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LGT Navigator: Steigende Renditen drängen Börsen wieder in die Defensive

31. März 2021

Während zu Wochenbeginn aufgrund der Turbulenzen rund um den US-Hedgefonds Archegos die Stimmung an den Aktienmärkten zu kippen drohte, blieben die Anleger zumeist optimistisch und stützten ihre Hoffnungen auf die zumindest in den USA schnell voranschreitende Covid-19-Impfkampagne sowie das Infrastrukturprogram von US-Präsident Biden. Ein erneuter Anstieg der Renditen am US-Anleihenmarkt trübt nun aber nochmals auf die Börsenstimmung, einmal mehr insbesondere bei Technologieaktien.

Steigende Renditen drängen Börsen wieder in die Defensive

Der Dow Jones Industrial schloss am Dienstag -0.31% tiefer bei 33'066.96 Punkten, nachdem der Leitindex zum Wochenstart noch ein Rekordhoch bei 33'259 Zählern erreicht hatte. Auch der marktbreite S&P 500 gab um -0.32% auf 3'958.55 Punkte nach. Die Anleger blickten dabei wieder verstärkt auf die wieder steigenden Renditen am US-Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen notiert nun wieder klar über 1.70%. Während sich die Finanzwerte von den Turbulenzen rund um den Hedgefonds Archegos erholen konnten, litten vor allem Technologieaktien unter den höheren Zinsen. So beendete der Nasdaq 100 den Dienstagshandel mit einem Tagesverlust von -0.53% bei 12'896.53 Zählern.

In Asien schlossen sich die meisten Aktienindizes am Mittwochmorgen den negativen Vorgaben der Wall Street an und tendierten im roten Bereich. Dabei vermochten starke Konjunkturdaten aus China keine positiven Impulse zu setzen. Gemäss den neusten Einkaufsmanagerumfragewerten hat sich die Stimmung in Chinas Wirtschaft im März überraschend deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex der Industrie verbesserte sich von 50.6 im Vormonat auf 51.9 Punkte. Auch im Dienstleistungssektor hellte sich die Stimmung unerwartet deutlich auf. Der entsprechende PMI stieg von 51.4 auf 56.3 Punkte.

IWF geht von weiterer Beschleunigung der Weltwirtschaft aus

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird seine Prognosen für die Weltwirtschaft nach Aussagen von IWF-Chefin Kristalina Georgiewa nach oben anpassen. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie sei in diesem und im nächsten Jahr mit einer weiteren Beschleunigung zu rechnen. Für Optimismus sorgt insbesondere die laufende Impfkampagne sowie die massiven Fiskalpakete in den USA. Zu Jahresbeginn lautete die Vorhersage des Währungsfonds für das globale BIP-Wachstum auf +5.5%.

Zuversichtlichere US-Konsumenten

Die Stimmung der Amerikaner hat sich im März unerwartet deutlich aufgehellt, wie die neusten Umfragewerte des Wirtschaftsforschungsinstituts The Conference Board zeigen. Das Verbrauchervertrauensbarometer erhöhte sich dabei von 90.4 auf 109.7 Punkte (Konsens 96.8) und notiert damit auf dem höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie. Im Rahmen der Umfrage wurden insgesamt 5’000 Haushalte befragt.

Wirtschaftsstimmung im Euroraum hellt sich im März stark auf

Erstmals seit Ausbruch der Coronakrise notiert der von der Europäischen Kommission monatlich erstellte Indikator zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung leicht über dem langfristigen Durchschnitt. Der Sammelindex legte von 93.4 Punkten im Februar auf 101.1 Zähler im März zu, während Analysten mit einer Verbesserung auf 96.0 Punkte gerechnet hatten. Die Zuwächse seien von einer Grössenordnung, wie sie seit der steilen Erholung nach der ersten Phase der Pandemie nicht mehr gesehen worden seien, betonte die Brüsseler Exekutive. Am stärksten habe sich die Stimmung in Deutschland aufgehellt. Aber auch in den anderen grossen Euroländern habe sich die Konjunktureinschätzung signifikant verbessert.

Optimistisch auch die neusten Umfragewerte aus Paris. So hat sich die Stimmung der französischen Konsumenten im März überraschend deutlich verbessert. Der vom Statistikamt Insee erhobene Indikator kletterte gegenüber dem Vormonat um drei Punkte auf 94 Zähler. Zuvor war die Verbraucherstimmung zwei Monate in Folge gesunken.

KOF-Konjunkturbarometer signalisiert zügige Wirtschaftserholung

Die Schweizer Wirtschaft scheint auf dem Weg zu einer kräftigen Erholung in den nächsten Monaten. Darauf lässt zumindest das gestern publizierte Wirtschaftsbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH in Zürich schliessen. Im März kletterte der Indikator um 15.2 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 117.8 Zähler und erreichte damit den höchsten Wert seit Sommer 2010. Getragen werde die Erholung vor allem von der Industrie. Aber auch die übrigen Sektoren sowie die inländische als auch die ausländische Nachfrage signalisieren eine positive Entwicklung, wenn auch schwächer als im Industriebereich, kommentierte die KOF.

Kräftiger Inflationsanstieg in Spanien

In Spanien ist die Teuerungsrate der Verbraucherpreise im März stark gestiegen. Die nach europäischer Methode erhobenen Verbraucherpreise legten auf Jahressicht um +1.2% zu. Zu Jahresbeginn hatte die Inflationsrate noch knapp im negativen Bereich gelegen. Analysten waren im Schnitt von einer etwas niedrigeren Teuerungsrate von +0.9% ausgegangen. Im Monatsvergleich stiegen die Konsumentenpreise im März um 1.9% (Konsens +1.6%).

 

Wirtschaftskalender 31. März 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:45 FR Konsumausgaben (Februar, M/M) -4.6%
08:45 FR Verbraucherpreise (März, J/J) +0.8%
09:55 DE Arbeitslosenquote (März) 6.0%
11:00 EZ Verbraucherpreise (März, J/J) +0.9%
11:00 EZ Kern-Verbraucherpreise (März, J/J) +1.1%
12:00 IT Verbraucherpreise (März, J/J) +1.0%
14:15 USA ADP-Beschäftigung Privatwirtschaft (März) +117'000
15:45 USA Chicago Einkaufsmanagerindex (März) 59.5
16:00 USA Ausstehende Hausverkäufe (Februar, M/M) -2.8%
16:00 CH SNB Quartalsbericht

 

Unternehmenskalender 31. März

Land Unternehmen Periode
SWE H&M Q1
USA Walgreens Boots Alliance Q2

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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