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LGT Navigator: Schnäppchenjäger sorgen für erneute Erholung an den Börsen

3. Dezember 2021

An der Wall Street fanden am Donnerstag Investoren attraktive Einstiegsniveaus und sorgten für eine erneute Erholung der Aktienindizes. Zur Wochenmitte hatten die erstmals auch in den USA nachgewiesene Infektion mit der neuen Virus-Variante Omikron sowie Inflations- und Zinsängste für sinkende Kurse gesorgt. Der heute Nachmittag anstehende US-Arbeitsmarktbericht, der insbesondere für das Fed in Bezug auf das Tempo der geplanten Drosselung der Geldpolitik entscheidend sein wird, dürfte im Vorfeld für Zurückhaltung an den Kapitalmärkten sorgen. Zudem ist es nach wie vor zu früh, den Effekt der Omikron-Variante zu beurteilen.

Schnäppchenjäger sorgen für erneute Erholung an den Börsen

Während an Europas Börsen gestern noch die Unsicherheiten in Bezug auf die Pandemieentwicklung dominierten – der EuroStoxx 50 schloss -1.7% tiefer – traten an der New Yorker Börse die Schnäppchenjäger auf das Parket. Der Dow Jones Industrial legte um +1.82% auf 34'639.79 Punkte zu und machte damit das Vortagesminus mehr als wett. Der S&P 500 gewann +1.42% und schloss bei 4'577.10 Zählern, während an der Nasdaq die Gewinne mit rund +0.7% moderater ausfielen. Auf der politischen Bühne wendete der US-Kongress einmal mehr einen befürchteten «Shutdown» der Regierung kurz vor Fristablauf ab. Das Repräsentantenhaus und der Senat billigten am Donnerstagabend eine Übergangsregelung, die einen teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte verhindert, womit die Finanzierung des Staatsapparats bis zum 18. Februar sichergestellt ist.

In Asien sorgte die Ankündigung des chinesischen Fahrdienstvermittlers Didi, sich in New York von der Börse zurückziehen, für Aufsehen. Der chinesische Konzern hatte sich mit seinem USD 4.4 Mrd. schweren US-Börsengang im Juli mit den chinesischen Regulierungsbehörden angelegt und nun mitgeteilt, die Aktiennotierung nach Hongkong zu verlegen.

US-Arbeitsmarktbericht im Fokus der Märkte und der Fed

Mit Spannung wird heute Nachmittag (14:30 Uhr) der offizielle Arbeitsmarktbericht erwartet, der abgesehen vom Agrarsektor die Gesamtwirtschaft abdeckt. Sollte sich die Erholung am Arbeitsmarkt fortsetzen, könnte dies den Druck auf die US-Notenbank erhöhen, die angekündigte Drosselung der Anleihenkäufe womöglich zu forcieren. Nach einem starken Stellenwachstum im Oktober von 531’000 neu besetzten Jobs rechnen Analysten im November mit einem Zuwachs um 546'000 Stellen. Die kurzfristigen Arbeitsmarktdaten aus den USA haben sich unterdessen wieder etwas verschlechtert, jedoch nicht ganz so stark wie von Analysten prognostiziert. Die Zahl der erstmals gestellten Arbeitslosenversicherungsanträge (Initial Jobless Claims) stieg in der vergangenen Woche um 28’000 auf 222’000 Anträge an. Im Schnitt war mit einem stärkeren Zuwachs auf 240’000 Anträge gerechnet worden. Die wöchentlichen Erstanträge gelten als Frühindikator für die Arbeitsmarktentwicklung.

Anhaltender Anstieg der Preise auf Erzeugerebene im Euroraum

In der Eurozone sind die Produzentenpreise im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Auf Jahressicht erhöhte sich das Preisniveau um knapp +22% (Konsens +20%) und im Vergleich zum Vormonat um +5.4% (Konsens +3.8%). Getrieben werden die Erzeugerpreise weiterhin vor allem durch den Energiesektor – auf Jahressicht +62.5%. Die Erzeugerpreise geben tendenziell zeitverzögert die Richtung für die Verbraucherpreise vor.

Wirtschaftskalender 3. Dezember

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:45 FR Industrieproduktion (Oktober, M/M) -1.3%
09:15 ESP IHS Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleister (November) 56.6
09:30 EZ EZB-Präsidentin Lagarde Rede
09:45 IT IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (November) 54.2
09:50 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (November) 56.3
09:55 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (November) 52.8
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (November) 55.8
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (November) 57.7
11:00 EZ Einzelhandelsumsätze (Oktober, J/J) +2.5%
14:30 USA Arbeitslosenrate (November) 4.6%
14:30 USA Beschäftigung ex-Agrar (November) +531'000
15:45 USA IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (November) 56.5
16:00 USA ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister (November) 66.7
16:00 USA Auftragseingang dauerhafte Güter (Oktober) +0.2%

 

Unternehmenskalender 3. Dezember

Land Unternehmen Periode
DE Allianz Kapitalmarkttag

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.