Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Jackson Hole-Zentralbankentreffen im Fokus

23. August 2021

Die Anleger scheinen eine Reihe von negativen Implikationen vorerst weggesteckt zu haben und nutzten nach einer schwachen Woche die Gelegenheit für Zukäufe. So sieht denn auch der Start in die neue Börsenwoche recht vielversprechend aus, obwohl die Stimmung aufgrund des jüngst zusammengebrauten Sorgencocktails fragil bleiben dürfte. An den Kapitalmärkten dürfte nun vor allem das hochrangige Zentralbankertreffen in Jackson Hole vom 26. bis 28. August in den Fokus rücken.

Jackson Hole-Zentralbankentreffen im Fokus

An der Wall Street gingen die Indizes nach einer schwachen Woche mit klaren Gewinnen in das Wochenende. Gefragt waren vor allem auch einige Technologieschwergewichte. Der Dow Jones Industrial legte am Freitag um +0.65% auf 35'120.08 Punkte zu und beendete damit eine viertägige Verlustserie. Auf Wochensicht verbuchte der Dow ein Minus von etwas mehr als einem Prozent. Der S&P 500 schloss +0.81% höher bei 4'441.67 Zählern und an der Technologiebörse Nasdaq ging es rund ein Prozent in die Höhe. In Asien setzte sich heute Morgen der positive Trend an den Aktienmärkten mehrheitlich fort und auch in Europa darf mit einer freundlichen Eröffnung gerechnet werden. Heute stehen aber erstmal die Einkaufsmanagerumfragewerte von IHS Markit im Mittelpunkt.

Investoren nahmen insbesondere die Aussagen des Fed-Chefs von Dallas, Robert Kaplan, positiv auf, der Sorgen um eine baldige Straffung der Geldpolitik etwas zerstreute. Kaplan verwies auf die Unsicherheiten, die sich aus der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus ergeben. Auch der Fed-Vorsitzende Jerome Powell hatte in seiner letzten Rede darauf hingewiesen, dass sich die Wirtschaft durch die Pandemie dauerhaft verändert habe, und es wichtig sei, dass sich die Zentralbank an diese Veränderungen anpasst. Mit dem bevorstehenden Zentralbankensymposium in Jackson Hole, Wyoming, wird die Frage des Wann und Wie einer Zinswende der US-Notenbank in den nächsten Tagen im Fokus der Märkte stehen.

Starker Aufwärtsdruck bei deutschen Erzeugerpreisen

In Deutschland sind die Preise auf Produzentenebene im Juli so stark gestiegen wie seit anfangs 1975 nicht mehr – sprich 46 Jahre! Im Jahresvergleich erhöhten sich die Erzeugerpreise, die sich teilweise zeitlich verzögert auch auf die Verbraucherpreise übertragen, um +10.4%. Der Anstieg war damit stärker als von Analysten mit +9.2% erwartet. Im Monat zuvor waren die Preise gegenüber der Vorjahresperiode um +8.5% gestiegen und im Mai um +7.2%. Hintergrund des kräftigen Preisschubs sind einerseits die gestiegenen Energiepreise sowie die Lieferengpässe, die zu Materialmangel führen, bei einer gleichzeitig starken Nachfrage. Auf Monatssicht erhöhten sich die Erzeugerpreise um +1.9%. Der starke Preisanstieg auf Produzentenebene dürfte auch die Konsumentenpreisinflation anheizen. Bereits im Juli erreichte die Teuerungsrate in Deutschland mit +3.8% das höchste Niveau seit fast 30 Jahren. Die grosse Frage ist, ob der Preisdruck – wie von der EZB antizipiert – nur temporärer Natur sein wird.

Deutschland droht die Klimaziele 2030 und 2040 zu verfehlen

In seinem «Projektionsbericht 2021 für Deutschland» schreibt das Bundesumweltministerium, dass die von Deutschland gesetzten Klimaziele mit den derzeit beschlossenen Massnahmen nicht erreicht werden können. Die Bundesregierung muss ihre Anstrengungen verstärken. Mit den derzeitigen Fortschritten würde es doppelt so lange dauern, bis Deutschland seine Emissionsziele erreicht hat. Nach Ansicht von Klimaexperten sind ein früherer Kohleausstieg und eine Änderung der Verkehrspolitik wichtige Hebel dafür. Im Vorfeld der Bundestagswahl führen diese beiden Themen zu grossen Diskussionen. Während CDU und SPD nicht dafür sind, fordern die Grünen einen Kohleausstieg bis 2030, um nicht nur die Klimaziele, sondern auch die Vorgaben der EU und des internationalen Pariser Abkommens zu erfüllen.

 

Wirtschaftskalender 23. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:15 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (August) 56.6
09:30 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (August) 62.4
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (August) 60.2
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (August) 59.2
14:30 USA Fed Chicago Nationaler Aktivitätsindex (August)  +0.09
15:15 USA IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (August) 59.9
16:00 USA Verkäufe bestehender Häuser (Juli, M/M) +1.4%
16:00 EZ Konsumentenstimmung (August) -4.4

 

Unternehmenskalender 24. August

Land Unternehmen Periode
USA Best Buy Q2
USA Medtronic Q1

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.