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LGT Navigator: Reger Wertpapierhandel beschert US-Banken glänzende Zahlen

15. April 2021

Die amerikanischen Grossbanken weisen dank hoher Handelsaktivität im ersten Quartal Rekordergebnisse aus. Die Krypto-Plattform Coinbase schafft den Sprung an die Wall Street, und Fed-Chef Jerome Powell bestätigt einmal mehr den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank.

Hohe Handelsaktivität

Die US-Börsen legten am Mittwoch eine Verschnaufpause ein. Der S&P 500 schloss -0.4% unter dem Rekordwert vom Vortag und der Nasdaq Composite gab -1% nach. Der Dow Jones holte dagegen die Verluste vom Dienstag auf und gewann +0.2%. 

An den asiatischen Börsen ist die Stimmung gedämpft. Der Nikkei notiert in Tokio unverändert. Der Shanghai Composite und der Hang Seng verlieren jeweils -1%.

Rekordergebnisse für US-Grossbanken

Die amerikanischen Grossbanken sind mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet. So hat die Investmentbank Goldman Sachs für das abgelaufene Quartal ein Rekordergebnis ausgewiesen, das die Markterwartungen deutlich übertroffen hat. Dabei hat sie den Gewinn binnen Jahresfrist mehr als verfünffacht. Zum Erfolg beigetragen hat insbesondere die Handelssparte, wo die Umsätze im Aktien- und Anleihenhandel deutlich gewachsen sind.

Auch JPMorgan Chase hat im ersten Quartal einen Gewinnsprung verzeichnet und die Analystenschätzungen übertroffen: Mit USD 14.3 Mrd. ist der Gewinn fast fünfmal so gross ausgefallen wie in der Vorjahresperiode. Die Bank profitierte wie ihr Rivale Goldman Sachs von einem starken Ergebnis im Aktien- und Anleihenhandel. Zudem hat JPMorgan Rückstellungen im Umfang von USD 5.2 Mrd. aufgelöst, die sie vor einem Jahr gebildet hatte, um für mögliche Kreditausfälle im Zuge der Coronakrise gewappnet zu sein. Da sich die Situation bislang besser als befürchtet entwickelt hat, werden die Reserven nun schrittweise abgebaut.

Als dritte im Bunde knüpfte Wells Fargo an die Erfolgsmeldungen an. Die Bank mit Sitz in San Francisco, die eine starke Position im US-Hypothekengeschäft besetzt, hat ihren Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal versiebenfacht. Sie hat ebenfalls Reserven aufgelöst und Einsparungen umgesetzt.

Erfolgreiches Börsendebüt

Die Krypto-Plattform Coinbase hat den Sprung an die Wall Street geschafft. Die Aktien starteten am Mittwochnachmittag an der Technologiebörse Nasdaq zu einem Preis von USD 381 in den Handel. Im Handelsverlauf kletterten die Titel bis auf knapp USD 430 und schlossen schliesslich mit USD 328.28. Das Unternehmen erreicht damit eine Marktkapitalisierung von rund USD 65 Mrd. (ohne Berücksichtigung von Optionen). Coinbase betreibt die grösste amerikanische Handelsplattform für Digitalwährungen und wird von rund 56 Millionen Kunden weltweit genutzt. Für die noch junge Krypto-Branche könnte dieser Börsengang einen Wendepunkt markieren und Kryptowährungen einem breiten Publikum zugänglich machen.

Powell bestätigt Niedrigzinspolitik

US-Notenbankchef Jerome Powell bestätigte in einer Rede einmal mehr den eingeschlagenen geldpolitischen Kurs. Erst wenn Vollbeschäftigung erreicht sei und die Inflation nachhaltig auf über 2% notiere, stehe eine Anpassung der Geldpolitik zur Debatte, sagte Powell im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung des Economic Club of Rome. In einem ersten Schritt werde die Notenbank dann die Anleihenkäufe reduzieren. Ein solches Szenario dürfte sich laut Powell aber nicht vor Ende 2022 realisieren. 

Weiteres Hilfspaket für Italiens Wirtschaft?

Die italienische Regierung prüft gemäss Medienberichten weitere Hilfsmassnahmen, um die Wirtschaft in der Coronakrise zu unterstützen. Dabei gehe es um eine Summe von rund EUR 40 Mrd., berichteten mehrere Zeitungen am Mittwoch. Am Donnerstag sollen die Beratungen fortgesetzt werden. Die Regierung hat bereits ein Hilfspaket von EUR 32 Mrd. beschlossen, um die Konjunktur anzukurbeln. 

Europäische Industrieproduktion schrumpft

Die europäische Industrieproduktion ist im Februar nach einem guten Jahresauftakt geschrumpft und gegenüber Januar um -1% gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Analysten hatten einen noch stärkeren Rückgang um -1.3% erwartet. Im Januar war die Produktion noch um +0.8% gewachsen. Auch im Vergleich zum Vorjahr resultierte ein Minus: So produzierte die europäische Industrie im Februar 2020 1.6% mehr Güter als im Februar dieses Jahres.

 

Wirtschaftskalender 15. April

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Verbraucherpreisindex (März) +0.5%
08:45 FR Verbraucherpreisindex (März) unverändert
14:30 USA Einzelhandelsumsatz (März) -2.7%%
14:30 USA Philly Fed Index (April) 17.40
14:30 USA Empire State Index (April) 51.80

 

Unternehmenskalender 15. April

Land Unternehmen Periode
USA Citigroup Q1 
USA Bank of America Q1
USA PepsiCo Q1

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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