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LGT Navigator: Getrübte Konjunkturaussichten in den USA nähren Hoffnung auf moderatere Fed-Politik

24. Januar 2023

In den USA nähren getrübte Aussichten für die US-Wirtschaft und Äusserungen von Fed-Spitzenvertretern die Hoffnung auf eine moderatere Gangart des Fed, was wiederum den Aktienkursen an der Wall Street Auftrieb verleiht. EZB-Chefin Lagarde unterstreicht hingegen nochmals die restriktive Ausrichtung der Geldpolitik und bereitet die Märkte im Vorfeld des anstehenden Zinsentscheids nächste Woche auf weitere Zinserhöhungen vor. Aus Asien sind in dieser Woche wegen des chinesischen Neujahrs keine Impulse zu erwarten.

Getrübte Konjunkturaussichten in den USA nähren Hoffnung auf moderatere Fed-Politik
Shutterstock

Die Aktienindizes an der New Yorker Börse starteten mit Gewinnen in die neue Woche. Der Dow Jones Industrial stieg auf 33'629.56 Punkte (+0.76%) und der S&P 500 legte um 1.19% auf 4'019.81 Punkte zu. An der Nasdaq gewannen die Indizes rund 2.2% und erreichten damit ein Vierwochenhoch. Ernüchternde Konjunkturdaten aus den USA und «dovische» Äusserungen aus der Spitze der US-Notenbank nährten die Hoffnung auf einen moderateren geldpolitischen Kurs. Fed-Direktor Christopher Waller meinte, dass die US-Zinspolitik mittlerweile «ausreichend restriktiv» sein könnte. Der US-Frühindikator gab im Dezember um 1.0% gegenüber dem Vormonat nach und signalisierte damit bereits den zehnten Monat in Folge eine Eintrübung des konjunkturellen Ausblicks für die US-Wirtschaft. Der neuerliche Rückgang sei ein weiteres Signal für eine baldige Rezession in der US-Wirtschaft, kommentierte das Marktforschungsinstitut Conference Board.

Ins Zentrum rücken nun weitere Quartalszahlen grosser börsennotierter Unternehmen, wie beispielsweise von Logitech, Johnson & Johnson oder Visa (heute), Givaudan, Microsoft und Tesla (Mittwoch), SAP, Visa und Intel (Donnerstag) oder American Express und Chevron (Freitag). 

In Asien bleiben viele Börsenplätze aufgrund des chinesischen Neujahrs geschlossen. In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Dienstag rund 1.5% höher und der japanische Yen legte gegenüber dem US-Dollar um rund 0.4% zu und notierte den zweiten Tag in Folge über 130.

Zinsen müssen laut EZB-Chefin Lagarde noch deutlich und stetig steigen

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), betonte einmal mehr, dass die Geldpolitik der EZB weiterhin restriktiv ausgerichtet bleiben müsse, um die Inflation zu senken. Die Leitzinsen müssten noch deutlich und stetig steigen, um ein ausreichend restriktives Niveau zu erreichen und eine Rückkehr der Inflation zu dem von der Notenbank angepeilten Ziel sicherzustellen, bekräftigte Lagarde. Die nächste geldpolitische Sitzung der EZB findet bereits nächste Woche am 2. Februar statt.

Der Euro hat im Vorfeld des EZB-Zinsentscheids mit Kursen von über 1.09 gegenüber dem US-Dollar das höchste Niveau seit April 2022 erreicht.

Verbesserte Konsumentenstimmung im Euroraum

Ende des letzten Jahres hat sich die Stimmung der Verbraucher in den Euroländern den vierten Monat in Folge aufgehellt. Der von der EU-Kommission berechnete Indikator stieg gegenüber dem Vormonat um 1.1 auf -20.9 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit Februar 2022. Dennoch liegt das Stimmungsbarometer weiterhin klar unter dem langfristigen Durchschnitt.

Konjunkturlage in Deutschland hat sich laut Bundesbank aufgehellt

Dem aktuellen Monatsbericht der deutschen Bundesbank zufolge deuten die jüngsten Konjunkturdaten insgesamt auf eine Verbesserung der Wirtschaftslage im Vergleich zur letzten Einschätzung im Dezember hin. Zwar werde die deutsche Wirtschaft einerseits nach wie vor durch die hohe Inflation und Unsicherheiten rund um den Krieg in der Ukraine belastet, andererseits hätten sich aber die Lage an den Energiemärkten und die Lieferengpässe in der Industrie im Vergleich zum Sommer merklich entspannt.

Wirtschaftskalender 24. Januar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE GfK Konsumklima (Februar)  -37.8
08.45 FR Konjunkturindikator (Januar) 101.0
09:15 FR Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Januar) 49.1
09:30 DE Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Januar) 49.0
10:00 EZ Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Januar) 49.3
10:30 GB Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Januar) 49.0
10:45 EZ EZB Präsidentin Lagarde spricht
15:45 USA Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Januar) 45.0

 

Unternehmenskalender 24. Januar

Land Unternehmen Periode
CH Logitech Q3
USA Johnson & Johnson Q4
USA Visa Q4
USA Verizon Q4
USA General Electric Q4
USA Texas Instruments Q4

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.