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LGT Navigator: Märkte und Zentralbanken im Spannungsfeld von Konjunkturerholung und Inflationssorgen

4. Mai 2021

An den Kapitalmärkten befinden sich Investoren und die Notenbanken derzeit in einem Spannungsfeld. Einerseits stimmen die durch Konjunkturdaten bekräftigten verbesserten Perspektiven für die Weltwirtschaft vor dem Hintergrund der Impferfolge zur Eindämmung der Corona-Pandemie optimistisch. Andererseits belasten Sorgen hinsichtlich eines nachhaltigen Inflationsanstiegs, der die Zentralbanken zu einem Rückzug ihres expansiven Kurses zwingen könnte, die Stimmung. US-Notenbankchef Powell betonte hingegen nochmals die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung einer ultralockeren Geldpolitik.

Märkte und Zentralbanken im Spannungsfeld von Konjunkturerholung und Inflationssorgen

An den US-Börsen entwickelten sich die Indizes zum Wochen- und Monatsstart nach einem zunächst freundlichen Start uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial legte bis zum Handelsschluss um +0.7% auf 34'113.23 Punkte zu und notiert damit nur unweit der Rekordmarke von 34’256 Zählern. Der S&P 500 schloss +0.27% höher bei 4'192.66 Punkten und an der Technologiebörse Nasdaq ging es rund ein halbes Prozent nach unten. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen fielen im US-Handel auf rund 1.6 % zurück, nachdem der Fed-Chef Jerome Powell betonte, dass eine längerfristige expansive Ausrichtung der Geldpolitik angesichts einer unsicheren wirtschaftlichen Erholung notwendig sei. Unterdessen scheinen sich aber die Stimmen innerhalb der Notenbankspitze zu mehren, die sich für ein baldiges Zurückfahren der Anleihekäufe aussprechen. Und auch Investorenlegende Warren Buffett warnte vor einem stärker als bisher antizipierten Inflationsanstieg.

US-Industrie bleibt auf solidem Wachstumspfad, verliert aber an Schwung

In den USA hat sich das Wachstum im Industriesektor im April zwar verlangsamt, dennoch bleibt das verarbeitende Gewerbe auf einem soliden Kurs. Dies lässt sich aus der letzten Ausgabe der monatlichen Umfrage des nationalen Branchenverbandes ISM (Institute for Supply Management) schliessen. Der daraus resultierende Einkaufsmanagerindex gab von 64.7 Punkten im März auf 60.7 Zähler nach. Analysten hatten eigentlich mit einem Anstieg auf 65.0 Zähler gerechnet. Während sich die Teilindizes wie Neuaufträge oder Beschäftigung abschwächten, stieg der Index für die Preisentwicklung kräftig an.

Der gleichzeitig publizierte Einkaufsmanagerindex des Londoner Marktforschungsinstituts IHS Markit für die amerikanische Industrie verbesserte sich hingegen im April von 59.1 auf 60.5 Punkte. Laut IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson sei die Nachfrage im US-Industriesektor im letzten Monat so stark gewesen wie seit elf Jahren nicht mehr.

Euro-Industrie-Einkaufsmanagerindex erreicht Rekordhoch

Die Stimmung der Industrieunternehmen im Euroraum ist den neusten Umfrageergebnissen von IHS Markit so gut wie noch nie. Mit 62.9 Punkten erreichte der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie im April einen Rekordwert, resp. der höchste Wert seit Start der Datenerhebung Mitte 1997. Der PMI signalisiert ab 50 Zählern ein Wachstum des Sektors. Am stärksten ist die Erholung im europäischen Industriebereich derzeit in Deutschland und den Niederlanden. Aber auch in den übrigen von der Umfrage erfassten Ländern zeigten sich die Industrieunternehmen laut IHS Markit optimistisch. Allerdings drohten Kapazitätsengpässe und Lieferschwierigkeiten den Aufschwung zu bremsen.

 

Wirtschaftskalender 4. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 CH SECO-Konsumklimaindex (Q2) -30
10:30 GB IHS Markit PMI Industrie (April) 60.7
14:30 USA Handelsbilanz (März) USD -71.1 Mrd.
16:00 USA Industrie Auftragseingang (März, M/M) +0.5%

 

Unternehmenskalender 4. Mai

Land Unternehmen Periode
CH Adecco Q1
CH Geberit Q1
CH ams Q1
CH SIG Combibloc Q1
DE Infineon Q1
USA Pfizer Q1

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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