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LGT Navigator: US-Arbeitsmarktbericht im Fokus

7. Januar 2022

Die Aussicht auf schneller steigende Zinsen in den USA und eine generell restriktivere Geldpolitik seitens der grossen Zentralbanken setzt den Aktienmärkten zu. Sollte die offizielle US-Arbeitsmarktstatistik, die heute veröffentlicht werden soll, wie erwartet ein kräftiges Beschäftigungswachstum zeigen oder stärker als antizipiert ausfallen, dürfte dies die Zinserwartungen nochmals anheizen. Dies könnte für zusätzlichen Druck auf die Börsen sorgen.

US-Arbeitsmarktbericht im Fokus

Nach einem soliden Jahresauftakt hat sich die Stimmung an den Börsen angesichts der Erwartung einer restriktiveren Zentralbankpolitik spürbar eingetrübt. In New York schloss der Dow Jones Industrial am Donnerstag knapp ein halbes Prozent tiefer. Der breite S&P 500 und die Technologieindizes an der Nasdaq hielten sich etwas besser und gingen fast unverändert aus dem Handel. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste an der Nasdaq aber bereits auf rund drei Prozent. Zuvor hatte das Protokoll der letzten Zinssitzung der US-Notenbank, die «FOMC-Minutes», Sorge um eine aggressivere geldpolitische Ausrichtung der wichtigsten Zentralbank verbreitet. Das Fed könnte angesichts der Wirtschafts- und Inflationstendenzen eine schnellere Anhebung der Zinsen als gerechtfertigt ansehen.

Heute Nachmittag steht um 14:30 Uhr (MEZ) die Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichts aus den USA im Zentrum des Interesses. Analysten gehen davon aus, dass im Dezember in der Gesamtwirtschaft 400'000 neue Stellen (Vormonat +210'000) geschaffen wurden und die Arbeitslosenrate von 4.2% auf 4.1% sinkt.

Dynamik der US-Dienstleister schwächt sich ab

Im amerikanischen Dienstleistungssektor hat sich die Stimmung Ende 2021 von hohem Niveau aus abgekühlt. Dies signalisierte der ISM-Einkaufsmanagerindex der von 69.1 Zählern im November auf 62.0 kräftiger als erwartet zurückfiel (Konsens 66.8).

Erzeugerpreise im Euroraum sorgen für weiteren Inflationsdruck

In der Eurozone hat sich der Preisanstieg auf Produzentenebene im November noch stärker als erwartet beschleunigt. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Erzeugerpreise um knapp +24% und wiesen damit die höchste Rate seit der Euro-Einführung im Jahr 1999 aus. Im Coronajahr 2020 lag die deutsche Jahresteuerung noch bei lediglich +0.5%. Auf Monatssicht stiegen die Preise um +1.8% (Konsens +1.5%). Bemerkbar macht sich vor allem der massive Anstieg der Energiepreise sowie teurere Vorleistungsgüter aufgrund der globalen Lieferkettenprobleme. Die Entwicklung der Erzeugerpreise dürfte zu einem späteren Zeitpunkt teilweise in den Verbraucherpreisen sichtbar werden.

Deutschlands Inflationsrate erreichte 2021 den höchsten Stand seit fast 30 Jahren

Die Inflationsrate in Deutschland ist im letzten Jahr angetrieben durch die Energiepreise auf das höchste Niveau seit 1993 gestiegen. Im Schnitt erhöhten sich die Lebenshaltungskosten 2021 um +3.1% zum Vorjahr. Im Dezember betrug die Teuerungsrate auf Jahressicht +5.3%.

 

Wirtschaftskalender 7. Januar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
07:45 CH Arbeitslosenrate (Dezember) 2.5%
08:00 DE Exporte (November, M/M) +4.1%
08:00 DE Importe (November, M/M) +5.0%
08:00 DE Industrieproduktion (November, M/M) +2.8%
08:45 FR Industrieproduktion (November, M/M) +0.9%
09:00 AUT Verbraucherpreise (Dezember, J/J) +4.1%
11:00 EZ Wirtschaftsstimmung (Dezember) +117.5
11:00 EZ Verbraucherpreise (Dezember, J/J) +4.9%
11:00 EZ Kern-Verbraucherpreise (Dezember, J/J) +2.6%
11:00 EZ Einzelhandelsumsätze (November, M/M) +0.2%
14:30 USA Arbeitslosenrate (Dezember) 4.2%
14:30 USA Beschäftigung Gesamtwirtschaft (Dezember) +210'000
14:30 USA Durchschnittliche Stundenlöhne (Dezember, J/J) +4.8%

 

Unternehmenskalender 7. Januar

Land Unternehmen Periode
CH SNB  Jahreszahlen

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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