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LGT Studie: 79 Prozent der vermögenden Österreicherinnen und Österreicher haben nachhaltige Anlagen im Portfolio

10. November 2022

Trotz zahlreicher Herausforderungen an den Kapitalmärkten blickt ein Großteil der vermögenden Österreicherinnen und Österreicher zuversichtlich in die Zukunft. Das zeigt eine aktuelle Studie der LGT Bank Österreich zum Anlageverhalten vermögender Privatpersonen in Österreich. Mehr und mehr wird Nachhaltigkeit zum Thema – gerade in Krisenzeiten sehen viele eine steigende Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen.

Infografik Nachhaltige Anlagen

Die Multikrise stellt vor allem die Menschen in Europa vor enorme Herausforderungen und wirkt sich auch auf die Strategie und das Verhalten der österreichischen Anlegerinnen und Anleger aus. Laut einer aktuellen Studie von Ipsos im Auftrag der LGT Bank Österreich hat eine Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher auf die aktuellen Rahmenbedingungen reagiert. Meinhard Platzer, CEO der LGT Bank Österreich: «Die Studie zeigt: 66 Prozent haben während der vergangenen Monate Veränderungen in ihrem Portfolio vorgenommen.» Die krisenbedingten Umschichtungen führten zum Kauf von Aktien (34%), Gold und Edelmetallen (24%), sowie zum Aufbau anderer Vermögenswerte. Angesichts der herausfordernden Situation überrascht es, dass bei 77 Prozent der Befragten die finanzielle Situation in den vergangenen zwölf Monaten gleichgeblieben oder besser geworden ist als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Platzer: «71 Prozent der Studienteilnehmenden gehen sogar davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation im kommenden Jahr weiter verbessert oder zumindest konstant bleibt.» Das mag auch daran liegen, dass die wohlhabenden Österreicherinnen und Österreicher ihr Vermögen sehr risikoavers anlegen: 51 Prozent setzen auf Werterhaltung und nur 29 Prozent wollen mit ihren Anlagen in erster Linie eine höhere Rendite erzielen.

Ein Viertel sieht eine steigende Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen
Besonders die nachhaltige Geldanlage ist bei vermögenden Österreicherinnen und Österreichern in den letzten Jahren zu einem großen Thema geworden. «Knapp acht von zehn Befragten (79 Prozent) haben bereits nachhaltige Anlagen in ihrem Portfolio. Bei zwei Drittel (67 Prozent) übersteigt das Volumen sogar die Fünf-Prozent-Marke. Dies spiegelt sich auch in unseren Kundenportfolios wider», so Platzer. Bei drei von zehn Studienteilnehmenden haben die aktuellen Marktbedingungen keine Änderung in der Einstellung zu nachhaltigen Anlagen bewirkt. Ein Viertel sieht eine steigende Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen vor allem in Krisenzeiten, während knapp zwanzig Prozent noch ein mögliches Investment nach ESG-Kriterien evaluiert. Aber: Nur 43 Prozent der Befragten fühlen sich im Bereich der nachhaltigen Geldanlage bereits gut oder sehr gut informiert. Platzer: «Es ist noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten. Wir bearbeiten das Thema Nachhaltigkeit im Allgemeinen und nachhaltiges Investieren im Besonderen schon seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv und werden unsere Aktivitäten in den nächsten Jahren noch weiter intensivieren.»

Einige Befragte sehen noch ein Problem im Bereich der grünen Investments: 43 Prozent fürchten einen Etikettenschwindel und 37 Prozent fühlen sich durch ein fehlendes unabhängiges Gütesiegel verunsichert. Erfreulich hingegen, dass die nachhaltige Anlageklassen offenbar auch von einer breiteren Masse positiv wahrgenommen wird und die Mehrheit hier sowohl Rendite als auch Risiko vergleichbar mit sonstigen Anlageklassen sieht.

Rückenwind für nachhaltige Anlagen sollte mittelfristig der «EU Action Plan on Sustainable Finance» liefern, der darauf abzielt, nachhaltiges Anlegen zu fördern, und im Zuge dessen auch Änderungen der Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) vorgesehen sind. Die neuen Regularien werden in den kommenden Jahren weitreichende Auswirkungen auf die Private-Banking-Branche haben und zweifellos zu einem weiteren Anstieg der Nachfrage nach nachhaltigen Anlagen führen.

LGT ist Pionier in der nachhaltigen Geldanlage
Dass das Interesse an nachhaltigen Geldanlagen im Private Banking wächst, beobachtet die LGT seit rund zwei Jahren – immer mehr Kundinnen und Kunden fragen explizit nach nachhaltigen Anlagelösungen. Die Privatbank selbst legt schon seit Jahrzehnten Wert auf nachhaltiges Denken und Handeln auf allen Ebenen und verfügt heute über umfassende Expertise in diesem Bereich. Bereits vor zwanzig Jahren hat die LGT begonnen, in ihren Anlagelösungen nicht nur eine attraktive Rendite anzustreben, sondern zugleich einen positiven Beitrag für Gesellschaft und Umwelt zu leisten. Seit 2003 ist eine Klausel zum verantwortungsbewussten und nachhaltigen Anlegen fester Bestandteil vieler Anlageprogramme der LGT und im Jahr 2009 lancierte sie ihre ersten nachhaltigen Aktien- und Anleihefonds. Heute bietet sie ihren Kundinnen und Kunden eine breite Palette an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen. Mit dem LGT Sustainability Rating haben LGT Kundinnen und Kunden ein transparentes Hilfsmittel an der Hand, um die Nachhaltigkeitsqualität ihres Portfolios zu überprüfen und es gegebenenfalls nachhaltiger auszurichten. Die LGT will aber nicht nur Privatanlegerinnen und -anlegern helfen, die Nachhaltigkeit ihrer Anlagen zu verbessern. Auch was ihre eigenen Investments anbelangt, setzt sich die Privatbank ambitionierte Ziele – bis 2030 will die LGT sowohl im Betrieb als auch in ihren Anlagen Netto-Null-Emissionen erreichen.

Zur Studie
Das Marktforschungsinstitut Ipsos befragte im Rahmen einer Onlineumfrage im August und September 2022 insgesamt 101 Österreicherinnen und Österreicher mit einem frei verfügbaren Anlagevermögen von mehr als EUR 500.000. Wichtig dabei war, dass die Studienteilnehmer (Mit-)Entscheider bei Veranlagungen im Haushalt sind.

Infografik mit den drei Kernaussagen der Studie hier zum Download verfügbar.