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LGT Vermögensallokation – Oktober 2019

2. Oktober 2019

Unser Hauptszenario bleibt eine «Buy the Dip»-Strategie; wir halten an einer neutralen Risikopositionierung fest. Bei Aktien stellen die Ausblicke der Unternehmen einen wichtigen Stimmungsfaktor für den Rest des Kalenderjahres dar. Im traditionellen Anleihensektor bleibt die Suche nach einer risikoadjustierten Rendite herausfordernd für Investoren.

Vermoegensallokation

Kapitalmärkte im Banne von bipolaren politischen Spannungsfeldern

Auch zu Beginn des vierten Quartals 2019 befinden wir uns in diversen bipolaren Spannungsfeldern, welche die Stimmung der Marktteilnehmer schnell in die eine oder andere Richtung kippen lassen. Gemeint sind Spannungsfelder wie der Brexit oder der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die für die Märkte ein nicht zu unterschätzendes Risiko eines «binären» Ausgangs mit sich bringen könnten. Die volkswirtschaftlichen Zahlen zeigen weiterhin ein eher fragiles Bild. Mit einer weiteren Eskalation könnte der Konsument, vor allem in den USA, in den Ausstand treten, was wiederum zu einer starken Wirtschaftsabschwächung bis hin zu einer Rezession führen könnte. Eine Entspannung bzw. Lösung der Spannungsfelder würde Unternehmen ein wichtiges Signal der Zuversicht geben. Damit wird deutlich, wie leicht die Stimmung der Anleger umschlagen kann. Sie spielt auch vor dem Hintergrund der US-Präsidentschaftswahlen 2020 eine wesentliche Rolle: Der Zustand der US-Wirtschaft war bisher immer der wichtigste Faktor bei der Entscheidungsfindung der Bürger. Wir erwarten, dass sich dies auch im kommenden Wahljahr nicht ändern wird.

Auf Stufe Vermögensallokation bleiben wir weiter konstruktiv und denken, dass es zu früh ist, Risiken auf Portfoliostufe zu reduzieren. Die bis dato ausgezeichnete Jahresperformance für Aktien beläuft sich auf über 15% und der S&P 500 hatte die stärkste Performance in den ersten drei Quartalen des Jahres seit 1997. Dies hat uns auch dazu bewogen, einen Teil dieser Gewinne via einer Absicherungsstrategie im Jahreskontext zu sichern. In allen Anlageprofilen kaufen wir einen sogenannten «Tail-Risk-Hedge» für die Hälfte der US-Aktienquote ins Depot. Unser Hauptszenario bleibt weiter eine «Buy the dip»-Strategie und wir werden diese auch konsequent weiterverfolgen, sollten sich Opportunitäten in den nächsten Wochen oder Monaten ergeben.

Aktien: der Ausblick als wichtiger Stimmungsfaktor für den Rest des Kalenderjahres

Die Resultate der Unternehmen für das dritte Quartal 2019 stehen vor der Tür. Die Erwartungen der Marktteilnehmer wurden in den vergangenen Wochen zum Teil massiv nach unten revidiert. Der Grund ist ein schwächeres globales Wirtschaftswachstum mit dem Risiko einer weiteren Abkühlung aufgrund des Handelskrieges zwischen den USA und China. Deshalb wird weniger der Datenkranz des abgelaufenen Quartals im Vordergrund stehen, sondern vielmehr der Ausblick der Firmen für die kommenden Quartale. In den USA wird sogar mit dem ersten Gewinnrückgang seit über drei Jahren gerechnet, der zum Teil durch eine ausserordentlich starke Vergleichsperiode im Vorjahr erklärt werden kann, die durch die Steuerreform der Trump-Regierung begünstigt worden war.

Für das kommende Quartal werden von den Firmen keine grossen Luftsprünge erwartet. Jedoch denken wir, dass die Erwartung von gegen 10% für das Gewinnwachstum für das kommende Jahr (zu) ambitioniert ist, sollte es zu keiner kurzfristigen Einigung zwischen den Konfliktparteien kommen. Im historischen Vergleich bleibt der Oktober ein sehr volatiler Monat. Deshalb würden wir in Schwächephasen Qualitätswerte mit ansprechender Dividendenrendite sowie margenstarkem Geschäftsmodell hinzukaufen.

Anleihen: die Suche nach einer dem Risiko entsprechenden Verzinsung bleibt eine Herausforderung

In den vergangenen Wochen konnte zwar eine leichte Gegenbewegung im traditionellen Anleihenbereich beobachtet werden (leicht steigende Zinsen), doch die Suche nach einer positiven, dem Risiko entsprechenden Rendite bei Staatsanleihen im Euroraum bleibt aber für den Investor eine Herausforderung. Die Situation wird sich kaum verbessern, da die Europäische Zentralbank (EZB) wieder mit der quantitativen Geldlockerung beginnen wird. So wird die EZB monatlich Anleihen im Gegenwert von EUR 20 Mrd. kaufen. Auf der anderen Seite des Atlantiks hat die US-Fed weitere Zinssenkungen in Aussicht gestellt. Die Marktteilnehmer gehen von einer Zinssenkung noch in diesem Jahr und von zwei weiteren im kommenden Jahr aus.

Somit erwarten wir auch in den kommenden Monaten weitere Unterstützung der Zentralbanken, um die Märkte sowie die Wirtschaft mit ausreichend Stimuli zu versorgen. Deshalb favorisieren wir im Anleihenbereich auch für das Q4 2019 Unternehmensanleihen mit solider Schuldnerqualität. Für risikoaffine Investoren bleibt die Kreditrisikoprämie bei nachrangigen Unternehmensanleihen im Fokus, wobei die Selektion weiter von zentraler Bedeutung bleibt. Bei Schwellenländeranleihen ziehen wir Hardwährungsanleihen Anleihen in Lokalwährung vor.

Alternative Anlagen: das Zinsdifferenzial und die Wirtschaftsabschwächung als Supportfaktoren für den Greenback

Eine Nettoneuverschuldung von über 4% in 2019 und ein enormes Leistungsbilanzdefizit sprechen nach der volkswirtschaftlichen Lehre kaum für die USA mit dem US-Dollar als Leitwährung, da die Langzeitwirkungen eines derartigen dualen Defizits zu nachteilig sind. Kurzfristig sieht die Situation aber komplett anderes aus. Im historischen Vergleich neigt der US-Dollar immer zu Schwäche, wenn sich das Wirtschaftswachstum global beschleunigt und die relativen Wachstumsraten in den Schwellenländern jene der USA übertreffen. Umgekehrt neigt der Greenback zur Stärke, sollte sich das Wachstum verlangsamen. Dieser Zusammenhang funktioniert auch heutzutage, trotz massiver Eingriffe der Notenbank, immer noch recht gut.

Ein zweiter Supportfaktor bleibt der Renditevorteil zwischen der Zinskurve der USA und derjenigen von Deutschland als Richtwert für die Eurozone. Solange dieser über 200 Basispunkte beträgt und der Anleger für zehnjährige US-Staatsanleihen eine höhere Verzinsung erhält als beispielsweise für zehnjährige Anleihen des Staates Griechenland, wird sich eine mögliche Abschwächung der globalen Leitwährung in Grenzen halten.

Was wir mögen Was wir nicht mögen

Aktien

Deutscher Aktienindex (DAX)

Nicht-zyklische Konsumgüter

Gesundheitswesen

Anleihen

Kurzfristige US-Staatsanleihen

Investment-Grade-Anleihen

Schweizer Staatsanleihen

EU-Staatsanleihen

Hochverzinsliche Anleihen

Alternative Anlagen

Gold

Versicherungsbasierte Anleihen

Hedgefonds

Listed Private Equity

 

 

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: david.wolf@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 
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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
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