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LGT Navigator: Konjunktursorgen belasten Börsen

8. September 2021

Nach dem verlängerten Wochenende haben die US-Aktienbörsen am Dienstag Terrain preisgegeben. Im Vordergrund stehen nun vor allem wieder die Zentralbanken. Einerseits veröffentlicht das Fed heute das «Beige Book» und andererseits wird die EZB am Donnerstag ihren Zinsentscheid kommunizieren. Vor dem Hintergrund sich mehrender Indizien einer Abkühlung der Konjunkturerholung im dritten Quartal und des hohen Unsicherheitsgrades durch die anhaltende Pandemie, scheint es wahrscheinlich, dass die Notenbanken gezwungen sein werden, ihre expansive Ausrichtung noch länger aufrecht zu erhalten, was den Aktienmärkten wiederum Unterstützung liefern könnte.

Konjunktursorgen belasten Börsen

An der Wall Street verbuchten die Aktienindizes nach dem durch den «Labor-Day» verlängerten Wochenende Verluste. Der Dow Jones Industrial schloss bei 35'100.00 Punkten, einem Tagesverlust von -0.76%. Der marktbreite S&P 500 verlor -0.34% und ging bei 4'520.03 Punkten aus dem Rennen. Gleichzeitig erzielte die Technologiebörse Nasdaq dank der Nachfrage nach den grossen Tech-Aktien erneut Rekordwerte. Mit Spannung wird nun der heute Abend anstehende regelmässige Wirtschaftsbericht der US-Notenbank, das sogenannte Beige Book, erwartet. Dieses wird Aufschluss auf die Verfassung der weltgrössten Volkswirtschaft liefern und dient dem Fed-Ausschuss (FOMC) als Entscheidungsgrundlage zur Festsetzung der Geldpolitik.

Auch an den asiatischen Börsen stehen das weitere Vorgehen der grossen Zentralbanken und die Konjunktursorgen im Zusammenhang mit der Pandemie und die nach wie vor niedrigen Impfraten im Mittelpunkt.

ZEW-Konjunkturbarometer signalisiert weitere Abschwächung

Die aktuellen Umfrageergebnisse des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verstärkten den Eindruck, dass sich die Wirtschaftserholung in Deutschland und in der Eurozone weiter abgekühlt hat. Der Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland fiel dabei von 40.4 Punkten im August auf 26.5 Zähler im September und verzeichnete damit bereits den vierten Rückgang in Folge. Die vom ZEW befragten Finanzprofis zeigten sich vor allem besorgt hinsichtlich der Lieferkettenprobleme und der damit zusammenhängenden Materialknappheit, beispielsweise in der Automobilbranche oder der Bauwirtschaft. Infolge der Abkühlung gehen die Finanzexperten auch von einem Rückgang des gegenwärtig hohen Inflationsniveaus in den nächsten sechs Monaten aus.

Starkes Frühlingsquartal im Euroland

Die Wirtschaft im Euroraum ist im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als bisher angenommen. Revidierten Daten des Statistikamtes zufolge nahm das Bruttoinlandsprodukt um +2.2% gegenüber dem Vorquartal zu. In einer ersten Schätzung war Eurostat noch von +2.0% ausgegangen. In den vorangegangenen beiden Quartalen war die Euro-Wirtschaft wegen der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch um -0.3%, resp. um -0.6% geschrumpft. Mit Blick auf die vier grössten Volkswirtschaften der Eurozone wies Spanien mit +2.8% das stärkste Wachstum aus, gefolgt von Italien (+2.7%), Deutschland (+1.6%) und Frankreich (+1.1%).

Japans Wirtschaftserholung im Q2 stärker als angenommen

Das Wirtschaftswachstum in Japan im zweiten Quartal fiel revidierten Daten zufolge etwas stärker aus als ursprünglich geschätzt. Das Bruttoinlandsprodukt expandierte im Zeitraum von April bis Juni gegenüber dem Vorquartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von +1.9% (erste +1.3%). Stärker als zunächst gedacht zeigten sich insbesondere die Unternehmensinvestitionen.

 

Wirtschaftskalender 8. September

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 IT Einzelhandelsumsätze (Juli, J/J) +7.7%
20:00 USA Fed-Wirtschaftsbericht Beige Book

 

Unternehmenskalender 9. September

Land Unternehmen Periode
DE Merck KGaA Capital Markets Day
USA Oracle Q1
USA Moderna Research and Development Day

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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