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LGT Navigator: Zwischen Zuversicht und Skepsis

26. Mai 2021

Leicht negative US-Konjunkturdaten und die zuvor von US-Notenbankvertretern ins Feld geführten Argumente sorgten dafür, dass die Inflationssorgen zunächst etwas in den Hintergrund traten. Das Thema Inflation und damit auch die Frage, wann die Zentralbanken die geldpolitischen Zügel anziehen werden, wird die Kapitalmärkte aber weiter beschäftigen und so schwankt die Stimmung der Anleger zwischen Zuversicht und Skepsis.

Zwischen Zuversicht und Skepsis

Schlechter als erwartete Konjunktur- und Verbrauchervertrauensdaten dämpften die Inflations- und Zinssorgen der Investoren und stützten die US-Aktienindizes im frühen Handel, jedoch bröckelten die Gewinne bis zum Börsenschluss ab, und der Dow Jones Industrial beendete den Dienstag mit einem Tagesverlust von -0.24% bei 34'312.46 Punkten. Der S&P 500 gab ebenfalls um -0.21% auf 4’188.13 Zähler nach und auch die Technologiebörse Nasdaq hielt sich knapp am Vortagesniveau. In Asien hielten sich die meisten Aktienindizes heute Morgen moderat im positiven Bereich und die Futures deuten auf einen leicht freundlichen Start an Europas Börsen hin.

Steigende Preise drücken auf US-Konsumentenstimmung

Die Einschätzung der vom Marktforschungsinstitut Conference Board regelmässig befragten Konsumenten zeigte im Mai erstmals in diesem Jahr eine Eintrübung. Das Verbrauchervertrauensbarometer gab demnach gegenüber dem Vormonat um 0.3 Punkte auf 117.2 Zähler nach. Zudem wurde der Vormonatswert überraschend kräftig von zunächst 121.7 Punkten auf 117.5 korrigiert. Auf die Stimmung drückten dem Institut zufolge vor allem steigende Preise und die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit.

Neusten Daten vom US-Immobilienmarkt zufolge gingen die Verkäufe neuer Häuser im April um -5.9% gegenüber dem Vormonat zurück. Analysten hatten jedoch mit einem noch stärkeren Rückgang um -7% gerechnet. Auf Jahressicht, also im Vergleich zur ersten Pandemiewelle, stiegen die Hausverkäufe aber um beeindruckende +48.3% an! Zudem zeigten die monatlichen Daten von S&P/Case-Shiller einen weiteren Anstieg der durchschnittlichen Häuserpreise in den USA. So erhöhten sich die Preise in den 20 grössten Metropolen im April um +13.3% zur Vorjahresperiode (Konsens +12.6%) und damit so stark wie seit Ende 2005 nicht mehr. Niedrige Zinsen, eine sicherheitsbedingte Nachfrage nach Immobilien sowie der Home-Office-Effekt würden die Preise in die Höhe treiben, kommentierten die Experten.

Deutsche Unternehmer laut Ifo so optimistisch wie seit zwei Jahren nicht mehr

Den neusten Umfrageergebnissen des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo zufolge hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Mai deutlicher als erwartet verbessert. Das viel beachtete Geschäftsklimabarometer legte dabei um 2.6 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 99.2 Zähler zu und erreichte damit den besten Wert seit zwei Jahren. Ökonomen waren im Schnitt von 98.0 Punkten ausgegangen. Besser beurteilten die rund 8'000 befragten Firmen sowohl die aktuelle Wirtschaftslage als auch die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft. Ifo-Präsident Clemens Fuest fasste zusammen: Das Geschäftsklima habe sich in allen Bereichen dank der weniger angespannten Corona-Lage und der fortschreitenden Impfkampagne verbessert. Dies sei auch in den von den Corona-Beschränkungen stark betroffenen Branchen wie Handel und Dienstleistungen zu beobachten. Insgesamt nehme die deutsche Wirtschaft Fahrt auf.

EU-Sondergipfel: Corona, Klima und Geopolitik

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union befassten sich an dem gestern fortgesetzten Sondergipfel insbesondere mit der weiteren Bekämpfung der Pandemie sowie dem Klimaschutz. Einig sind sich die Politikspitzen dahingehend, dass die EU bis 2030 den Ausstoss von Klimagasen im Vergleich zu 1990 um mindestens 55% senken will, jedoch bestehen nach wie vor Meinungsverschiedenheiten, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Bis Mitte Juli soll die EU-Kommission nun konkrete Vorschläge vorlegen. Im Konflikt mit Belarus einigte sich die EU auf eine Ausweitung der Sanktionen und ein Flug- und Landeverbot für Fluggesellschaften aus Belarus.

Wirtschaftskalender 26. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:45 FR Wirtschaftsstimmung (Mai) 104.0
08:45 FR Konsumentenvertrauen (Mai) 94.0
10:00 CH ZEW-Konjunkturerwartungen (Mai)  68.3

 

Unternehmenskalender 26. Mai

Land Unternehmen Periode
GB Marks & Spencer Q1
USA Nvidia Q1

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.