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LGT Navigator: Zurückhaltung vor Notenbankentscheidungen

14. Dezember 2021

Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten geldpolitischen Entscheids der US-Notenbank hielten sich die Anleger an den internationalen Aktienbörsen zurück. Angesichts des signifikant gestiegenen Inflationsdrucks in den Vereinigten Staaten erwarten die Finanzmärkte Signale hinsichtlich des Tempos der Drosselung der Anleihenkäufe und der antizipierten Zinswende im nächsten Jahr. Der hohe Unsicherheitsgrad in der Pandemieentwicklung angesichts der ungewissen Auswirkungen der Virus-Variante Omikron könnte diesbezüglich die Bereitschaft der Zentralbanken zu Zinserhöhungen bremsen.

Zurückhaltung vor Notenbankentscheidungen

An der New Yorker Börse wie auch in Asien zeigten sich die Investoren nach den jüngsten Kursgewinnen und vor den erwarteten Notenbankentscheiden und den potenziellen wirtschaftlichen Risiken durch die Omikron-Variante zurückhaltend. Da insbesondere das Fed bei der Reduktion der Quantitativen Massnahmen (QE) aufs Tempo drücken könnte, spürten zu Wochenbeginn vor allem die konjunktursensiblen Technologiewerte verstärkten Druck. An der Nasdaq verloren die Indizes rund -1.5%. Der Dow Jones Industrial schloss währenddessen -0.89% tiefer bei 35'650.95 Punkten und der marktbreite S&P 500 gab um -0.91% auf 4'668.97 Zähler nach. In Tokio fällt der Nikkei 225-Index rund -0.75% und in Hongkong verliert der Hang Seng-Index etwa -1.4%.

Japan AG bleibt vorsichtig optimistisch

Die regelmässige Unternehmensumfrage der japanischen Zentralbank, der sogenannte Tankan-Bericht, zeigte, dass die befragten Unternehmen angesichts von Lieferengpässen und höheren Rohstoffpreisen weiterhin vorsichtig in die Zukunft blicken. Der Hauptindex für die Stimmung der grossen Hersteller blieb im Dezember mit +18 gegenüber der letzten Quartalsumfrage im September unverändert. Japans Grossunternehmen planen dem Bericht zufolge, ihre Investitionsausgaben in dem im März 2022 endenden Fiskaljahr um noch +9.3% zu erhöhen. In der vorangegangenen Umfrage war noch ein Anstieg um +10.1 % in Aussicht gestellt worden. Während die Industrie nach wie vor stark unter den Lieferkettenproblemen leidet, hat sich die Zuversicht in Japans Dienstleistungssektor im letzten Quartal etwas verbessert. Der entsprechende Indikator stieg von +2 auf +9 Punkte.

Ukraine-Konflikt Top-Thema am EU-Gipfel

Der russisch-ukrainische Grenzkonflikt soll beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Brüssel am Donnerstag das Top-Thema sein. Dabei wird Deutschlands neuer Bundeskanzler Olaf Scholz zum ersten Mal teilnehmen. Die massiven russischen Truppenbewegungen in den letzten Wochen nahe der ukrainischen Grenze haben im Westen grosse Sorge ausgelöst, Russland könnte eine Invasion planen. Im Vorfeld bekräftigte auch die G7, dass eine erneute militärische Aggression gegen die Ukraine seitens Moskaus massive Konsequenzen und hohe Kosten nach sich ziehen würde. Neben dem Ukraine-Konflikt wird auch die Pandemieentwicklung im Fokus des EU-Gipfels stehen. Weitere Themen sollen die hohen Energiepreise in Europa, die Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie die Lage in Belarus sein.

Wirtschaftskalender 14. Dezember

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Arbeitslosenquote (Oktober) 4.3%
08:30 CH Erzeugerpreise (November, J/J) +5.1%
11:00 EZ Industrieproduktion (Oktober, M/M) -0.2%
14:30 USA Erzeugerpreise (November, J/J) +8.6%

 

Unternehmenskalender 15. Dezember

Land Unternehmen Periode
CH Roche
DE Metro Jahreszahlen
IT Generali Investorentag
SWE H&M Q4 Umsatz
DK Vestas Kapitalmarkttag

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.