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LGT Navigator: Konjunktursorgen holen Börsen ein

21. August 2020

Ein zurückhaltender Ausblick der US-Notenbank und schlechter als erwartete US-Konjunkturdaten erhöhten die Risikoaversion der Anleger und sorgten an den meisten Börsen für einen Rücksetzer. Unklar bleibt auch, ob sich in Washington ein Kompromiss im Streit um das Corona-Hilfspaket abzeichnet wird und wie sich die Handelsgespräche zwischen den USA und China entwickeln werden.

Konjunktursorgen holen Börsen ein

In New York setzte sich die Rally der Technologiewerte beflügelt von Rekordhochs bei Apple und Tesla zwar fort, der Dow Jones und der marktbreite S&P 500-Index verbuchten angesichts schwächer als erwarteter US-Wirtschaftsdaten jedoch nur moderate Tagesgewinne von +0.17% (27 739.73 Punkte), respektive +0.32% (3 385.51 Zähler). In Asien herrschte an den meisten Börsen zum Wochenschluss ein vorsichtig positiver Grundton. In Tokio notiert der Nikkei 225-Index bei 22 965.96 (+0.37%).

Zähe Erholung am US-Arbeitsmarkt

In den USA sind die Anträge auf Arbeitslosenhilfe erneut auf über eine Million gestiegen. So haben vergangene Woche 1.1 Mio. Menschen staatliche Unterstützung beantragt, nachdem die Zahlen in der Vorwoche erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie unter die Millionenmarke gefallen waren. Insgesamt verbessert sich die Situation am amerikanischen Jobmarkt zwar stetig, doch die Erholung schreitet nur langsam voran. So beziehen derzeit knapp 15 Mio. Amerikaner Arbeitslosenhilfe. Das sind deutlich weniger als Anfang Mai (25 Mio.), aber immer noch massiv mehr als im Februar (ca. 2 Mio.). In den vergangenen drei Monaten hat die US-Wirtschaft fast 10 Mio. Arbeitsplätze geschaffen, allerdings sind rund doppelt so viele Jobs während der Krise verloren gegangen.

US-Industrieindikator trübt sich ein

Der Philly-Fed-Index, einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion, schwächte sich im August wieder ab. Das von der Notenbank von Philadelphia monatlich erstellte Barometer fiel von plus 24.1 Punkten im Juli auf plus 17.2 Zähler zurück. Analysten hatten mit einer moderateren Abschwächung auf 20 Punkte gerechnet. Ein Wert von über null Punkten drückt aber eine nach wie vor positive Konjunktureinschätzung der befragten Firmen aus. Negativ beeinflusst wurde der Index vor allem von einer Verschlechterung der Beschäftigungslage in der Wirtschaftsregion im Nordosten der USA.

Gespräche zwischen Washington und Peking «in naher Zukunft»

Die Verhandlungen der Handelsdelegationen der USA und China sollen schon bald wieder, zumindest telefonisch, weitergeführt werden. Damit scheinen beide Parteien vorerst auf Zeit zu spielen. Mitte Woche hatten die Amerikaner geplante Gespräche zur Überprüfung des im Januar erzielten Phase-1-Handelsabkommen abgesagt. Im Teilabkommen hatte Peking eine deutliche Erhöhung der Importe aus den USA versprochen. Analysten zufolge haben die Chinesen die vereinbarten Ziele bislang aber nicht erfüllt. Angespannt bleibt die Beziehung der beiden Länder auch wegen der Corona-Pandemie und den Konflikten um den chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei und die bekannte Social-Media-App Tiktok.

Biden offiziell als Herausforderer von Trump nominiert

Zum Abschluss des Parteitags der US-Demokraten hat der 77-jährige Joe Biden die Nominierung als Präsidentschaftskandidat angenommen und fordert damit am 3. November Amtsinhaber Donald Trump (74) heraus. Bei seiner Rede sagte Biden, die USA müsse «vereint die Zeit der Dunkelheit überwinden». Als Prioritäten versprach er, zusammen mit der Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris (55) das Land wieder zu einen, die Corona-Krise in den Griff zu bekommen und die USA auf künftige Pandemien zu wappnen sowie Millionen Jobs zu schaffen, rassistischer Ungerechtigkeit entgegenzutreten und entschieden gegen die Klimakrise vorzugehen.

EZB sieht anhaltend hohe Unsicherheiten

Die Europäische Zentralbank (EZB) betonte in ihrem gestern veröffentlichten Protokoll des geldpolitischen Entscheids vom 16. Juli die anhaltend hohe Unsicherheit in Bezug auf die Wirtschafts-, Preis- und Pandemie-Entwicklung. Die EZB sieht ihr Notfall-Anleihenkaufprogramm (PEPP) zur Bewältigung der Corona-Pandemie als Schlüsselelement und könnte dieses eventuell noch weiter aufstocken. Der EZB-Rat werde die Angemessenheit der Geldpolitik bei der nächsten Ratssitzung am 10. September überprüfen.

 

 

Wirtschaftskalender 21. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
16:00 USA Bestehende Eigenheimverkäufe (Juli, M/M) +20.7%
16:00 USA Bestehende Eigenheimverkäufe (Juli, J/J) +4.7%

 

Unternehmenskalender 21. August

Land Unternehmen Periode
USA Deere Q3

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.