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LGT Navigator: Start in ein neues, aber nicht weniger herausforderndes Börsenjahr 2021

4. Januar 2021

An den internationalen Kapitalmärkten wird das neue Jahr weiterhin im Schatten der Corona-Pandemie stehen, jedoch dürften die weltweit gestarteten Impfkampagnen gegen Covid-19 sowie der Regierungswechsel in den USA und die Einigung im Brexit-Streit in letzter Minute den Optimismus der Anleger stärken. Angesichts der fragilen Verfassung der Weltwirtschaft und der schwer in den Griff zu bekommenden Coronakrise dürfte auch das neue Börsenjahr 2021 für Investoren eine grosse Herausforderung darstellen. 

Start in ein neues, aber nicht weniger herausforderndes Börsenjahr 2021

An der Wall Street erreichte der Dow Jones Industrial am letzten Handelstag vor den Jahreswechsel erneut Rekordhöhen. Allerdings waren die Volumina deutlich geringer als gewöhnlich. Der Dow legte am 31. Dezember bis auf 30'637 Punkte zu und erzielte damit ein neues Allzeithoch. Zum Handelsschluss notierte der Index ein Tagesplus von +0.65% und ging bei 30'606.48 Zählern aus dem Handel. Auch der breite S&P 500 legte um +0.67% auf 3'756.07 Punkte zu und erzielte zwischenzeitlich ebenfalls ein Rekordhoch. Die europäischen Aktienmärkte gingen an Silvester zumeist mit Kursverlusten aus dem Handel. Der EuroStoxx 50 schloss am vergangenen Donnerstag -0.53% tiefer bei 3'552.64 Punkten und in London gab der FTSE 100 gar um -1.45% auf 6'460.52 Zähler nach. In Frankfurt blieb die Börse am 31. Dezember geschlossen. Die Börsen in Asien zeigten sich zum Jahresauftakt gemischt. Belastend wirkte sich die Ankündigung von Japans Ministerpräsidenten Yoshihide Suga aus, für Tokio und die umgebenden Präfekturen einen weiteren Ausnahmezustand zu prüfen, da die Zahl der Fälle auf Rekordniveau liegt und die Einführung eines Impfstoffs mehr als einen Monat entfernt ist.

Die Corona-Pandemie bleibt auch 2021 das beherrschende Thema

Die Zahl der weltweiten Coronavirus-Infektionen beträgt mittlerweile mehr als 85 Millionen und 1.84 Mio. Toten im Zusammenhang mit dem Virus. In den USA erreichten die Covid-19-Fallzahlen nach dem Neujahr mit fast 300'000 Ansteckungen innert 24 Stunden einen neuerlichen Rekord. Während in Japan die Ausrufung des Notstands in Tokio erwogen wird, verhängte beispielsweise Thailand neue Beschränkungen aufgrund einer stark steigenden Anzahl an Covid-19-Infektionen. In China hat der Pharmakonzern Sinopharm erstmals eine bedingte Zulassung für die breite Anwendung seines Corona-Impfstoffs erhalten. Diesem wird ein knapp 80%iger Schutz attestiert. In China gibt es neben Sinopharm mit Anhui Zhifei Longcom, CanSino, und Sinovac noch drei weitere Unternehmen, die sich in der Endphase der Impfstoff-Entwicklung befinden. China hatte das Ziel ausgegeben, bis Ende des Jahres 600 Mio. Dosen auf den Markt zu bringen. Obwohl es bislang keine Zulassung für die breite Öffentlichkeit gab, wird in China bereits seit dem Sommer geimpft. Indien hat erstmals zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt. Neben dem in Indien entwickelten Impfstoff namens Covaxin handelt es sich um den Impfstoff von AstraZeneca. Der Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca wurde nun auch in Argentinien und El Salvador zugelassen. Inzwischen will die europäische Arzneimittelagentur EMA das Präparat von AstraZeneca weiter sorgfältig prüfen. Anders als in Grossbritannien will die EU keine Notfallzulassung, sondern in einem sogenannten «Rolling Review»-Verfahren eine bedingte Marktzulassung erreichen.

Stichwahl in Georgia entscheidend für Bidens Amtszeit 

Am Dienstag entscheidet sich bei einer Stichwahl um zwei Senatssitze im Bundesstaat Georgia, wer künftig das Sagen im Senat hat. Sollte es den Republikanern gelingen ihre Mehrheit zu verteidigen könnte dies den Handlungsspielraum des neu gewählten demokratischen Präsidenten Joe Biden deutlich einengen. Um die faktische Mehrheit zu erlangen, müssten sich die Demokraten Jon Ossoff und Raphael Warnock gegen die republikanischen Rivalen David Perdue und seine Amtskollegin Kelly Loeffler durchsetzen.

Störaktion bei der Wahlzertifizierung erwartet

Mit Spannung wird nun die am Mittwoch im neu zusammengesetzten US-Kongress stattfindende Zertifizierung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahl erwartet. Eine Gruppe Republikaner aus dem Repräsentantenhaus und Senat haben angekündigt, bei der Prozedur Einspruch gegen Resultate einzelner Staaten einzulegen. Durch einen Einspruch könnte erzwungen werden, dass sich beide Kongresskammern nochmals zu getrennten Sitzungen zurückziehen müssen, um die Einwände zu debattieren und am Ende abzustimmen, ob sie diesen folgen oder nicht. Eine derartige Aktion hätte aber wegen der Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus keine Aussicht auf Erfolg und wird am Wahlausgang nichts ändern.

Zuvor wurde erstmals in der Amtszeit des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump im US-Kongress ein Veto des Präsidenten gekippt. Nach dem Repräsentantenhaus überstimmte am vergangenen Freitag auch der republikanisch dominierte Senat Trumps Veto gegen das Gesetzespaket zum US-Verteidigungshaushalt mit der dafür nötigen Zweidrittelmehrheit. Generell setzt sich der US-Kongress äusserst selten über Vetos des Präsidenten hinweg Damit kann das milliardenschwere Gesetzespaket auch ohne die Unterschrift des Präsidenten in Kraft treten. Nachdem bereits vor einer Woche das Votum im Repräsentantenhaus eindeutig ausgefallen war, stimmten 81 Senatoren für das Gesetzespaket, bei 13 Gegenstimmen, und kippten damit Trumps Veto. Als Begründung für sein Veto hatte der Präsident erklärt, das Gesetz widerspreche der Aussenpolitik seiner Regierung und der nationalen Sicherheit der USA. Beispielsweise wird durch den nun gegen den Willen des Weissen Hauses im Kongress verabschiedeten Gesetzesentwurf der von Trump angeordnete Abzug von Soldaten aus Afghanistan, Südkorea und Deutschland begrenzt.

 

 

Wirtschaftskalender 4. Januar 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:15 SP IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember)  49.8
09:30 CH Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember)  55.2
09:45 IT IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember)  51.5
09:50 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember)  51.1
09:55 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember)  58.6
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember)  55.5
10:30 EZ Sentix-Konjunktureintschätzung -2.7
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember)  57.3
15:45 USA IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember)  56.5

 

Unternehmenskalender 15. Januar 

Land Unternehmen Periode
USA JPMorgan Chase Q4
USA Citigroup  Q4
USA Goldman Sachs  Q4
USA Alcoa Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.