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LGT Navigator: Fed bekräftigt ihren Kurs und Tech-Giganten vermögen zu überzeugen

29. April 2021

Die amerikanische Zentralbank hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest, zeigte sich aber in ihrer Konjunktureinschätzung etwas zuversichtlicher. Da dies an den Kapitalmärkten mehr oder weniger erwartet worden war, lieferte der Zinsentscheid der Fed keine neuen Impulse für die Aktienbörsen, brachte aber den US-Dollar und die US-Staatsanleihenrenditen etwas unter Druck. Gleichzeitig vermochten die Quartalsergebnisse der beiden Tech-Schwergewichte Apple und Facebook zu überzeugen. Heute erwarten Anleger mit Spannung den Gewinnausweis von Amazon.

Fed bekräftigt ihren Kurs und zeigt sich zuversichtlicher

Der geldpolitische Entscheid der Fed wurde an den US-Aktienmärkten ohne grosse Ausschläge aufgenommen. Der Dow Jones Industrial schloss -0.48% tiefer bei 33'820.38 Punkten, während der S&P 500 im Handelsverlauf ein weiteres Rekordhoch bei 4'201.53 Zählern verbuchte, dann aber praktisch unverändert bei 4'183.18 Punkten (-0.08%) schloss. An der Nasdaq wurden Tagesverluste von knapp -0.5% beobachtet. Neben dem Fed-Entscheid standen gestern nach Börsenschluss vor allem auch die Quartalsergebnisse von Apple und Facebook im Zentrum. Der iPhone-Hersteller profitierte im Q2 von einer starken Nachfrage nach teureren 5G iPhones und erzielte einen Rekordumsatz. Auch den Gewinn konnte Apple kräftig steigern und die Markterwartungen deutlich übertreffen. Facebook kann auf ein ungebremstes Wachstum bauen und steigerte im vergangenen Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um +48% auf USD 26.2 Mrd. Der Gewinn des weltgrössten Online-Netzwerks nahm von USD 4.9 Mrd. vor einem Jahr auf USD 9.5 Mrd. zu.

US-Notenbankchef Powell zeigt sich zuversichtlicher, hält aber vorerst an lockerem Kurs fest

Die US-Notenbank (Fed) beliess wie von der grossen Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet ihren Leitzins unverändert auf dem rekordtiefem Niveau von 0-0.25%. Der Entscheid fiel im geldpolitischen Ausschuss FOMC einstimmig. Fed-Chef Jerome Powell sieht angesichts der noch nicht überstandenen Pandemie und der nach wie vor schwierigen Lage am Arbeitsmarkt sowie der aus seiner Sicht langfristig niedrigen Inflationsrate derzeit noch keinen Grund, eine Zinswende zu signalisieren. Auch das Wertpapierkaufprogramm von derzeit USD 120 Mrd. pro Monat wird weitergeführt. Angesichts der Fortschritte in der Corona-Impfkampagne in den USA und der fiskalpolitischen Unterstützung ist die Fed optimistischer hinsichtlich der weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft. Die zuletzt deutlich gestiegene Inflation führt die Notenbank aber überwiegend auf temporäre Faktoren zurück.

EZB-Präsidentin Lagarde sieht Anzeichen einer verstärkten Konjunkturerholung

Christine Lagarde, Vorsitzende der Europäischen Zentralbank (EZB) rechnet im zweiten Halbjahr mit einem «robusten wirtschaftlichen Aufschwung in der Eurozone». Es gebe gute Anzeichen bei den Konjunkturdaten und sie verwies auf die Einkaufsmanagerumfragewerte. Trotzdem seien die Risiken für die Wirtschaft wegen der anhaltenden Pandemie kurzfristig nach unten gerichtet und es sei noch zu früh, um zu sagen, ob Europa das schlimmste der Coronakrise bereits hinter sich habe. Daher brauche die Euro-Wirtschaft weiterhin die Unterstützung der Geld- und Fiskalpolitik, meinte Lagarde.

Biden beschwört Neuanfang und kündigt weiteres Milliardenpaket an

Anlässlich seiner ersten Rede vor dem Kongress hat US-Präsident Joe Biden einen Neuanfang und tiefgreifenden Wandel nach der Ära Trump beschworen. «Wir arbeiten wieder, träumen wieder, entdecken wieder und führen die Welt wieder an», sagte Biden im Kapitol. Neben den bereits angekündigten Infrastrukturplänen kündigte Biden auch einen «Familienplan» an, der Steuererleichterungen für Familien, eine Ausweitung der Sozialleistungen und mehr staatliche Unterstützung bei den Bildungskosten für Kinder und Studenten in Aussicht stellt. Auf die nächsten zehn Jahre verteilt sollen rund USD 1.8 Billionen investiert und u.a. auch durch Steuererhöhungen finanziert werden. So plant der Präsident, den Spitzensteuersatz von 37% auf 39.6% zu erhöhen und macht damit die Steuergeschenke von Vorgänger Trump praktisch rückgängig.

 

Wirtschaftskalender 29. April

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:00 SP Verbraucherpreise (April, J/J) +1.2%
09:55 DE Arbeitlosenrate (April) 6.0%
11:00 EZ Wirtschaftsstimmung (April) 101.0
11:00 IT Erzeugerpreise (Arpil, J/J) +0.7%
14:00 DE Verbraucherpreise (April, J/J) +2.0%
14:30 USA BIP Q1 (annualisiert, Q/Q) +4.3%
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich) 547'000
16:00 USA Ausstehende Hausverkäufe (März, M/M) -10.6%
00:00 USA Präsident Biden Rede zur Lage der Nation

 

Unternehmenskalender 29. April

Land Unternehmen Periode
SK Samsung Q1
CH Logitech J
CH Swisscom Q1
CH Clariant Q1 
CH Sulzer Q1 Umsatz
CH Straumann Q1 
DE BASF  Q1 
DE Lufthansa Q1
AUT OMV Q1
FR Total Q1
FR Capgemini Q1
SP Repsol Q1
NL Unilever Q1
GB Royal Dutch Shell Q1
FIN Nokia Q1
USA Merck & Co Q1
USA Bristol-Meyers-Squipp
USA Amazon Q1
USA Twitter Q1
USA McDonald's Q1
USA Caterpillar Q1
USA Mastercard Q1
USA Kraft Heinz Q1

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.