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LGT Navigator: G20 verlängert Aktionsplan

15. Oktober 2020

Am Mittwoch fand eine virtuelle Tagung der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) statt. Sie diskutierten die Voraussetzungen für eine schnelle konjunkturelle Erholung. Es sei entscheidend, das Coronavirus schnellstmöglich unter Kontrolle zu bekommen. Nur so könne die weltweite Finanzstabilität aufrechterhalten werden.

Geldspritze

Bei dem Treffen wurden auch Aktualisierungen und die Verlängerung des G20-Aktionsplans zur Unterstützung der Weltwirtschaft während der Coronavirus-Pandemie sowie die Fortschritte bei der G20-Initiative zur Aussetzung der Schuldendienstzahlungen für die ärmsten Länder diskutiert. Zeitgleich liess der Internationale Währungsfonds (IWF) verlauten, dass die internationale Staatengemeinschaft einen Weg finden müsse, mit den immensen Schulden vieler Länder umzugehen, besonders jenen der, stark in Mitleidenschaft gezogenen armen und bereits vor der Krise stark verschuldeten Staaten. Die bislang bis zum Jahresende laufenden Schuldenerleichterungen für besonders arme Länder werden per G20-Beschluss um sechs Monate verlängert. 2021 soll erneut entschieden werden, ob diese Massnahme noch einmal verlängert wird. Bis Mitte nächsten Jahres sollen die G20-Staaten zudem Zeit für  Abklärungen zu einer globalen Steuerreform erhalten. Mit dieser soll geltendes Steuerrecht dem Digitalzeitalter angepasst werden.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem Weltwirtschaftseinbruch von -4.4%. Das wäre die schwerste Rezession seit der Grossen Depression vor beinahe 100 Jahren. Zudem könnten in den nächsten fünf Jahren wegen der Spätfolgen der Krise global geschätzt USD 28 Bio. an Wirtschaftsleistung verloren gehen, so die IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. 

US-Hilfspaket vor Präsidentschaftswahlen unwahrscheinlich

Ein neues Konjunkturpaket gegen die Auswirkungen der Coronakrise ist in den USA in weite Ferne gerückt. Der US-Finanzminister Steve Mnuchin liess verlauten, man sei noch weit entfernt von einer Einigung mit Nancy Pelosi, der Sprecherin des Repräsentantenhauses. Trotzdem werde man weiterhin versuchen, bis zu den Wahlen einen Konsens zu finden. Republikaner und Demokraten sind sich in mehreren Punkten uneins. Grösster Streitpunkt ist der Umfang des Hilfspakets. Während Pelosi ein Paket von USD 2.2 Bio. fordert, liegt das Maximalgebot von Mnuchin bei USD 1.8 Bio.

EU erhöht Druck auf Grossbritannien

Die Führer der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union werden an ihrem heutigen Treffen vermutlich den Druck auf Grossbritannien in den Verhandlungen rund um die Themen Fischereirechte, Freihandel und Streitschlichtung erhöhen. Obschon die Verhandlungen für die künftigen Beziehungen zwischen dem Staatenbund und dem Inselstaat weit fortgeschritten sind, tut man sich schwer bei der Einigung in Einzelpunkten. Falls keine Einigung zustande käme, würde Grossbritannien 2021 vermutlich wie ein Drittstaat behandelt werden, mit entsprechenden Einfuhrzöllen. Derweil hofft die Wirtschaft weiterhin auf Planungssicherheit.

 

 

Wirtschaftskalender 15. Oktober

MEZ Land Indikator Letzte Periode
14:30 USA Neuanmeldungen Arbeitslosengeld 840 000

 

Unternehmenskalender 15. Oktober

Land Unternehmen Periode
CH Temenos Q3

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.