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LGT Navigator: Kompromiss soll US-Corona-Hilfspaket auf den Weg bringen

20. August 2020

Im Streit um das weitere Corona-Hilfspaket scheint sich in Washington ein Kompromiss abzuzeichnen. Im Raum soll nun eine verkleinerte Lösung stehen im Umfang von «nur» rund einer halben Billion US-Dollar. Während die New Yorker Börse in den letzten Tagen mit Rekorden von sich reden machte, überwiegt an Europas Börsen vielfach die Zurückhaltung angesichts des besorgniserregenden Anstiegs der Covid-19-Neuinfektionen in vielen europäischen Ländern. Das Sitzungsprotokoll der Fed betonte vor allem die Risiken und Unsicherheiten für den US-Konjunkturausblick und trug zur vorsichtigen Stimmung der Anleger bei.

Kompromiss soll US-Corona-Hilfspaket auf den Weg bringen

Auf dem Capitol Hill scheinen sich die Demokraten und Republikaner im Streit um den Umfang und die Ausgestaltung des neuen Corona-Hilfspakets etwas angenähert zu haben. Hatten die Demokraten ursprünglich ein Konjunkturprogramm im Volumen von mehr als USD 2 Billionen auf den Tisch gelegt, soll der Kompromiss «lediglich» etwa USD 500 Mrd. umfassen. Geht es nach den Demokraten soll das Paket vor allem auch die Finanzierung der maroden US-Post sicherstellen – damit eine Briefwahl in Corona-Zeiten gesichert ist. Das Programm soll aber auch nach wie vor Kredite für kleinere und mittlere Unternehmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen beinhalten.

Fed betont Risiken und Unsicherheiten

Die US-Notenbank verwies in ihrem gestern Abend veröffentlichten Protokoll des letzten Zinsentscheids des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 28. bis 29. Juli vor allem auf die bestehenden Risiken und Unsicherheiten. Die wirtschaftliche Erholung in den USA sei vom weiteren Verlauf der Corona-Krise abhängig. Die Pandemie stelle für den Wirtschaftsausblick nach wie vor ein beträchtliches Risiko dar. Ohne eine Eindämmung der Pandemie sei eine vollständige wirtschaftliche Erholung schwierig, meinte Notenbankchef Jerome Powell. Die Fed sei deshalb weiterhin bereit, falls nötig alle verfügbaren Instrumente einzusetzen.

Die Anleger scheinen mit dem absehbaren Kompromiss auf dem Capitol Hill nicht zufrieden. An der New Yorker Börse gaben zur Wochenmitte die Indizes nach – dies jedoch nach den teilweise erreichten Rekordhochs. Der Dow Jones Industrial schloss -0.31% tiefer bei 27 692.88 Punkten und der S&P 500 gab um -0.44% auf 3 374.85 Zähler nach. Einen weiteren Rekord konnte die Wall Street jedoch auch gestern vermelden; die Apple-Aktie erreichte erstmals einen Börsenwert von über USD 2 Billionen! Asiatische Aktien folgten zumeist den negativen Vorgaben aus den USA, insbesondere nach der vorsichtigen Konjunktureinschätzung der US-Notenbank. In Tokio verliert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index rund -1% und in Hongkong notiert der Hang Seng-Index ein Minus von rund -2%.

Handelsgespräche zwischen USA und China vorläufig auf Eis gelegt

US-Präsident Trump meinte kurz und bündig, er wolle derzeit nicht mit Chinas Führung über die Handelsbeziehungen sprechen. Ursprünglich hätten die Verhandlungsdelegationen der beiden Länder bereits am vergangenen Wochenende das anfangs Jahr vereinbarte Phase-1-Handelsabkommen bewerten und über das weitere Vorgehen sprechen sollen. Vorerst soll es auch keinen neuen Termin für die Handelsgespräche auf Spitzenebene geben, verlautete aus dem Weissen Haus.

Minimale Teuerung in der Eurozone

Die Lebenshaltungskosten im Euroraum sind im Juli weiterhin nur geringfügig gestiegen. Auf Jahressicht ergab sich eine Inflationsrate von +0.4% nach +0.3% im Juni. Mehr bezahlen mussten Konsumenten laut Eurostat vor allem für Lebensmittel (+3.1%), während aber ein Rückgang der Energiepreise (-8.4%) die Inflation in Schach hielt. In Deutschland blieben die Verbraucherpreise im Juli gegenüber der Vorjahresperiode unverändert. In Frankreich und Italien wurde ein Anstieg der Preise um +0.9%, respektive +0.8% beobachtet. In Griechenland und Spanien gingen die Konsumentenpreise auf Jahressicht hingegen kräftig um -2.1% und -0.7% zurück.

Höhere Inflation in Grossbritannien

Auf der britischen Insel erreichte die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise im Juli mit +1.0% den höchsten Stand seit März dieses Jahres. Die Inflationsrate liegt damit aber nach wie vor deutlich unter dem von der Bank of England angepeilten Zielwert von zwei Prozent.

 

 

Wirtschaftskalender 20. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 CH Exporte (Juli, M/M) +7.9%
08:00 CH Importe (Juli, J/J) +5.5%
14:30 USA Philly Fed-Industrieindex (August) +24.1
16:00 USA Frühindikator (Juli) +2.0%

 

Unternehmenskalender 21. August

Land Unternehmen Periode
USA Deere Q3

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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