Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Konjunkturoptimismus sorgt für freundliches Börsenumfeld

19. April 2021

An der Wall Street setzte sich die Aktienrally zum Ende der letzten Woche ungebremst fort. Für Auftrieb sorgten erneut erfreulich ausgefallene amerikanische Konjunkturdaten, starke Unternehmenszahlen sowie die Fortschritte der Covid-19-Impfkampagne. In Asien folgen die Börsen heute mehrheitlich den positiven Vorgaben aus Übersee und für Europas Aktienmärkte darf mit einem freundlichen Wochenstart gerechnet werden.

Konjunkturoptimismus sorgt für freundliches Börsenumfeld

Am Freitag erreichten der Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 bereits in den ersten Handelsminuten weitere Rekordwerte. Der Dow legte bis Handelsschluss um +0.48% gegenüber dem Vortagesschluss auf 34'200.67 Punkte zu. Auf Wochensicht verzeichnet der Leitindex ein Plus von rund +1% und seit Jahresbeginn einen soliden Gewinn von fast +12%. Der S&P 500 schloss am Freitag +0.36% höher bei 4'185.47 Zählern. Ein neues Rekordhoch verzeichnete auch der technologielastige Nasdaq 100, schloss dann aber mit einem etwas moderateren Tagesplus von +0.11% bei 14'041.91 Punkten. Die Börsenstimmung bleibt angesichts guter Konjunkturdaten und Fortschritten bei den Corona-Impfungen in den USA freundlich.

In Asien folgten die meisten Aktienindizes den positiven Vorgaben der Wall Street und auch zu Wochenbeginn scheint die Stimmung der Anleger angesichts der Anzeichen einer globalen wirtschaftlichen Erholung und der Gewinnaussichten der Unternehmen weiterhin optimistisch. Für Europas Börsen signalisieren die Futures eine Eröffnung über dem Vorwochenschluss. Neben der laufenden Unternehmensberichtssaison wird in dieser Woche vor allem der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag im Mittelpunkt stehen.

Goldpreis mit grösstem Wochengewinn seit Ende 2020

Der Goldpreis ist weiterhin auf Erholungskurs und verzeichnete vergangene Woche den grössten Wochengewinn seit Dezember. So verteuerte sich das Edelmetall binnen Wochenfrist um rund 2%. Am Freitag kostete die Feinunze Gold bis zu USD 1’778 und war so teuer wie zuletzt Ende Februar. Damit erholt sich Gold vom Rückschlag im März: Der Preis war damals bis auf USD 1’676 gefallen und notierte so niedrig wie zuletzt im Sommer 2020. Auslöser dafür waren die stark steigenden Renditen der langfristigen US-Staatsanleihen, wobei die zehnjährigen Papiere zwischenzeitlich über 1.7% rentierten. Derzeit bewegen sich die Bondrenditen der Zehnjahresanleihen knapp unter 1.6%.

Kauflaune der Amerikaner steigt und Bautätigkeit in den USA zieht an

Die amerikanischen Konsumenten blicken wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Das lässt sich am Konsumklimaindex der Uni Michigan ablesen. Der Index ist im April auf 86.5 Punkte gestiegen (+1.6) und notierte damit auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr. Marktbeobachter hatten einen Anstieg auf 89 Zähler erwartet. Verantwortlich für den Optimismus sind die Fortschritte bei den Impfungen sowie die Verbesserung der Beschäftigungslage. Gestiegen sind auch die Inflationserwartungen der Privathaushalte, sie liegen auf dem höchsten Stand seit neun Jahren.

Die US-Bauwirtschaft hat sich im März vom Wintereinbruch im Vormonat erholt. Das zeigte sich an den Wohnbaubeginnen, die gegenüber Februar um +19.4% zugenommen haben, wie das Wirtschaftsdepartement am Freitag mitteilte. Analysten hatten ein Plus von 13.5% erwartet. Auch die Zahl der Baubewilligungen ist deutlich gestiegen und signalisiert damit eine weitere Zunahme der Bautätigkeit in den kommenden Monaten. Die Daten knüpften an die starken Konjunkturzahlen der Vortage an und stützen damit den Eindruck, dass sich die US-Wirtschaft auf breiter Front erholt.

Höhere Lebenshaltungskosten in der Eurozone

Die Teuerung in der Eurozone ist im März deutlich gestiegen. So lagen die Verbraucherpreise +1.3% höher als ein Jahr zuvor, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Im Februar lag der Preiszuwachs noch bei +0.9%. Der Anstieg ist vor allem den steigenden Energiepreisen geschuldet, die +4.3% höher lagen als zwölf Monate zuvor. Trotz des Anstiegs notiert die Teuerungsrate damit immer noch klar unter dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB), das bei knapp unter 2% liegt.

 

Wirtschaftskalender 19. April

MEZ Land Indikator Letzte Periode
01:50 Japan Exporte (März, J/J) -4.5%
06:30 Japan Industrieproduktion (Feb., M/M) -2.1%

 

Unternehmenskalender 19. April

Land Unternehmen Periode
USA Coca Cola Q1 
USA IBM Q1

 

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.