Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Inflationsdruck in den USA nimmt nochmals spürbar zu

14. Juli 2021

Die neusten Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten sorgt an den Kapitalmärkten für eine wieder höhere Gewichtung des Inflationsrisikos. Der spürbar zunehmende Inflationsdruck könnte das Fed zu einer schnelleren und eventuell heftigeren geldpolitischen Wende zwingen. Inzwischen ist der Auftakt zur Unternehmensberichtssaison geglückt, mit stärker als erwarteten Gewinnausweisen der US-Grossbanken JPMorgan und Goldman Sachs.

Inflationsdruck in den USA nimmt nochmals spürbar zu

An der Wall Street zeigten sich die Investoren am Dienstag angesichts eines weiteren Anstiegs der Inflationsrate in den USA etwas vorsichtiger. In der Folge schloss der Dow Jones Industrial -0.31% tiefer bei 34'888.79 Punkten, nachdem der Leitindex aber zuvor erneut die Marke von 35'000 Zählern getestet hatte. Der S&P 500 gab ebenfalls um -0.33% auf 4'369.21 Punkte nach und bleibt damit knapp unter den jüngsten Rekordwerten. Das gleiche Bild zeigte sich an der Technologiebörse Nasdaq. In Asien war zur Wochenmitte angesichts der leicht negativen Vorgaben aus Übersee und gestiegener Inflationsängste kein einheitlicher Trend zu beobachten. Im Fokus steht nun die «Earnings Season» der amerikanischen Blue-Chip-Konzerne. Mit Citigroup und Bank of America werden heute zwei weitere Finanzschwergewichte ihre Quartalsberichte präsentieren.

US-Teuerungsrate auf höchstem Stand seit August 2008

In den USA sind die Verbraucherpreise im Juni erneut kräftig gestiegen. Mit +5.4% erreichte die Inflationsrate auf Jahressicht ein 13-Jahreshoch. Analysten hatten mit einer gegenüber dem Vormonat unveränderten Teuerungsrate von +5.0% gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Lebenshaltungskosten im Schnitt um +0.9%. Die Kernrate, also ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise, erhöhte sich auf Jahressicht von +3.8% auf +4.5%. Hier hatten Ökonomen einen Wert von +4.0% erwartet. Der zunehmende Inflationsdruck könnte die US-Notenbank stärker und schneller unter Druck setzen als dies von der Fed selbst und an den Finanzmärkten derzeit erwartet wird. Noch schätzt das Fed aber den zunehmenden Inflationsdruck als vorübergehend ein.

EZB-Chefin Lagarde will «hartnäckig» bleiben

In einem Interview mit der Financial Times betonte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass im aktuellen Umfeld vor allem Hartnäckigkeit gefragt sei. Es gehe nun darum, aufmerksam zu verfolgen wie sich die Gesamt- und die Kerninflation sowie die Inflationserwartungen entwickeln würden. Im Falle eines negativen Schocks müsse die EZB jedenfalls «besonders kraftvoll» agieren, so Lagarde.

Inflationsrate in Deutschland hat sich im Juni leicht abgeschwächt

In der grössten Volkswirtschaft Europas hat sich die Verbraucherpreisteuerung im Juni nach fünf Monaten mit steigender Tendenz erstmals wieder leicht abgeschwächt. Auf Jahressicht verteuerten sich die Lebenshaltungskosten in Deutschland um +2.3%. Im Mai hatte die Inflationsrate mit +2.5% den höchsten Stand seit fast zehn Jahren erreicht. Verantwortlich sind hauptsächlich Sonderfaktoren wie die seit Monaten aufgrund des Basiseffekts der Coronakrise überdurchschnittlich steigenden Energiepreise. Preistreiber ist auch die seit Januar erhobene CO2-Abgabe sowie die anfangs Jahr ausgelaufene Mehrwertsteuersenkung.

In Frankreich ist die Teuerungsrate im Juni auf Jahressicht von +1.8% im Mai auf +1.9% gestiegen.

Wirtschaftskalender 14. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Verbraucherpreise (Juni, J/J) +2.0%
09:00 SP Verbraucherpreise (Juni, J/J) +2.4%
11:00 EZ Industrieproduktion (Mai, M/M) +0.8%
14:30 USA Erzeugerpreise (Juni, J/J) +6.6%
20:00 USA Fed Beige Book

 

Unternehmenskalender 14. Juli

Land Unternehmen Periode
USA Citigroup Q2
USA Bank of America Q2
USA Wells Fargo Q2 

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.