Skip navigation Scroll to top
LGT
VALUES WORTH SHARING
Scroll to top

LGT Navigator: Gipfeltreffen zwischen Biden und Putin

21. Februar 2022

Die Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden Einmarsch Russlands in die Ukraine strapaziert weiterhin die Nerven an den Kapitalmärkten. Noch ist aber die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung nicht erloschen. Um doch noch eine friedliche Lösung zu erreichen, wollen sich nun US-Präsident Joe Biden und Russlands Präsident Wladimir Putin treffen und direkte Gespräche führen. Zuvor war in der Ostukraine die Waffenruhe zigfach gebrochen worden und Russland kündigte ein Manöver mit Einsatz ballistischer Raketen an. Die Spannungen rund um den Ukraine-Konflikt werden die Nerven der Investoren weiterhin stark strapazieren, die Volatilität hoch halten und die Risikoaversion verstärken.  

Gipfeltreffen zwischen Biden und Putin

Das Spitzentreffen wurde von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eingefädelt. Macron und Putin sollen zudem vereinbart haben, dass angesichts der aufgeflammten Gewalt in der Ostukraine, die Suche nach Lösungen intensiviert werden soll. Macron hatte am Sonntagabend sowohl mit Präsident Putin als auch mit Biden telefoniert. Als Vorbereitung des Treffens auf höchster Ebene sollen sich zuvor die Aussenminister der USA und Russlands, Antony Blinken und Sergej Lawrow, treffen.

An der New Yorker Börse sorgte der hohe Grad an Unsicherheit weiterhin für Verluste. Der Dow Jones Industrial verlor am Freitag weitere -0.68% und schloss bei 34'079.18 Punkten. Auf Wochensicht verbuchte der Dow damit ein Minus von knapp zwei Prozent. Der S&P 500 gab um -0.72% nach und beendete die letzte Woche bei 4'348.87 Zählern. An der Technologiebörse Nasdaq summierten sich die Verluste auf gut ein Prozent. Auch an Asiens Börsenplätzen dominieren zu Wochenbeginn die anhaltenden geopolitischen Spannungen.

Münchner Sicherheitskonferenz im Bann des Konflikts mit Russland

An der alljährlichen Münchner Sicherheitskonferenz betonte US-Aussenminister Antony Blinken am Freitag erneut die hohe Gefahr einer militärischen Eskalation in der Ukraine-Krise. Die US-Regierung und ihre Partner seien zutiefst besorgt. Die Amerikaner und die europäischen Verbündeten betonten vor allem die Einigkeit ihrer Allianz gegenüber Russland und hoffen weiterhin auf eine diplomatische Lösung. Die grösste Stärke der westlichen Partner sei ihre Zusammenarbeit und Solidarität, so Blinken. Die NATO geht aber weiterhin von einer hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass Russland eine umfassende Attacke auf das Nachbarland Ukraine plant. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg meinte: «Alle Zeichen deuten darauf hin, dass Russland einen vollständigen Angriff auf die Ukraine plant». Moskau streitet Angriffspläne weiterhin kategorisch ab. Auch die US-Regierung hatte ihre Warnung vor einem Angriff Russlands bekräftigt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat unterdessen seine Dialogbereitschaft mit Russland betont und zugesichert, nicht auf Provokationen moskautreuer Separatisten in der Ostukraine zu reagieren.

UN-Generalsekretär fordert Deeskalation

UN-Generalsekretär António Guterres rief alle Parteien im Ukraine-Konflikt auf die Lage zu deeskalieren und in der Rhetorik extreme Vorsichtig walten zu lassen. Es gebe keine Alternative zur Diplomatie, meinte der höchste Vertreter der Vereinten Nationen an der Münchner Sicherheitskonferenz.

EZB-Falken verschaffen sich immer mehr Gehör

EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir sprach sich vor dem Hintergrund der hohen Inflation im Euroraum für eine straffere Geldpolitik aus und forderte, die milliardenschweren Wertpapierkäufe bald zu beenden. Ein Ende des allgemeinen Kaufprogramms APP sei im Sommer vorstellbar, meinte der slowakische Notenbankchef. Das Corona-Wertpapierkaufprogramm PEPP soll bereits im März beendet werden. Zudem sprach sich der ranghohe EZB-Vertreter für mehr Flexibilität aus, respektive in der «Guidance» Wertpapierkäufe und Zinsschritte unabhängig voneinander zu behandeln. Ähnlich hatten sich zuvor auch schon andere EZB-Ratsmitglieder geäussert. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte zuletzt eine Zinserhöhung in diesem Jahr nicht mehr ausgeschlossen.

Leichte Entspannung der Inflation in Frankreich

In Frankreich hat sich die Teuerungsrate der Verbraucherpreise im Januar wie von Ökonomen erwartet etwas abgekühlt. Die Inflationsrate fiel von +3.4% im Dezember auf +3.3% zurück.

  

Wirtschaftskalender 21. Februar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
07:00 USA Feiertag (Washington Birthday)
08:00 DE Erzeugerpreise (Januar, J/J) +24.2%
09:15 FR Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Februar) 52.7
09:30 DE Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Februar) 53.8
10:00 EZ Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Februar) 52.3
10:30 GB Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Februar) 54.2

 

Unternehmenskalender 22. Februar

Land Unternehmen Periode
DE Fresenius Jahreszahlen
GB HSBC Jahreszahlen
NOR Norsk Hydro Jahreszahlen
ESP Endesa Jahreszahlen
USA Home Depot Jahreszahlen
USA Medtronic Q3
USA Agilent Technologies Q1
USA Macy's Q4

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.