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LGT Navigator: Konjunkturdaten und Geopolitik bremsen Börsen aus

17. August 2021

Nachdem enttäuschende Wirtschaftszahlen aus China und den USA den Ausblick für eine globale Wirtschaftserholung trübten und die chaotische Lage in Afghanistan geopolitische Unsicherheiten schürt, starteten Europas Börsen mit Verlusten in die neue Handelswoche. Währenddessen konnten sich die Aktienindizes an der Wall Street nahe an ihren Rekordniveaus halten. Im Fokus dürften nun weitere Konjunkturindikatoren stehen, wie beispielsweise die US-Retail Sales. Zudem könnte Fed-Chef Powell mit einem aktuellen Wirtschaftsausblick die Märkte bewegen.  

Konjunkturdaten und Geopolitik bremsen Börsen aus

Die amerikanischen Aktienindizes erreichten zum Wochenauftakt erneut Rekordwerte, wurden jedoch durch weitere schwache Konjunkturdaten sowie nicht zuletzt durch geopolitische Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Machtübernahme der Taliban, respektive dem desaströsen Abgang des Westens in Afghanistan ausgebremst. Der Dow Jones Industrial schloss +0.31% höher bei 35'625.40 Punkten und der S&P 500 legte um +0.26% auf 4'479.71 Zähler zu. An der Technologiebörse Nasdaq blieben die Indizes praktisch unverändert gegenüber Freitag.

Auch an Europas Börsen mussten die meisten Indizes zu Wochenbeginn Verluste hinnehmen. Der EuroStoxx 50 fiel um -0.64% auf 4'202.44 Punkte, nachdem der europäische Leitindex zehn Handelstage in Folge zugelegt und erst letzte Woche erstmals seit 2008 wieder die Marke von 4’200 Punkten geknackt hatte.

In Asien knüpften die Aktienmärkte heute Morgen an den schwachen Wochenauftakt an und wiesen mehrheitlich Verluste aus. Während die Börse in Tokio nur leicht nachgab, verlor der Hang Seng-Index in Hongkong rund -1.5% und der Shanghai Composite etwa -1.3%. 

Heute erwarten Anleger neben neusten Daten zu den Einzelhandelsumsätzen, und damit zum Konsumklima in den USA, mit Spannung auch auf Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, respektive Hinweise auf die weitere Ausrichtung der US-Notenbank. Eric Rosengren, Präsident der Bostoner Fed, meinte gestern, dass mit einem neuerlichen starken Arbeitsmarktbericht bzw. starkem Beschäftigungszuwachs, die Anforderungen der US-Notenbank erfüllt sein könnten, um mit der Reduzierung ihrer monatlichen Wertpapierkäufe zu beginnen.

New Yorker Industriebarometer signalisiert Abschwächung

Der sogenannte «Empire State»-Index der New Yorker Notenbank ist jeweils der erste in einer Reihe von regionalen Industrieindikatoren, die einen Hinweis auf die Verfassung des amerikanischen Industriesektors liefern. Im August hat sich die Geschäftsaktivität im Grossraum New York nun überraschend deutlich eingetrübt. So fiel das von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Barometer von +43.0 Punkten im Juli auf +18.3 Zähler. Analysten waren von einem geringeren Rückgang auf +29.0 ausgegangen. Ein Wert über null signalisiert jeweils auf Sicht von rund sechs Monaten eine Expansion des Sektors, respektive ein Indexstand darunter eine Kontraktion. Der stärkste Rückgang wurde bei den Bestellungseingängen der befragten Unternehmen beobachtet.

Weltweit heissester Juli 2021 seit Beginn der Messung vor über 140 Jahren

Die Klimamessungen der US-Klimabehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) verheissen nichts Gutes. Weltweit war der diesjährige Juli der wärmste seit Beginn der Messungen im Jahr 1880. Waren die Julimonate in den Jahren 2016, 2019 und 2020 bereits Rekordhalter, übertrifft der diesjährige Juli diese um 0.01 Grad Celsius. Während die Durchschnittstemperatur im 20. Jahrhundert 15.8 Grad Celsius über Land und Meer betrug, lag der diesjährige Durchschnitt bei 16.73 Grad Celsius. Gleichzeitig gehört der Juli 2021 zu den zehn wärmsten Julis, die jemals in Asien, Nord- und Südamerika sowie Afrika gemessen wurden. Inzwischen geht man auch davon aus, dass 2021 eines der zehn wärmsten, jemals aufgezeichneten Jahre werden könnte. Die Folgen der anhaltenden globalen Erwärmung sind bekannt. Werden die Emissionen nicht drastisch gesenkt, werden gemäss dem jüngsten Bericht des Weltklimarats extreme Wetterereignisse in Zukunft noch häufiger und heftiger auftreten.

 

 

Wirtschaftskalender 17. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Arbeitslosenrate 4.8%
11:00 EZ BIP Q2 (Q/Q) +2.0%
14:30 USA Einzelhandelsumsätze (Juli, M/M) +0.6%
15:15 USA Industrieproduktion (Juli, M/M) +0.4%
16:00 USA NAHB-Immobilienindex (August) +80.0
19:30 USA Fed-Chef Powell Rede

 

Unternehmenskalender 17. August

Land Unternehmen Periode
CH Swiss Life H1
USA Home Depot Q2
USA Walmart Q2
USA Agilent Technologies Q2
AUS BHP  Gesamtjahr

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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