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LGT Navigator: Erholung am US-Arbeitsmarkt stärkt Zuversicht der Anleger

5. Juli 2021

Ein stärker als erwartetes Beschäftigungswachstum in den USA führte die US-Aktienindizes vor dem feiertagsbedingten verlängerten Wochenende zu neuen Rekordwerten, liefert der US-Notenbank aber keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Ohne Impulse von der Wall Street dürfte der Wochenstart in Europa verhalten ausfallen. Mit Spannung werden derzeit die stockenden Verhandlungen der Opec+ zur künftigen Ölförderstrategie verfolgt.

Erholung am US-Arbeitsmarkt stärkt Zuversicht der Anleger

An der New Yorker Börse erreichten die Indizes angesichts positiver Arbeitsmarktdaten am Freitag neue Höchststände. Der S&P 500 schloss +0.71% höher bei 4'352.34 Punkten und erzielte damit im Wochenverlauf ein Plus von +1.7%. Der Dow Jones Industrial hinkte leicht hinterher und beendete die letzte Woche mit einem Tagesgewinn von +0.44% bei 34'786.35 Zählern. Die vergangene Woche brachte dem Dow damit ein Plus von rund einem Prozent. An der Technologiebörse Nasdaq erreichte der Auswahlindex Nasdaq 100 ein Tagesplus von +1.15% und im Wochenverlauf einen soliden Gewinn von +2.7%. Da in den USA heute im Anschluss an den gestrigen Nationalfeiertag die Kapitalmärkte geschlossen bleiben, dürften Europas Börsen zum Wochenbeginn eher verhalten starten.

Opec+ setzen Gespräche über Förderstrategie fort

Das Erdölkartell Opec und seine Partnerländer (Opec+) werden heute die Gespräche über die ab August geltenden Förderquoten fortsetzen. Die Verhandlungen waren am Freitag vertagt worden, nachdem es Differenzen darüber gab, welches Land künftig wie viel fördern darf. Grundsätzlich will das Kartell angesichts des erwarteten Wirtschaftsaufschwungs seine Produktion von August bis Jahresende stufenweise anheben. Im Mittelpunkt der Gespräche steht vor allem ein Streit zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Während die Emirate die Förderung kräftig anheben wollen, sind die Saudis zurückhaltender.  

Fortgesetzter Erholungstrend am US-Arbeitsmarkt

In den USA wurden im Juni mehr neue Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Dem am Freitag publizierten Bericht zufolge kamen 850'000 neue Jobs hinzu. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs von 720’000 Stellen prognostiziert. Mehr Jobs wurden vor allem im Freizeit- und Gastgewerbe, im Einzelhandel oder auch im Erziehungswesen besetzt. Die in einer separaten Umfrage erfasste Arbeitslosenquote kletterte hingegen im Juni auf 5.9% von 5.8% im Monat zuvor. Ökonomen hatten eigentlich mit einem Rückgang auf 5.6% gerechnet. Insgesamt scheint sich die amerikanische Wirtschaft und auch der Arbeitsmarkt weiter von dem pandemiebedingten Einbruch zu erholen. Die US-Notenbank steht aber nicht unter unmittelbaren Handlungsbedarf, da weiterhin viele Millionen Arbeitsplätze seit Beginn der Coronakrise fehlen.

IWF sieht baldige Fed-Wende

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die amerikanische Notenbank (Fed) bereits Mitte 2022 damit beginnen wird, ihre Wertpapierkäufe zu reduzieren. Hintergrund sei die anhaltende Konjunkturerholung, Unsicherheiten im Inflationsausblick und die Erwartung zusätzlicher fiskalischer Unterstützung, die eine Anpassung der Geldpolitik rechtfertigten. Bereits Ende 2022 oder anfangs 2023 werde das Fed dem IWF zufolge mit hoher Wahrscheinlichkeit die Leitzinsen erhöhen. Angesichts dieser Annahmen korrigierte der Währungsfonds seine Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft. Im laufenden Jahr wird nun mit einer annualisierten BIP-Rate von +7.0% (bisher +6.4%) gerechnet. Für das nächste Jahr stellt der IWF ein Wachstum von +4.9% (bisher +3.5% in Aussicht. In der Folge werde die Arbeitslosenrate im Jahr 2021 auf 4.4% (von aktuell 5.8%, was auch der bisherigen Prognose entsprach) und im Jahr 2022 auf 3.1% (bisher 4.2%) zurückgehen.

Rekordpreisauftrieb auf Herstellerebene im Euroraum

Die Erzeugerpreise in der Eurozone sind im Mai auf Jahressicht um +9.6% gestiegen und verzeichneten damit den stärksten Anstieg seit Beginn der Währungsunion 1999. Im April hatte die Teuerungsrate der Produzentenpreise +7.6% betragen. Die Preisentwicklung bleibt gezeichnet von Produktionsengpässen und Lieferschwierigkeiten im globalen Handel.

Wirtschaftskalender 5. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 USA Nationalfeiertag (Independence Day, 4th of July)
08:45 FR Industrieproduktion (Mai, M/M) -0.1%
09:15 SP IHS Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleister (Juni) 59.4
09:45 IT IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Juni) 55.7
09:50 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Juni) 57.1
09:55 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Juni) 56.2
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Juni) 57.1
10:30 EZ Sentix-Konjunkturausblick Investoren 28.1
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Juni) 62.9

 

Unternehmenskalender 5. Juli

Land Unternehmen Periode
SP Repsol Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.