Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Konjunktur- und Inflationsdaten gewinnen wieder an Gewicht

1. September 2021

An den Börsen setzte nach der Entlastung durch die Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell, wonach noch nicht unmittelbar mit einer Abkehr von der ultra-expansiven Geldpolitik zu rechnen sei, eine Konsolidierung ein. Neuste Konjunkturdaten bekräftigten die Sorgen bezüglich eines Überschiessens der Inflation – die Frage bleibt, temporär oder längerfristig – sowie die Anzeichen einer Abschwächung der wirtschaftlichen Erholung. Ins Zentrum rücken nun verstärkt die heute anstehenden Einkaufsmanagerumfragen aus Europa und den USA sowie neue Indizien vom US-Arbeitsmarkt.

Konjunktur- und Inflationsdaten gewinnen wieder an Gewicht

An der New Yorker Börse zeigten sich die Investoren nach der jüngsten Rekordjagd etwas zurückhaltender und realisierten teilweise Gewinne. Der Dow Jones Industrial schloss -0.11% tiefer bei 35'360.73 Punkten und wies damit für den Monat August ein Plus von +1.2% aus. Der S&P 500 verlor ebenfalls -0.13% und ging bei 4'522.68 Zählern aus dem Dienstagshandel. An der Tech-Börse Nasdaq verloren die Indizes etwa -0.15%. Neue Indizien, die eine Abkühlung des wirtschaftlichen Erholungstrends bestätigten, dämpften die an und für sich positive Stimmung der Anleger. So signalisierte der Einkaufsmanagerindex aus Chicago mit einem kräftiger als erwarteten Rückgang von 73.4 auf 66.8 Punkte (Konsens 69.4) eine Abschwächung der Stimmung in der gesamten amerikanischen Industrie. Vor dem Hintergrund der Engpässe, Lieferprobleme und dem Arbeitskräftemangel wird nun mit Spannung der heute Nachmittag um 16:00 Uhr anstehende nationale US-Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management ISM erwartet. Des Weiteren steht heute auch der Bericht von ADP zur Beschäftigungsentwicklung in der US-Privatwirtschaft – als Indiz für den am Freitag folgenden offiziellen US-Arbeitsmarktbericht – im Mittelpunkt.

Inflationsrate im Euroraum erreicht Zehnjahreshoch

In der Eurozone sind die Verbraucherpreise auf Jahressicht um +3% (Konsens +2.7%) gestiegen und erreichten damit den höchsten Stand seit Ende 2011. Noch im Juli betrug die Jahresteuerung «lediglich» +2.2%. Am stärksten verteuerten sich die Energiepreise, die im Jahresvergleich um +15.4% gestiegen sind. Die Kernteuerung, ohne Energie und Lebensmittel, erhöhte sich ebenfalls deutlich von +0.7% auf +1.6%.

In Frankreich stieg die Inflationsrate im August kräftiger als von Ökonomen erwartet von +1.5% im Juli auf +2.4% und notiert damit auf dem höchsten Stand seit fast drei Jahren. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass die französische Wirtschaft im zweiten Quartal um +1.1% gegenüber dem Vorquartal gewachsen ist und damit stärker als zunächst mit +0.9% angenommen. Positiv habe sich laut dem Statistikamt Insee vor allem der Privatkonsum dank der Lockerung der Corona-Beschränkungen ausgewirkt.

Auch Italiens Wirtschaft ist im Frühjahr kräftiger als erwartet gewachsen. Im Quartalsvergleich expandierte das BIP um +2.7%, verglichen mit lediglich +0.2% im ersten Quartal.

Schweizer Wirtschaftserholung kühlt sich ab

Das monatlich erstellte Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich signalisiert eine weitere Abschwächung des wirtschaftlichen Erholungstrends. Der Indikator schwächte sich im August den dritten Monat in Folge auf 113.5 Punkte ab. Laut KOF sollte sich die die Erholung der Schweizer Wirtschaft vom Corona-Einbruch in den kommenden Monaten fortsetzen. 

 

Wirtschaftskalender 1. September

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Einzelhandelsumsätze (Juli, J/J) +6.2%
09:15 SP IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  59.0
09:30 CH Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  71.1
09:45 IT IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  60.3
09:50 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  57.3
09:55 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  62.7
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  61.5
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  60.1
11:00 EZ Arbeitslosenrate (Juli) 7.7%
14:15 USA ADP-Beschäftigung Privatwirtschaft (August)  +330'000
15:45 USA IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  61.2
16:00 USA ISM Einkaufsmanagerindex Industrie (August)  59.5

 

Unternehmenskalender 1. September

Land Unternehmen Periode
FR Pernod Ricard Jahreszahlen

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.