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LGT Navigator: Verschnaufpause an der Wall Street

8. April 2022

Die amerikanischen Börsen verarbeiten am Donnerstag die jüngsten Signale der US-Notenbank, die die Finanzmärkte auf einen raschen Rückzug aus der expansiven Geldpolitik einstimmt. Für Entspannung sorgen starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Die EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf ein Kohle-Embargo gegen Russland.

Wall Street

Die US-Börsen waren am Donnerstag vor allem damit beschäftigt, die Informationen zu den geldpolitischen Plänen der amerikanischen Notenbank (Fed) zu verarbeiten. Nach einer Berg- und Talfahrt schlossen die Indizes schliesslich im Plus. Der S&P 500 avancierte +0.4% und der Dow Jones gewann +0.3%. Der Nasdaq Composite notierte kaum verändert zum Vortag (+0.1%). 

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sind im frühen Handel am Donnerstag bis auf 2.667% gestiegen und notierten damit auf dem höchsten Stand seit März 2019. Im Tagesverlauf pendelten sie sich schliesslich bei rund 2.65% ein. Zweijährige US-Treasuries gaben leicht nach und rentierten mit rund 2.45%.

Die EU-Staaten haben sich am Donnerstag derweil auf ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Die Massnahmen umfassen unter anderem einen Importstopp für Kohle und Holz. 

Die asiatischen Börsen zeigen am Freitag ein gemischtes Bild. In Tokio notiert der Nikkei leicht im Plus und der Shanghai Composite gewinnt knapp +0.5%. In Hongkong verliert der Hang Seng Index rund-0.3%. Die Verunsicherung ist derzeit gross, denn China leidet unter der schlimmsten Coronawelle seit Ausbruch der Pandemie. So steht etwa Shanghai unter einem strikten Lockdown, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Fed erhöht Tempo

Das Fed hat am Mittwoch weitere Einzelheiten zum geplanten Abbau der Notenbankbilanz bekannt gegeben. Nach einer Aufwärmphase soll die Bilanz, die sich mittlerweile auf rund USD 9 Billionen beläuft, monatlich um USD 95 Milliarden schrumpfen. Das Fed schlägt damit eine deutlich schnellere Gangart an als im letzten Straffungszyklus: Damals warteten die Währungshüter nach der ersten Zinserhöhung knapp zwei Jahre, bevor sie im Oktober 2017 den Bilanzabbau lancierten. Zudem haben sich in den vergangenen Tagen mehrere Fed-Mitglieder für eine rasche Erhöhung der Zinsen ausgesprochen. Bereits am nächsten Treffen am 4. Mai dürfte der Offenmarktauschuss daher ein Zinsschritt von 50 Basispunkten beschliessen.

US-Jobmarkt zeigt Stärke

Der amerikanische Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin robust. So sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die wöchentlich publiziert werden, um 5000 auf 166’000 gesunken. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Die Zahl der Gesuche ist damit auf den niedrigsten Stand seit 1968 gefallen. Analysten hatten durchschnittlich mit 200’000 neuen Anträgen gerechnet. Die Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung gelten als Indikator für die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Bereits seit Ende 2021 bewegen sie sich auf rekordniedrigem Niveau und spiegeln damit die wirtschaftliche Erholung, die mit einer Verknappung an Arbeitskräften einhergeht. 

IEA gibt Ölreserven frei

Die Internationale Energieagentur (IEA) will erneut die Öl-Notvorräte anzapfen, um die Situation am Energiemarkt zu entspannen. Demnach haben die 31 Mitgliedsländer zugesichert, über sechs Monate 120 Millionen Barrel an Rohölreserven freizugeben, teilte die IEA mit. Anfang März hat die Agentur bereits Reserven im Umfang von 62.7 Millionen Barrel Rohöl freigeben. Insgesamt halten die IEA-Mitglieder Notvorräte von 1.5 Milliarden Barrel.

Umsatzplus für den Einzelhandel in der Eurozone

Die europäischen Einzelhändler haben im Februar etwas mehr verdient als im Vormonat. Mit einem Plus von 0.3% blieb das Wachstum aber unter den Erwartungen von (+0.5%). Im Jahresvergleich resultierte ein Umsatzwachstum von +5.0%, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Während die Einnahmen aus Lebens- und Genussmitteln binnen Monatsfrist schrumpften, gaben Konsumenten für Kraftstoffe deutlich mehr aus (+3.2%). Die Eurozone erlebt derzeit ein rasantes Preiswachstum, das unter anderem durch den Anstieg der Energiekosten angefacht wird.

  

Wirtschaftskalender 8. April 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
01:50 JP Leistungsbilanz (Februar)

 

Unternehmenskalender 8. April 

Land Unternehmen Periode
CH Ems Chemie Q1 2022

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.