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LGT Navigator: Positive Grundstimmung zum Wochenauftakt

28. Juni 2021

An der Wall Street konnten die Aktienindizes am Freitag ihre jüngsten Gewinne weiter ausbauen und der marktbreite S&P 500 erreichte gar ein erneutes Rekordhoch. Unterstützend wirkten einerseits der Konjunkturoptimismus der Anleger und die, trotz eines vielerorts weiter anziehenden Inflationsdrucks, anhaltend entspannte Haltung der wichtigsten Zentralbanken und andererseits die Fortschritte im Ringen um das billionenschwere US-Infrastrukturinvestitionspaket.

Positive Grundstimmung zum Wochenauftakt

Der Dow Jones Industrial kletterte zum Schluss der vergangenen Handelswoche um +0.69% auf 34'433.84 Punkte und erzielte damit auf Wochensicht einen eindrücklichen Gewinn von knapp +3.5%. Der S&P 500 ging am Freitag bei 4'280.70 Zählern (+0.33%) aus dem Tagesgeschäft und verzeichnete damit die stärkste Woche seit Februar. Auch in Europa blieb die Börsenstimmung am Freitag freundlich und der EuroStoxx 50 erreichte ein Wochenplus von knapp einem Prozent. Die Aktienindizes in Asien handelten überwiegend seitwärts ohne klaren Trend, aber mit einer positiven Grundstimmung zu Wochenbeginn. Das Risiko steigender Anleiherenditen angesichts eines anhaltenden Inflationsdrucks und damit einhergehend eines potenziellen Rückschlags an den Aktienmärkten dürfte die Kauflust der Investoren aber im Zaum halten.

Inflationsdruck in den USA nimmt weiter zu

Die Konsumentenpreise in den Vereinigten Staaten haben sich im Mai verglichen zum Vorjahr um +3.4% verteuert. Dabei handelt es sich um den stärksten Preisanstieg seit April 1992, wie Daten des amerikanischen Handelsdepartements zeigen. Diese Berechnung klammert die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise aus, es handelt sich also um die Kerninflationsrate, die auch die US-Notenbank zur Beurteilung der Teuerung heranzieht. Eigentlich peilt sie ein jährliches Inflationsziel von 2% an, das nun deutlich überschritten worden ist. Allerdings haben die amerikanischen Notenbanker in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach betont, dass sie ein allfälliges Überschiessen der Teuerung für temporär halten und eine Anpassung der Geldpolitik vorerst kein Thema ist. Die Konsumausgaben der US-Privathaushalte stagnierten derweil im Mai, wie eine separate Erhebung zeigte. Zudem ist das verfügbare Haushaltseinkommen etwas gesunken, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass die Direktzahlungen an die Bürger aus dem Corona-Hilfspaket teilweise ausgelaufen sind.

Konsumlaune in Deutschland hellt sich auf

In Deutschland ist die Kauflaune im Juni gestiegen und ist so gut wie zuletzt im August 2020. Das meldete das Konsumforschungsunternehmens GfK am Freitag. Die Befragten beurteilen insbesondere die Konjunkturlage wieder optimistischer, was sich im entsprechenden Sub-Indikator spiegelt, der auf den höchsten Stand seit zehn Jahren geklettert ist. Trotz der Aufhellung des Konsumklimas verharrt das Barometer aber nach wie vor unter dem langjährigen Durchschnitt. Mit fortschreitenden Lockerungen sowie Fortschritten bei den Impfungen werde eine spürbare Erholung des Privatkonsums in der zweiten Jahreshälfte wahrscheinlicher, heisst es in der GfK-Mitteilung.

Regionalwahlen in Frankreich als Präsidentschaftswahlbarometer

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen erlitten bei den Regionalwahlen beide eine schwere Schlappe. Macrons Partei LREM ging in der zweiten Runde am Sonntag in keiner einzigen Region als Sieger hervor. Le Pens Partei verfehlte ihr Ziel, erstmals eine Region zu erobern, ebenfalls. Die Regionen, in denen gewählt wurde, blieben damit überwiegend in den Händen der bürgerlichen Rechten und der Linken. Die Wahlbeteiligung blieb auffallend niedrig – zwei von drei Wahlberechtigten blieben der Abstimmung fern. In zehn Monaten finden die Präsidentschaftswahlen in Frankreich statt und es scheint, als ob der amtierende Staatschef und die rechte Herausforderin grosse Probleme haben, die Wähler mit ihrer Politik zu überzeugen.

Wirtschaftskalender 29. Juni 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
01:50 JP Einzelhandelsumsätze (J/J, Mai) +11.9%
08:45 FR Konsumentenvertrauen (Juni) 94.0
09:00 SP Verbraucherpreise (Juni, J/J) +2.4%
11:00 EZ Wirtschaftsstimmung (Juni) 114.5
14:00 DE Verbraucherpreisindex (Juni, J/J) +2.4%
15:00 USA S&P/Case-Shiller Hauspreise 20 grössten Städte (J/J, April) +13.3%
16:00 USA Verbrauchervertrauen (Juni) 117.2

 

Unternehmenskalender 30. Juni

Land Unternehmen Periode
USA Micron Technology Q3

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.