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LGT Navigator: Erholungsrally auf dünnem Eis

8. Dezember 2021

Die Erholung an den Aktienmärkten setzte sich fort, angetrieben von einer optimistischen Einschätzung hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der Virusvariante Omikron. Die damit erhöhte Risikobereitschaft der Anleger sorgte insbesondere bei den zuletzt schwächeren Technologieaktien für eine Rally. In Asien liess die Dynamik jedoch bereits wieder nach, denn die Datenlage in Bezug auf Omikron ist noch äusserst dünn, und so könnte sich die Börsenstimmung auch schnell wieder drehen. Im Auge behalten müssen Investoren nach wie vor auch den hoch verschuldeten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande.

Erholungsrally auf dünnem Eis

An den asiatischen Aktienbörsen setzte sich zur Wochenmitte die Erholungsrally zunächst noch fort, jedoch liess der Schwung bereits wieder spürbar nach. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei Index knapp +1.5% höher und auch in Shanghai legte der Composite Index um gut +1% zu. In Hongkong hingegen notiert der Hang Seng Index praktisch unverändert zum Vortag. An der Wall Street glänzten am Dienstag vor allem die Technologiewerte und die Aktie von Apple erreichte beispielsweise ein neues Rekordhoch. An der Tech-Börse Nasdaq legten die Indizes um rund +3% zu. Auch bei den Standardwerten ging es weiter bergauf, jedoch legte der Dow Jones Industrial weniger stark um +1.4% auf 35'719.43 Punkte zu und der breite S&P 500 stieg um +2.07% auf 4'686.75 Zähler.

Japans Wirtschaft schrumpft im Q3 stärker als erwartet

Die japanische Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal aufgrund eines schwachen Privatkonsums und einer geringeren Nachfrage im In- und Ausland stärker als bislang angenommen zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorquartal sank das weltweit drittgrösste Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr hochgerechnet um -3.6% (erste Schätzung -3%). Ohne Annualisierung sank das BIP im Quartalsvergleich um -0.9%.

Produktivitätseinbruch in der US-Wirtschaft im dritten Quartal

Die Produktivität, also das Verhältnis von Produktion und Arbeitszeit, ist in den USA im dritten Quartal stark zurückgegangen. Auf das Jahr hochgerechnet wurde ein Rückgang um -5.2% gemessen – der stärkste Einbruch seit 1960! Die Lohnstückkosten stiegen währenddessen auf das Jahr hochgerechnet um +9.6%.

Verschärfte Coronalage trübt Konjunkturerwartungen deutscher Anleger

Die monatlich vom Mannheimer Zentrum für Wirtschaftsforschung befragten Anleger zeigten sich im Dezember pessimistischer als im Monat zuvor. Der Erwartungsindikator fiel gegenüber dem Vormonat zwar weniger stark als von Analysten befürchtet, um 1.8 auf plus 29.9 Punkte (Konsens plus 25.4), jedoch verschlechterte sich die Beurteilung der aktuellen Konjunkturlage deutlich stärker als erwartet um knapp 20 auf minus 7.4 Punkte, womit der Index für die Lageeinschätzung erstmals seit Juni wieder im negativen Bereich notiert. ZEW-Präsident Achim Wambach kommentierte, dass die deutsche Wirtschaft spürbar unter den neuen Entwicklungen der Corona-Pandemie leide und die anhaltenden Lieferengpässe die Produktion und den Einzelhandel belasten. Stark zurückgegangen sind aber laut ZEW auch die Inflationserwartungen. Die befragten Investoren würden inzwischen von einem Rückgang der Inflationsrate auf Sicht von sechs Monaten ausgehen.

EZB sollte Türe für eine Zinserhöhung vor dem Ende ihrer Nettoanleihekäufe offenhalten

Österreichs Notenbankchef und EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann plädiert dafür, dass die Europäische Zentralbank eine Zinserhöhung nicht mit dem Anleihekaufprogramm verknüpfen sollte, respektive sich die Option einer Zinserhöhung vor dem Ende ihrer Nettoanleihekäufe offenhält. Im Handelsblatt meinte Holzmann: «Bei einer höheren Inflation könne es in bestimmten Situationen sinnvoll sein, die Zinsen schon zu erhöhen, aber den Märkten über die Anleihekäufe weiterhin Liquidität zur Verfügung zu stellen».

Wirtschaftskalender 8. Dezember

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:50 JP BIP Q3 (Q/Q) -0.8%
16:00 KAN Bank of Canada Zinsentscheid +0.25%

 

Unternehmenskalender 10. Dezember

Land Unternehmen Periode
DE Daimler Truck Erstnotiz
GB Anglo American Investor Update

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.