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LGT Navigator: Ölpreisrally heizt Inflationssorgen an

12. Oktober 2021

Der anhaltende Anstieg der Ölpreise verstärkt die Angst vor Energieengpässen und heizt die Inflationssorgen zusätzlich an. In der Folge konnten die wichtigsten Aktienindizes zu Wochenbeginn anfängliche Gewinne nicht halten. Während am US-Anleihemarkt wegen des «Columbus Day»-Feiertages kein Handel stattfand, setzten die Ölpreisnotierungen ihre Rally fort und die europäische Rohölsorte Brent erreichte rund USD 84 je Barrel. 

Ölpreisrally heizt Inflationssorgen an

Der Dow Jones Industrial verlor zum Wochenstart -0.72% und ging bei 34'496.06 Punkten aus dem Montagshandel. Der S&P 500 fiel um -0.69% auf 4'361.19 Zähler und auch an der Technologiebörse Nasdaq gaben die Indizes um rund -0.7% nach. An den asiatischen Aktienmärkten wurden grösstenteils Verluste gemeldet. Im Zentrum steht die Angst vor einer weltweiten Energiekrise mit einer unkontrollierten Inflation und einer versandeten globalen Wirtschaftserholung. Neue Impulse werden nun von der morgen beginnenden Quartalsberichtssaison in den Vereinigten Staaten erhofft.

Jahrestagung von IWF und Weltbank

An der in Washington stattfindenden Jahrestagung des Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Weltbank steht die Coronakrise, die Inflationsentwicklung sowie die Auswirkungen der globalen Lieferengpässen auf die Industrie im Mittelpunkt. Die Finanzminister und Zentralbankchefs werden sich dabei vor allem mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob der zunehmende Inflationsdruck effektiv nur ein vorübergehendes Phänomen ist und wie sich die Zentralbanken positionieren sollen. Im Fokus stehen nämlich auch Inflationsdynamiken, die durchaus nachhaltiger Natur sind. Der IWF wird heute um 15.00 Uhr (MESZ) auch seine neuen Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft vorlegen. Angesichts der anhaltenden Pandemie ist mit einer leichten Herabstufung der Prognose zu rechnen. Im Juli hatte der IWF noch ein globales Wachstum im laufenden Jahr von +6% prognostiziert.

EZB-Chefökonom Lane sieht aktuell keinen Grund auf Inflation zu reagieren

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip Lane, betonte, dass die EZB nach wie vor davon ausgehe, dass die mittelfristig erwartete Inflation niedrig, respektive innerhalb des von der Notenbank angepeilten Rahmens bleibe. Für das Ende des Prognosehorizonts erwartet die EZB derzeit eine Inflationsrate von +1.5%. Sollte die Inflation dauerhaft weit über 2% bleiben, wäre die EZB gezwungen zu handeln. Die Zentralbank müsse aber vermeiden, ihre Geldpolitik zu früh zu straffen, meinte Lane anlässlich eines Treffens des internationalen Bankenverbands IIF. Im September betrug die Inflationsrate in der Eurozone +3.4% und erreichte angetrieben durch die Energiepreisentwicklung und den Folgen von Materialengpässen das höchste Niveau seit 2008. Im Dezember wird die EZB ihre neuen Inflationsprognosen veröffentlichen, die bis in das Jahr 2024 reichen.

 

Wirtschaftskalender 12. Oktober

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Arbeitslosenrate (August)  4.6%
11:00 DE ZEW-Konjunkturerwartungen (Oktober) +26.5
11:00 EZ ZEW-Konjunkturerwartungen (Oktober) +31.1
15:00 USA IWF-Konjunkturprognosen Weltwirtschaft

 

Unternehmenskalender 12. Oktober

Land Unternehmen Periode
CH Givaudan 9-Monate Umsatz
CH Lonza Investorentag
DE Münchener Rück ESG-Tag
FR LVMH Q3 Umsatz

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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