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LGT Navigator: Zurückhaltender Wochenstart erwartet

17. August 2020

Der anhaltende Streit zwischen Demokraten und Republikanern in Washington um ein weiteres milliardenschweres Corona-Hilfspaket, Unsicherheiten im US-chinesischen Handelskonflikt sowie durchwachsene Konjunkturnachrichten aus China, Europa und zuletzt auch aus den USA und Japan dürften für einen zurückhaltenden Wochenstart sorgen. Belastet wird die Börsenstimmung nach wie vor auch durch die in den USA und Südamerika teilweise ausser Kontrolle geratene Coronavirus-Pandemie sowie auch die ansteigenden Covid-19-Neuinfektionen in Europa.

Zurückhaltender Wochenstart erwartet

Weiterhin tobt in Washington der (Wahl-)Kampf zwischen Republikanern und Demokraten um ein weiteres Konjunkturprogramm zur Abfederung der Corona-Krise. Zudem nutzt US-Präsident Donald Trump den Konflikt im Parlament für seinen Wahlkampf und droht mit seinem Veto, sollte das Corona-Hilfspaket beispielsweise Gelder für den US-Postdienst enthalten. Damit könnte eine hohe Briefwahlbeteiligung bei den US-Präsidentschaftswahlen im Sinne Trumps deutlich erschwert werden. Inzwischen haben die USA und China die für das Wochenende geplante Überprüfung des zu Jahresbeginn vereinbarten Handelsvertrages der Phase 1 verschoben.

An der Wall Street schlossen die Indizes am Freitag kaum verändert und die Anlegerstimmung war geprägt von vielerlei Unsicherheiten. Die am Freitag veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten brachten ausserdem kaum neue Impulse. Der Dow Jones Industrial beendete die Woche mit einem moderaten Tagesplus von +0.12% bei 27 931.02 Punkten. Dies bedeutete im Wochenverlauf ein Plus von +1.8%. Der marktbreite S&P 500 gab leicht um -0.04% auf 3 372.85 Zähler nach. In Asien war heute Morgen kein einheitlicher Trend zu beobachten. Während in Tokio der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um -0.6% auf 23 148.68 zurückfiel, legten die Börsen in Hongkong und Festland China teilweise kräftig zu. Gestützt wurden die Aktienkurse in China durch eine neuerliche Finanzspritze der Zentralbank. Die Zuführung von umgerechnet rund USD 100 Mrd. mittels einjähriger Darlehen nährte die Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik.

Japans Wirtschaft schrumpft drittes Quartal in Folge

Die japanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal vor dem Hintergrund der Corona-Krise eingebrochen und verzeichnete den stärksten Einbruch seit Beginn der Datenreihe 1980. In etwa wie von Analysten erwartet ging das Bruttoinlandsprodukt im Berichtszeitraum auf das Jahr hochgerechnet um -27.8% zurück. Damit ist die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt bereits das dritte Quartal in Folge geschrumpft. Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal ergab sich ein Rückgang von -7.8%. Neben der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Einschränkungen belasteten auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Umsatzsteuererhöhung im vorangegangenen Jahr das Land.

US-Retail-Umsätze legen dritten Monat in Folge zu, verlieren aber an Dynamik

Angesichts der weiterhin angespannten Pandemielage in den Vereinigten Staaten scheint sich auch die Erholung des Privatkonsums wieder zu verlangsamen. So erhöhten sich die Umsätze der amerikanischen Retailer im Juli noch +1.2% gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten mit einer kräftigeren Zunahme um +1.9% gerechnet. Damit hat sich die Erholung deutlich abgeschwächt, waren doch die Umsätze im Mai (+18.2) und im Juni (+8.4%), nach dem «Lockdown»-bedingten massiven Einbruch, deutlich kräftiger gestiegen.

US-Verbrauchervertrauen stabilisiert sich

Die Stimmung der amerikanischen Konsumenten scheint sich nach dem Corona-Schock zu stabilisieren. Gemäss den vorläufigen Umfrageergebnissen der Universität Michigan kletterte das Verbrauchervertrauensbarometer im August von 72.5 Punkten im Vormonat auf 72.8 Zähler. Analysten hatten einen Rückgang auf 71.0 Punkte prognostiziert. Leicht besser eingeschätzt haben die befragten Privathaushalte vor allem ihre Konjunkturerwartungen, während sich die Einschätzung der aktuellen Lage leicht eintrübte. Die Universität erklärte, dass sich insbesondere durch den politischen Stillstand in Washington die Unsicherheit für die Konsumenten erhöht habe.

Das zweite Quartal war ein schwerer Schlag für die Euro-Wirtschaft

Die Wirtschaft in der Eurozone ist im zweiten Quartal aufgrund des Lockdowns in der Corona-Pandemie regelrecht abgestürzt. Das Bruttoinlandsprodukt brach im Zeitraum von April bis Juni gemäss der zweiten Schätzung des Statistikamts Eurostat um -12.1% gegenüber dem Vorquartal ein. Ein Corona-bedingter Wirtschaftseinbruch war im zweiten Quartal in allen Euroländern zu beobachten. Während das BIP in Spanien um -18.5% zum Vorquartal einbrach, ging Frankreichs Wirtschaftsleistung um -13.8% zurück. In Italien sank das BIP im Q2 um -12.4%. Relativ glimpflich kam Deutschland mit einem Rückgang um -10.1% davon.

 

 

Wirtschaftskalender 17. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
14:30 USA NY Fed Empire State Industrie-Index (August) +17.2
16:00 USA NAHB-Wohungsmarktindex (August) +72.0

 

Unternehmenskalender 18. August

Land Unternehmen Periode
CH Geberit Q2
USA Home Depot Q2
USA Walmart Q2

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

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