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LGT Navigator: Trump zementiert konservative Mehrheit im Supreme Court

27. Oktober 2020

Eine Woche vor der US-Präsidentenwahl zementiert US-Präsident Trump mit der Berufung von Amy Coney Barrett als Richterin am Obersten Gericht die konservative Mehrheit in einer der wichtigsten Institutionen der USA. Zudem deutet Trump einmal mehr deutlich an, dass er eine Wahlniederlage wahrscheinlich nicht akzeptieren würde. Unterdessen sorgen neuerliche «Lockdowns» aufgrund der weiter stark steigenden Covid-19-Fallzahlen in Europa und den USA sowie die zunehmende Nervosität vor den US-Wahlen für eine anhaltende Verunsicherung an den Kapitalmärkten. Weiterhin schwinden die Hoffnungen auf das seit langem antizipierte US-Corona-Hilfspaket immer mehr.

Trump zementiert konservative Mehrheit im Supreme Court

Nur eine Woche vor der US-Präsidentenwahl wird mit der Richterin Amy Coney Barrett (48) die konservative Mehrheit im Obersten Gericht des Landes gefestigt. Die Wunschkandidatin von US-Präsident Donald Trump passierte den Senat mit der republikanischen Mehrheit von 52 Stimmen. Erstmals in der Geschichte stimmte kein einziges Mitglied der oppositionellen Partei für den Kandidaten. Barrett wird damit die Nachfolge der im September verstorbenen liberalen Richterin Ruth Bader Ginsburg antreten. Die Richter werden auf Lebenszeit ernannt und die konservative Mehrheit im Supreme Court könnte nun bei einem «unklaren» Wahlausgang am 3. November schlussendlich das «letzte Wort» haben.

US-Präsident Donald Trump machte unterdessen nochmals klar, dass er ein nicht eindeutiges Ergebnis am 3. November kaum akzeptieren würde. Es gebe in den ganzen USA grosse Probleme und Diskrepanzen bei der Briefwahl, so Trump. In mehreren Swing States ist es gut möglich, dass die Wahl am 3. November noch nicht entschieden ist und Briefwahl-Stimmen noch Tage später ausgezählt werden müssen.

Der Dow Jones Industrial brach zum Wochenstart um -2.29% ein und fiel unter die Marke von 28 000 Punkten auf 27685.38 Zähler. Der marktbreite S&P 500 gab um -1.86% auf 3400.97 Punkte nach. An den asiatischen Aktienmärkten war kein Trend erkennbar. Für Europas Börsen signalisieren die Futures nach den gestrigen schweren Verlusten (EuroStoxx -2.93% und Dax -3.71% ­ SAP-Aktien brachen um mehr als -20% ein) auf eine mässig positive Eröffnung.

Ifo-Geschäftsklima trübt sich angesichts der zweiten Pandemiewelle ein

Der viel beachtete Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Oktober auf 92.7 zurück (von 93.2 Punkten im Vormonat). Damit trübte sich die Stimmung der rund 8 000 befragten Unternehmen erstmals seit fünf Monaten wieder ein. Angesichts steigender Infektionszahlen nehmen die Sorgen der deutschen Wirtschaft zu, kommentierte das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut. In der aktuellen Umfrage beurteilten die Firmen vor allem ihren Ausblick auf die nächsten Monate skeptischer als noch vor einem Monat.

Japan setzt sich das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden

Der neue japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga bekräftigte sein Ziel, dass die drittgrösste Volkwirtschaft der Welt bis in das Jahr 2050 klimaneutral wird – ohne Beschränkung des Wirtschaftswachstums. Laut Suga könnte ein entsprechender Ausbau erneuerbarer Energien, des Kohlenstoffrecyclings und der Digitalisierung der heimischen Wirtschaft einen starken Schub verleihen. Japan ist derzeit weltweit der fünftgrösste CO2-Emittent und hatte sich unter der bisherigen Regierung von Shinzo Abe nicht auf einen konkreten Zeitpunkt verpflichtet. Mit dem nun gesetzten Ziel folgt Japan dem Beispiel der Europäischen Union.

 

 

Wirtschaftskalender 27. Oktober

MEZ Land Indikator Letzte Periode
13:30 USA Auftragseingang dauerhafte Güter (September, M/M)  +0.5%
15:00 USA S&P Häuserpreise 20 grösste Städte (September J/J) +3.9%

 

Unternehmenskalender 27. Oktober

Land Unternehmen Periode
CH Novartis Q3
GB HSBC Q3
GB BP Q3
USA Merck & Co Q3
USA 3M Q3
USA Aflac Q3

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.