Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Quartalsberichtsaison gibt bisher keine klare Richtung vor

25. Januar 2023

An der Wall Street standen gestern die Quartalsberichte einiger Börsenschwergewichte und ein kurzzeitiger Handelsunterbruch aus noch nicht geklärten Gründen im Mittelpunkt. Der Software-Riese Microsoft verdiente im Schlussquartal 2022 deutlich weniger und verwies auf die negativen Effekte der hohen Inflation und der Rezessionssorgen. Neuste Einkaufsmanagerumfragen zeigten in den USA und Grossbritannien ein trüberes Bild, während sich der Ausblick für die Euro-Wirtschaft moderat zu verbessern scheint.

Quartalsberichtsaison gibt bisher keine klare Richtung vor
Shutterstock

Der Dow Jones Industrial schloss bei 33'733.96 Punkten 0.31% höher als am Vortag. Der marktbreite S&P 500 blieb bei 4'016.95 Punkten praktisch unverändert (+0.07%) und an der Nasdaq verloren die Indizes am Dienstag rund 0.2%. Im Fokus stand vor allem die laufende "Earnings Season". Microsoft tat sich Ende letzten Jahres schwer und litt unter der hohen Inflation und Rezessionssorgen. In den drei Monaten bis Ende Dezember sank der Nettogewinn im Jahresvergleich um 12% auf USD 16.4 Milliarden, während der Umsatz um 2% auf USD 52.7 Milliarden zulegte, damit aber das schwächste Wachstum seit mehr als sechs Jahren verbuchte. Insgesamt lagen die Quartalszahlen jedoch im Rahmen der Erwartungen. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat mit seinem Q4-Resultat die Umsatzerwartungen des Marktes zwar leicht verfehlt, konnte dies aber dank einer höheren Marge ausgleichen. Am Anleihenmarkt blieb die Rendite der zehnjährigen Benchmark-US-Staatsanleihe mit 3.46% mehr oder weniger unverändert zum Vortag.

Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum wurden am Mittwoch uneinheitlich gehandelt und spiegelten damit die Richtungskämpfe an der Wall Street. In China, Hongkong oder Singapur blieben die Börsen wegen des chinesischen Neujahrsfestes geschlossen. In Tokio legte der Nikkei 225 um rund 0.3% zu.

Stimmung in der US-Privatwirtschaft bleibt zu Jahresbeginn trübe

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global für die Privatwirtschaft (Dienstleistungs- und Industriesektor zusammengefasst) in den USA deutet auf einen anhaltend schwächeren Wirtschaftstrend hin. Der PMI verbesserte sich im Januar zwar von 45.0 Punkten im Vormonat auf 46.6 Zähler bleibt damit aber unter der Wachstumsschwelle von 50. S&P Global Market Intelligence Chefvolkswirt Chris Williamson kommentierte: "Die US-Wirtschaft ist mit einem enttäuschend schwachen Ergebnis in das Jahr 2023 gestartet, da die Geschäftsaktivität im Januar erneut stark zurückgegangen ist."

Der Ausblick für die Eurozone scheint sich hingegen aufzuhellen

In der Eurozone hat sich die Stimmung der von S&P Global befragten Unternehmen zu Jahresbeginn erneut verbessert. Erstmals seit rund sechs Monaten signalisiert der Einkaufsmanagerindex mit 50.2 Punkten (nach 49.3 im Dezember) wieder ein Wirtschaftswachstum.

Britische Privatwirtschaft sinkt weiter in Kontraktion

In Grossbritannien hat sich die Stimmung im Gegensatz zum Euroraum im Januar überraschend deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 49.0 auf 47.8 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit zwei Jahren zurück. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 48.8 gerechnet. Laut S&P Global unterstreicht der schwächer als erwartet ausgefallene PMI das Potenzial einer Rezession.

Wirtschaftskalender 25. Januar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Erzeugerpreise (Dezember, J/J)  +14.8%
10:00 DE Ifo Geschäftsklima (Januar) 88.6
16:00 KAN Bank of Canada Zinsentscheid 4.25%

 

Unternehmenskalender 25. Januar

Land Unternehmen Periode
CH Givaudan Q4
NL ASML Q4
FR Alstom Q3 Umsatz
USA Tesla Q4
USA IBM Q4
USA AT&T Q4
USA Abbott Laboratories Q4

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

 

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

Risikohinweis (Disclaimer)
Bei dieser Publikation handelt es sich um eine Werbeunterlage/Marketingmitteilung. Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertenstellung und kein öffentliches Inserat und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Diese Publikation ist nur für den Empfänger bestimmt und darf weder in elektronischer noch in anderer Form an Dritte weitergeleitet, vervielfältigt oder veröffentlicht werden. Der Inhalt dieser Publikation ist von Mitarbeitenden der LGT verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen sind daher nicht so zu interpretieren, dass sich seit ihrer Publikation die Verhältnisse nicht geändert haben oder die Informationen immer noch aktuell seien. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheidungen getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher kein zuverlässiger Indikator für eine positive Performance in der Zukunft. Das Risiko von Kurs- und Fremdwährungsverlusten aufgrund einer für den Anleger ungünstige Wechselkursentwicklung kann nicht ausgeschlossen werden. Es besteht die Gefahr, dass die Anleger nicht den vollen Betrag zurückerhalten, den sie ursprünglich investiert haben. Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Im Falle von Simulationen wird darauf hingewiesen, dass sich die Zahlenangaben auf eine simulierte frühere Wertentwicklung beziehen und dass die frühere Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse ist.

Die bei der Ausgabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kommissionen und Kosten werden dem Anleger individuell belastet und finden deshalb keine Berücksichtigung in der dargestellten Wertentwicklung. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden jedweder Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbietet oder von einer Bewilligung abhängig macht. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt sowie potentielle Investoren haben sich selbst im Heimat-, Wohnsitz- oder Sitzland bezüglich der gesetzlichen Anforderungen sowie allfälligen steuerlichen Konsequenzen, Fremdwährungsrestriktionen oder Fremdwährungskontrollen und anderen Aspekten, welche vor dem Entscheid über die Zeichnung, den Erwerb, den Besitz, den Austausch, die Rückgabe oder eine andere Handlung in Bezug auf solche Anlagen relevant sind, umfassend zu informieren, sich angemessen beraten zu lassen sowie etwaige Beschränkungen einzuhalten. Den mit der Erstellung dieser Publikation betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in dieser Publikation erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen. Zu allfälligen genannten Finanzinstrumenten stellen wir Ihnen gerne jederzeit und kostenlos weitere Unterlagen zur Verfügung, wie beispielsweise ein Basisinformationsblatt nach Art. 58 ff. des Finanzdienstleistungsgesetzes (BIB), einen Prospekt gemäss Art. 35 ff des Finanzdienstleistungsgesetzes oder ein gleichwertiges ausländisches Produktinformationsblatt, z.B. ein Basisinformationsblatt nach der Verordnung EU 1286/2014 für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte (PRIIPS KID).

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.