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LGT Navigator: Was bringt der September?

1. September 2020

Während sich die Börsen in Asien zum Beginn des neuen Monats ohne klare Tendenz zeigten, standen an der Wall Street einmal mehr die Technologieaktien im Vordergrund und die Technologiebörse Nasdaq feierte neuerliche Rekorde. Für Aufmerksamkeit sorgte insbesondere der gestern in Kraft getretene Aktiensplit von Apple, der eine Neugewichtung im Dow Jones-Index nach sich zog. Während die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie auch im September die Stimmung der Investoren dämpfen dürfte, rücken die US-Wahlen immer mehr in den Mittelpunkt. Heute warten die Marktteilnehmer gespannt auf die neuesten Ergebnisse der Umfragen zu Einkaufsmanagern in Europa und den USA.

Was bringt der September?

Der Leitindex Dow Jones Industrial beendete den letzten Tag des Monats zwar mit einem Tagesverlust von -0.78% bei 28 430.05 Punkten, kann aber dennoch für den Monat August eine stattliche Performance von knapp +8% ausweisen. Einmal mehr standen die Technologietitel im Mittelpunkt. Insbesondere der per gestern wirksame Aktiensplit bei Apple sorgte für Aufmerksamkeit. Aktionäre des iPhone-Herstellers erhalten für jedes Papier drei weitere. Die Aktie legte gestern um nochmals rund +3% zu. In der Folge des Aktiensplits sank die Gewichtung von Apple im Dow Jones-Index, weshalb es zu einer Neugruppierung im Index kam. Aufsteiger in den Dow ist der Softwareentwickler Salesforce. Im Rampenlicht stand auch die Aktie von Tesla mit einem Tagesgewinn von knapp +14%. Der technologielastige Nasdaq 100 kletterte um +0.96% und erreichte mit 12 110.70 Zählern einen weiteren Höchststand. Der S&P 500 gab um -0.16% auf 3500.31 Punkte nach. In Asien zeigte sich an den Aktienmärkten zu Monatsbeginn kein einheitlicher Trend. Unterdessen steht der US-Dollar weiterhin unter schwerer Belagerung. Gegenüber dem Euro notiert der Greenback nahe einem Zweijahrestief und steht kurz davor, die 1.20er-Marke zu knacken.

Ein Meilenstein in der US-Notenbankpolitik

Die Nummer Zwei der Federal Reserve, Vizechef Richard Clarida, sieht die von US-Notenbankchef Jerome Powell am Jackson Hole-Symposium angekündigte Strategieanpassung als einen Meilenstein. Mit der Adjustierung der geldpolitischen Ziele nähere sich die Notenbankpolitik der realen Wirtschaft an. Eine tiefe Arbeitslosenquote sei aus der modernen Sicht der Fed keine hinreichende Voraussetzung für eine Zinserhöhung, wenn nicht gleichzeitig ein steigender Inflationsdruck zu beobachten sei. Die Fed müsse sich veränderten Gegebenheiten der Wirtschaft anpassen. Die neue Strategie des «Average Inflation Targeting» biete mehr Flexibilität bei der Inflationskontrolle und gibt der Fed genügend Spielraum ihr nun priorisiertes Ziel der Vollbeschäftigung zu verfolgen.

Stagnierende Inflation in Deutschland

Die deutschen Verbraucherpreise sind im August gegenüber der Vorjahresperiode um -0.1% gesunken. Gedrückt wird die Teuerung einerseits durch gesunkene Energiepreise und anderseits durch die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung. Zudem schwächte sich der Preisauftrieb bei den Lebensmitteln spürbar ab. Im August kosteten Nahrungsmittel noch +0.7% mehr als in der gleichen Periode 2019. Im Juli und im Juni hatten sich die Lebensmittelpreise noch um +1.2, respektive +4.4% verteuert.

Italiens Wirtschaft hart getroffen von der Corona-Krise

Das Bruttoinlandsprodukt von Italien – die drittgrösste Volkswirtschaft im Euroraum – brach im zweiten Quartal offiziellen Angaben zufolge um -12.8% gegenüber dem Vorquartal ein. Der Rückgang war damit nochmals leicht stärker als zunächst mit -12.4% angenommen. Die wirtschaftlichen Einschränkungen durch den «Lockdown» sorgten für einen um -8.7% geringeren Konsum sowie einen Einbruch der Exporte um -26.4% und der Investitionen um knapp -15%. Die EU-Kommission geht davon aus, dass Italien im laufenden Jahr -11.2% der Wirtschaftsleistung verlieren wird. Als Folge der schwachen Wirtschaftsaktivität wegen der Corona-Pandemie gingen im August auch die italienischen Verbraucherpreise im Jahresvergleich um -0.5% zurück. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise gar um -1.3%.

 

 

Wirtschaftskalender 1. September

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:15 SP IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 53.5
09:30 CH Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 49.2
09:45 IT IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 51.9
09:50 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 49.0
09:55 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 53.0
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 51.7
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 55.3
11:00 EZ Verbraucherpreise (August, J/J) +0.4%
11:00 EZ Kern-Verbraucherpreise (August, J/J) +1.2%
11:00 EZ Arbeitslosenrate (Juli) 7.8%
15:45 US IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 53.6
16:00 US ISM Einkaufsmanagerindex Industrie (August) 54.2

 

Unternehmenskalender 3. September  

Land Unternehmen Periode
CH Kaba Holding Gesamtjahr

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

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