausbezahlen. Die US-Notenbank hatte letzte Woche ihre Beschränkungen der Aktienrückkäufe und Dividenden aufgehoben, da dies angesichts der robusten finanziellen Lage der Banken nicht mehr nötig sei.

Bundesbankchef Weidmann warnt vor überzogenen Inflationssorgen

Jens Weidmann, Präsident der deutschen Bundesbank, anerkennt zwar die Gefahr, dass mit der wirtschaftlichen Erholung das Inflationsrisiko steigt, warnt aber vor übertriebener Inflationsangst. Vorübergehend könnte die Verbraucherpreisteuerung in Deutschland gemäss Schätzungen der Bundesbank vor allem aufgrund gestiegener Energiepreise auf rund 4% ansteigen. Zuletzt erreichte die Inflationsrate im Mai mit +2.5% bereits den höchsten Stand seit knapp zehn Jahren. Nachholeffekte nach einer Lockerung der Corona-Einschränkungen dürften zwar für eine stärkere Konsumnachfrage sorgen, jedoch nur temporär. Für eine effektiv nachhaltig höhere Inflationsrate wären laut Weidmann Zweitrundeneffekte entscheidend, wie ein deutlich kräftigeres Lohnwachstum oder spürbar gestiegene Inflationserwartungen. Dies zeichne sich jedoch derzeit nicht ab, meinte der Bundesbankchef. Längerfristig geht die Bundesbank denn auch von einer Teuerungsrate um die 2% aus.

Russlands Zentralbank stellt weitere Zinserhöhung in Aussicht

Die russische Notenbank will mit weiteren Zinsschritten gegen die steigende Inflation ankämpfen. Notenbankchefin Elwira Nabiullina verwies auf die deutlich beschleunigte Teuerung – die Inflationsrate beträgt aktuell gut 6% – was in den kommenden Monaten wohl weitere Zinsstraffungen notwendig mache. Im laufenden Jahr hat Russlands Zentralbank ihren Leitzins bereits mehrfach angehoben, um den Anstieg der Lebenshaltungskosten und die schwache Heimwährung in den Griff zu bekommen. Derzeit notiert der Leitzins bei 5.5%.

G20 beraten über Pandemiebekämpfung und Klimaschutz

In Vorbereitung des grossen G20-Gipfels in Rom Ende Oktober, treffen sich heute die Aussenminister der G20-Staaten, um insbesondere über das weitere Vorgehen in der Pandemiebekämpfung und im Klimaschutz zu beraten. Angestrebt wird eine engere globale Kooperation, eine verbesserte Vorbereitung auf zukünftige Pandemiefälle und eine schnelle Wiederbelebung der Weltwirtschaft.

Wirtschaftskalender 29. Juni 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
01:50 JP Einzelhandelsumsätze (J/J, Mai) +11.9%
08:45 FR Konsumentenvertrauen (Juni) 94.0
09:00 SP Verbraucherpreise (Juni, J/J) +2.4%
11:00 EZ Wirtschaftsstimmung (Juni) 114.5
14:00 DE Verbraucherpreisindex (Juni, J/J) +2.4%
15:00 USA S&P/Case-Shiller Hauspreise 20 grössten Städte (J/J, April) +13.3%
16:00 USA Verbrauchervertrauen (Juni) 117.2

 

Unternehmenskalender 30. Juni

Land Unternehmen Periode
USA Micron Technology Q3

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.