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LGT Navigator: Fed bekräftigt Aussicht auf unmittelbar bevorstehende Zinswende

17. Februar 2022

Die amerikanische Notenbank (Fed) machte in dem gestern Abend veröffentlichten Protokoll (FOMC Minutes) des letzten geldpolitischen Entscheids vom 26. Januar nochmals deutlich, dass mit einer Zinswende bei der nächsten Sitzung im März gerechnet werden muss. An den Kapitalmärkten wird derzeit mit bis zu sieben Zinserhöhung im Laufe dieses Jahres gerechnet.

Fed bekräftigt Aussicht auf unmittelbar bevorstehende Zinswende

Die US-Zentralbank wird an ihrer nächsten geldpolitischen Weichenstellung am 16. März den Leitzins erstmals wieder anheben und damit die Zinswende nach der Coronakrise in den USA einleiten. Das Protokoll des letzten Zinsentscheids betonte: Es sei angebracht, den an der Nulllinie liegenden Leitzins anzuheben. Das Fed verwies dabei auf die hohe Inflation sowie den robusten Arbeitsmarkt und künftige Inflationsrisiken. Die Unsicherheit über die Inflationsentwicklung sei generell hoch und die Inflationsrisiken deuteten klar nach oben, bekräftigte die Zentralbank. Desweiteren sieht das Fed eine Reduzierung der Bilanzsumme – derzeit rund USD 9 Billionen – als gerechtfertigt.

An der Wall Street sorgte das Notenbank-Protokoll nicht mehr für eine grosse Überraschung und die Aktienindizes konnten ihre anfänglichen Verluste bis zum Schluss fast wieder wettmachen. Der Dow Jones Industrial beendete den Mittwochshandel -0.16% tiefer bei 34'934.27 Punkten und der S&P 500 schloss bei 4'475.01 Zählern, +0.09% höher. Auch an der Technologiebörse Nasdaq wurden gestern keine grossen Sprünge beobachtet.

Münchner Sicherheitskonferenz im Bann des Ukraine-Konflikts

Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz wollen sich Aussenminister der G7-Länder über das Wochenende neu über die Lage in der Ukraine und die Konfrontation mit Russland beraten. Unter der Führung des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz wird neben US-Vizepräsidentin Kamala Harris auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen. Russland bleibt dem Treffen zur Sicherheitspolitik aber erstmals seit vielen Jahren fern.

Das Weisse Haus sieht unterdessen weiterhin keine Anzeichen eines Rückzugs russischer Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine. Dies nachdem Moskau zuvor angekündigt hatte, nach den Manövern seine Truppen von der ukrainischen Grenze wieder abzuziehen. «Was Russland sagt, ist das eine. Was Russland tut, ist das andere», meinte US-Aussenminister Antony Blinken. Die NATO bleibt ebenfalls skeptisch und warnte, dass Russland seinen Truppenaufmarsch im Grenzgebiet entgegen der Ankündigung fortsetze.

US-Retailer mit starkem Jahresbeginn

Nach einem äusserst schwachen Vormonat haben sich die Einzelhandelsumsätze in den USA zu Jahresbeginn stärker als erwartet erholt. Waren die Retail Sales im Dezember um revidiert -2.5% eingebrochen (erste Schätzung -1.9%), verbuchte die Branche m Januar ein Umsatzwachstum von +3.8%. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs um +2.0% erwartet.

Inflation in Grossbritannien auf 30-Jahrehoch

Die britischen Verbraucherpreise sind im Januar um +5.5% gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen, womit die Teuerung den höchsten Stand seit März 1992 erreichte. Ökonomen hatten mit einer etwas tieferen Inflationsrate von +5.4% gerechnet. Die Kernrate, also ohne die stark gestiegenen Energiepreise, belief sich auf +4.4% verglichen mit +4.2% im Dezember. Nach dem vierten Anstieg der Jahresteuerung in Folge dürfte die Bank of England weiterhin unter Druck stehen ihre Geldpolitik weiter zu straffen, respektive die Zinsen erneut zu erhöhen. Derzeit geht die Zentralbank von einem weiteren Anstieg der Inflationsrate auf mehr als sieben Prozent aus.

Industrieproduktion im Euroraum Ende 2021 stärker als erwartet

Die Industrie in der Eurozone hat im Dezember mehr produziert als prognostiziert. Im Monatsvergleich stieg der Ausstoss um +1.2%, während Analysten im Schnitt mit einem Anstieg um +0.3% gerechnet hatten. Im Gesamtjahr 2021 legte die Industrieproduktion in den Euroländern um +7.8% gegenüber 2020 zu.

 

  

Wirtschaftskalender 17. Februar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 EZ EZB Monatsbericht
14:30 USA Baubeginne (Januar, M/M) +1.4%
14:30 USA Baubewilligungen (Januar, M/M) +9.8%
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich) 223'000
14:30 USA Philly Fed Industrieindex (Februar) +28.7

 

Unternehmenskalender 17. Februar

Land Unternehmen Periode
CH Nestlé Jahreszahlen
FR Kering Jahreszahlen
FR Schneider Electric Jahreszahlen
FR Air France-KLM Jahreszahlen
FR Lagardere Jahreszahlen
GB Reckitt Benckiser Jahreszahlen
GB Standard Chartered Jahreszahlen
ESP Repsol  Q4
USA Walmart Q4

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.